Wir pilgern ins Pilzparadies

Wir pilgern ins Pilzparadies

06. August 2015
Ingeborg

Wir pilgern ins Pilzparadies

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Der Schwäbische Wald ist ein Pilzparadies. Jedes Jahr im Herbst verbringen wir mit einem kleinen Freundeskreis ein verlängertes Wochenende in verwunschenen Orten wie Bäumlesfeld oder Bubenorbis oder Hohenbrach. Wir stromern durch die Wälder, kehren in Landgasthöfen ein, probieren unbekannte Leckereien wie den regionalen Blooz, einen salzigen Kuchen. Dabei gilt es nicht, möglichst viele Kilometer zurückzulegen oder mit Muskelkater heimzukehren. Nein, wir legen jeglichen Ehrgeiz ab, geben uns ganz dem Genusswandern, den Entdeckungen der Natur und den Überraschungen des Wetters hin.

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Gerne starten wir in Hohenbrach, dessen Fernmeldeturm auf der höchsten Erhebung des Schwäbisch-Fränkischen Waldes ein weithin sichtbares Orientierungszeichen bietet. Über Grab wandern wir am Limes und an Resten römischer Wachttürme entlang, durch ruhige, lichte, schier endlose Wälder. Nach feuchtwarmem Wetter sprießen Steinpilze und Brombeeren, schillernde Käfer krabbeln über Fliegenpilze. Wir bücken uns hier und da, kommen schon mal vom Weg ab und glauben zuweilen im flirrenden Spätsommerlicht einen behelmten römischen Legionär am Grenzwall patrouillieren zu sehen.

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Nach so viel Visionen ist bodenständige Einkehr angesagt. Auf der Höhe der ehemaligen Hankertsmühle halten wir uns nach links und folgen dem Flüsschen Rot bis zur Rösersmühle. Das zünftige, mit Schindeln verkleidete Lokal Zur Einkehr wird am Wochenende sehr liebevoll von Hans Schoch betrieben. Auf ausdrücklichen Wunsch erhalte ich meist mein Leibgericht: Käsespätzle mit tagesfrischem Salat aber auch die hausgemachten Maultaschen oder die frischen Blechkuchen sind mehr als empfehlenswert. Wer ahnt schon in dieser schattigen Abgeschiedenheit, dass Felix Huby in einem seiner Krimis die Location verarbeitet hat?

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Wenn uns der Sinn mehr nach Selbstversorgung steht, wandern wir weiter über eine sanft geschlungene Straße bis hoch zum Grillplatz und Spielplatz Mönchsberg. Hier kreuzt der Fuxi-Pfad mit 19 Stationen, hier finden besonders unsere Kinder ihren Spaß!

Welch urtümliches Glück, wenn wir auf den Bänken des gut ausgestatteten Grillplatzes die Pilzausbeute putzen und klein schneiden und später über einem selbst entfachten Feuer garen, mit Salz und Pfeffer und etwas Sahne.

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Satt und müde folgen wir dem weiteren Weg, der mit einem blauen Balken gekennzeichnet ist, zurück zu unserer Unterkunft in Hohenbrach. Die Adresse verraten wir ein ander Mal – so lange genießen wir das reichhaltige saisonale und regionale Frühstück und freuen uns schon auf unsere Wanderung im nächsten Jahr.

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Und natürlich haben wir euch eine Postkarte geschickt. Schaut gleich morgen mal in euren Briefkasten!

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