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Bad Dürrheim

Wie Wellness prickelt

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Wie bitte? Nach einem Wellnesstrip soll es nichts zu erzählen geben? Von wegen. In Bad Dürrheim ist das Gegenteil der Fall. Wer Wohlfühlen mit jeder Pore spüren will, sollte sich hierher bemühen. Das persönliche Well-Erlebnis fühlt sich besser an, wenn man die Geschichten hinter Salz, Sauna und Heilbad kennt. Hier in Bad Dürrheim kann man Körper und Seele auf Entdeckungsreise schicken. Wenn Körper und Seele denn Lust darauf haben. Seit jeher die wichtigste Devise: Alles kann, nichts muss.

Man könnte zum Beispiel einen längeren Spaziergang durch die wunderbare Baar machen. Baar bitte in diesem Fall mit Doppel-A schreiben. So wird die sanfte Landschaft zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb genannt. Bar mit Einfach-A kommt später. Vielleicht. Wie gesagt: Alles kann, nichts muss. Erst mal Spaziergang. Dabei könnten wir tolle Fotos machen von der Baar-Landschaft. Wir könnten sie sogar auf Insta und Pinterest posten. Aber jetzt nicht, vielleicht später. Darum sind wir schließlich nicht herkommen. Handy und alles, was damit verbunden ist, hat eine längere Pause verdient. Und wir auch. Wellness und Digital Detox passen wunderbar zusammen. Weniger ist mehr. Vielleicht posten wir etwas am Ende der Woche. Erstmal in die Salzgrotte. So sehen jetzt unsere Meeting Räume aus. Durchatmen – wunderbar!

Ein Grottengang dauert 45 Minuten. Damit die Atmosphäre ruhig bleibt, sind wir überpünktlich in der Solemar Therme erschienen. Jetzt liegen wir genüsslich in der Salzluft. Tief einatmen. Die Luft in der Totes-Meer-Salzgrotte ist mit Sole angereichert. Das soll lindernd bei Atemwegserkrankungen wie Asthma oder Bronchitis wirken. Salz und Ruhe legen die Atemwege frei. Und ein paar gute Gedanken kommen gleich mit. In der Grotte sind wir gemeinsam mit 10 Gästen und 9.500 naturreinen Salzziegeln. Das Tote-Meer-Salz ist hoch löslich. Die Luft reichert sich mit negativen Ionen an. Ist ja eigentlich egal, wie es funktioniert. Hauptsache, es tut gut.

Was wir einatmen, sind sozusagen die historischen Wurzeln von Bad Dürrheim. Ohne Salz wäre hier nur ein normales Dorf. Das Salz entdeckte man 1822 im Untergrund. Seit mehr als hundert Jahren wird die Sole für Badekuren genutzt. Heute ist Bad Dürrheim das höchstgelegene Soleheilbad Deutschlands. Bitte nicht verwechseln mit Bad Dürkheim. Das soll ja auch ein schönes Soleheilbad sein, befindet sich aber außerhalb unseres Zuständigkeitsbereiches. Eselsbrücke: Bad Dürrheim mit Doppel-R liegt in der Baar mit Doppel-A. Natürlich darf man zugeben, dass die 733 Meter Meereshöhe beim Wohlgefühl eine untergeordnete Rolle spielt. Anders als die sieben Saunen der Solemar Therme. Für jeden Wochentag eine.

Neuerdings hat die Schwarzwald-Sauna sieben edle Schwitzkästchen: Meditationssauna, Zirbelstube, Backstube, Müllerstube, Stollensauna, Mühlradsauna und Birkensauna. Die Themensaunen decken alles ab: von groß bis winzig. Von 55 bis 90 Grad Celsius. Versteht sich von selbst, dass die Aufgüsse in der Stollensauna dem Salzabbau gewidmet sind. Draußen steht ein imposantes Gradierwerk. In einer solchen Anlage wurde früher das feine Salz hergestellt. Um den Wechsel zwischen heiß und kalt zu perfektionieren, kann man ins Dampfbad und die Eisgrotte, ins Außenbecken oder unter den Dorfbrunnen. Wie gesagt: Alles kann, nichts muss. Das gepflegte Auf-der-faulen-Haut-liegen gehört schließlich auch zum Wellness-Programm. Doch man darf zugeben, dass die Wissenschaft recht hat, wenn sie behauptet: Etwas Aktivität fördert die Entspannung. Wir spüren das in jeder Pore. Das tut sooooo gut.

Darum laufen wir den Barfußpfad gleicht mehrmals. Spazieren mit nackter Sohle liegt aktuell im Trend. Wir können das verstehen. Der Pfad in Bad Dürrheim gilt unter Barfußkennern als besonders feiner Spaziergang. Bei den angenehmen runden Steinen gibt es keine zwei Meinungen. Es fühlt sich fein an, wenn das zarte Eigengewicht die Fußsohlen massiert. Als besondere Barfuß-Genussmenschen gelten diejenigen, die es genießen, wenn der Mulch durch die Zehen nach oben quillt. Der Pfad führt auch am Gradierwerk vorbei. Wie die Salzanreicherung funktioniert, lassen wir uns morgen erklären. Schließlich haben wir heute Abend noch einen letzten Termin. Und auch zu diesem werden wir pünktlich erscheinen. Schließlich wollen wir jeden Gang ausführlich genießen.

Noch zwei letzte Gedanken, bevor die Kellnerin das Amuse-Gueule bringt. Erstens: Gepostet wird heute nicht. Und morgen vermutlich auch nicht. Wozu auch? Zweitens: Bad Dürrheim ist zwar einzigartig, aber man sollte auch die anderen Soleheilbäder in Württemberg und Baden in Betracht ziehen – als da wären Stuttgart, Bad Rappenau, Bad Wimpfen, Bad Mergentheim und Bad Schönborn. Das wollten wir noch erwähnt haben. Mehr muss gar nicht sein, der Wellness wegen. Oder sollen wir uns später an der Bar treffen? An der Bar mit Einfach-A.