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Zeitreise zu den Kelten

Spannende Fundstätten in Baden-Württemberg

Herbertingen Schwäbische Alb - Freilichtmuseum Heuneburg
Wie die Kelten lebten

BW-Story - Hirsch & Greif

Wie die Kelten lebten

Im 6. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung lebten die Kelten auf der Heuneburg bei Sigmaringen. Sie kannten Bernstein, Koralle und attische Keramik. Sie bauten mit südländischen Lehmziegeln, waren reich und hatten ein weitverzweigtes Handelsnetzwerk. Interessierte erleben die Reste einer der damals wichtigsten Siedlungen nördlich der Alpen als Freiluftmuseum. Das Ausgrabungsfeld besteht aus einer Fürstenburg und weitläufigen Außenanlagen. Im nahegelegenen Museum gibt es interessante Funde zu bestaunen. 

Durch das fast 16 Meter lange und 10 Meter breite Torhaus gelangten Bewohner und Bewohneringen einst in die Vorburg und das Plateau der Heuneburg. | © Heuneburg

Durch das fast 16 Meter lange und 10 Meter breite Torhaus gelangten Bewohner und Bewohnerinnen einst in die Vorburg und das Plateau der Heuneburg. | © Heuneburg

Mehr Infos zur Heuneburg

👍 Tipp: In der Umgebung der Heuneburg gibt es mehrere Viereckschanzen und Grabhügel. Ein acht Kilometer langer archäologischer Wanderweg verbindet sie mit der Heuneburg und dem Heuneburgmuseum.

Kelten-Spuren sind in Baden-Württemberg nicht nur in der Heuneburg, sondern an vielen Orten erlebbar. In den Museen des Landes genauso wie an zahlreichen Fundstätten begeben sich Gäste auf Zeitreise zu den Kelten.

Auf den Spuren der Kelten in Baden-Württemberg
Prunkgrabschätze in Freiburg

1. Colombischlössle

Prunkgrabschätze in Freiburg

Das Colombi-Schlössle in Freiburg gilt heute als "Schaufenster der Archäologie Südbadens". 

In der Oberrheinregion zwischen Breisach und dem Schwarzwald fühlten sich die Kelten wohl: Sie ist eine der reichsten keltischen Fundlandschaften in ganz Baden-Württemberg. Allen voran in den Prunkgräbern von Kappel und Ihringen machten Archäologen erstaunliche Entdeckungen, die heute im Colombischlössle in Freiburg ausgestellt sind. Wegen seiner außergewöhnlichen Sammlung gilt es als „Schaufenster der Archäologie Südbadens“.

freiburg.de/colombischloessle

Herausragende Keltenfunde in Stuttgart

2. Landesmuseum Württemberg

Herausragende Keltenfunde in Stuttgart

© Landesmuseum Württemberg

Die Statue des Kriegers von Hirschlanden, eiserne Spitzbarren, bronzene Schwerter und vergoldete Grabbeigaben aus dem Hochdorfer Fürstengrab: Das Landesmuseum Württemberg präsentiert in den Räumen des Alten Schlosses in Stuttgart herausragende Funde aus der Zeit der frühen Kelten. 

landesmuseum-stuttgart.de/antike-kelten-kunstkammer

Kreisrunder Keltenberg

3. Ipf bei Bopfingen

Kreisrunder Keltenberg

Der Keltenberg Ipf bei Bopfingen ist eines der beeindruckendsten archäologischen Geländedenkmale im Süden. 

Was von Weitem aussieht wie ein runder, grüner Hügel, ist eines der beeindruckendsten archäologischen Geländedenkmale im Süden. Sein Aussehen erhielt der Ipf im 6. und 5. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Hier befinden sich mächtige Befestigungsanlagen, denn der Berg war einst wichtiger Handelsort zwischen Donau, Main und Neckar. Die Freilichtanlage zeigt heute auch den Nachbau eines keltischen Gebäudes. Ipf und Umgebung erschließt auch ein archäologischer Rundweg.

bopfingen.de/Ipf

Glaubenssachen

4. Archäologisches Landesmuseum Konstanz 

Glaubenssachen

Im Raum der Götter-Weihesteine im Archäologische Landesmuseum Konstanz erfahren Gäste mehr über die Glaubenswelt der Kelten. | © ALM Konstanz

Die Natur als Wirkkraft des Magischen: Das Archäologische Landesmuseum bietet unter anderem spannende Einblicke in die Glaubenswelt der Kelten. Gäste besuchen naturheilige Orte, lernen Gottheiten kennen und erleben die Ahnenverehrung der Kelten. Das Archäologische Landesmuseum hat übrigens sieben Zweigmuseen im ganzen Land. 

alm-bw.de

Blick ins Fürstengrab

5. Keltenmuseum Hochdorf/enz

Blick ins Fürstengrab

Im Keltenmuseum Hochdorf/Enz gibt es das rekonstruierte intakte Grab eines keltischen Fürsten zu bestaunen. | © Keltenmuseum Hochdorf/Enz

1977 wurde in Hochdorf/Enz archäologische Weltgeschichte geschrieben: Erstmals konnte man das intakte Grab eines keltischen Fürsten aus frühkeltischer Zeit untersuchen. Das dortige Keltenmuseum präsentiert die rekonstruierte Grabkammer. 

keltenmuseum.de

Eine ganze Siedlung

6. Taubertal

Eine ganze Siedlung

Die keltische Befestigungsanlage Finserlohr bei der Stadt Creglingen im Main-Tauber-Kreis war etwa 123 Hektar groß.

In der Region zwischen Tauberbischofsheim und Rothenburg liegt mit dem Oppidum von Finsterlohr bei Creglingen die größte spätkeltische Anlage im Nordosten Baden-Württembergs. Die gut erhaltene Ringmauer schützte im 1. vorchristlichen Jahrhundert eine etwa 123 Hektar große Siedlung, wobei ein Teil der Fläche auch als Weide- und Ackerland diente.

kelten-creglingen-finsterlohr.de

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