Ein Wochenende am Bodensee: Konstanz und Meersburg
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Ein Wochenende am Bodensee: Konstanz und Meersburg

24. September 2018
Katrin Lehr, VIEL UNTERWEGS

Wer noch nie am Bodensee war, sollte dies schleunigst nachholen. Wir in Baden-Württemberg lieben unser „Meer“ so sehr, dass ich schon von „Meer“ spreche, obwohl der Bodensee eigentlich ein See ist.

Hier findet ihr alles: Traumhaft gelegene Strandbäder und Thermen, tolle Radwege, historische Gebäude, Weinberge, kulinarische Leckereien und Unterkünfte jeder Art. Immer wieder komme ich hier her. Falls ihr mal an den Bodensee fahren wollt, habe ich jetzt die besten Tipps für ein Wochenende in Konstanz und Meersburg.

Ein Tag in Konstanz

Ein Tag in Konstanz solltet ihr mit einem guten Frühstück beginnen. Hier bieten sich einige Möglichkeiten: Mein Lieblings-Ort ist das Café Zeitlos. Im kleinen Garten könnt ihr hier im Sommer idyllisch frühstücken. Das Menü ist recht simpel: Ihr könnt einfach ankreuzen, wonach euch ist und somit euer eigenes Wunsch-Frühstück kreieren.

Café Zeitlos, Konstanz
Café Zeitlos in Konstanz - © Katrin Lehr, viel-unterwegs.de

Nur ein paar Meter weiter befindet sich das Voglhaus - Café und Kaufhaus. Schon die Auswahl des Kaffees aus diversen Herkunftsländern ist groß. Was mich freut: Es gibt hier Kaffee von der Fairtrade -Rösterei Kaffeehaus Hagen aus meiner Heimat Heilbronn. Der ist lecker, probiert ihn mal aus!

Dazu gibts hier kleine Snacks für den kleinen und größeren Hunger.

Seid ihr gesättigt, könnt ihr direkt nebenan in das dazu gehörige Kaufhaus spazieren. Besonders urig ist der Gang durch den Keller.

Sind wir schon beim nächsten Thema: Shoppen. Das könnt ihr in Konstanz am Besten in den kleinen Seitengassen der Altstadt. Besonders erwähnen möchte ich den kleinen chacha Laden. Er führt viele Fairtrade Marken und hat auch einige meiner Lieblingsbücher zur Reiseinspiration im Angebot. Schaut mal rein am St.-Stephansplatz 16.

Sightseeing und die schönsten Orte in Konstanz.

Shopping-Tour beendet? Dann könnt ihr eine kleine Pause am Seeufer einlegen. Besonders entspannend fanden wir die kleine grüne Meile mit Bäumen und Bänken direkt am Seeufer. Im Sommer könnt ihr das Treiben im Hafen beobachten und im Schatten entspannen. Hier fühle ich mich immer wieder wie am Meer. Das Urlaubsflair, die Luft und das perfekte sommerliche Wetter – welches ich hier immer wieder perfekt erwische – lassen mich komplett abschalten.

Wenn ihr schon im Hafen seid, kommt ihr an der Imperia nicht vorbei: Das weltweit größte Denkmal einer Kurtisane und gleichzeitig Konstanz’ „Freiheitsstatue“. Die Imperial findet ihr am Ende des Hafenstegs und dreht sich innerhalb 4 Minuten einmal um ihre eigene Achse.

Imperia Konstanz, Katrin Lehr
Hafenfigur Imperia in Konstanz - © Katrin Lehr, viel-unterwegs.de

Direkt davor liegt die historische Fähre Konstanz. Sie war nicht nur die erste Autofähre auf dem Bodensee, sie war überhaupt die erste Fähre für Kraftfahrzeuge auf einem Binnensee in Europa (Sie ging 1928 in Betrieb)!

Schaut ihr Richtung Bahnhof und Altstadt erblickt ihr das historische Konzilgebäude von Konstanz. Im 13. Jahrhundert wurde das massive Gebäude als Warenlager errichtet. Während des Konzils fand hier im Jahr 1417 das Konklave zur Wahl des Papstes Martin V. statt. Heute wird das Gebäude als Festsaal, Kongresszentrum und Restaurant genutzt. Der Biergarten ist prima und lohnt sich für eine Pause. Falls der Hunger groß ist, kann ich euch hier das Essen wirklich empfehlen.

In unmittelbarer Nähe befindet sich die alte Rheinbrücke. Von hier erblickt ihr die Seestraße mit ihren wunderschönen Gebäuden. Der Blick ist von der Brücke am besten.

Konstanz Rheinbrücke, Katrin Lehr
Rheinbrücke in Konstanz - © Katrin Lehr, viel-unterwegs.de

Wenn ihr noch nicht müde seid, solltet ihr durch den ältesten Stadtteil Niederburg gehen. Die Gassen hier sind besonders eng, verwinkelt und die Häuser echt sehenswert.

Konstanz Niederburg, Katrin Lehr
Stadtteil Niederburg in Konstanz - © Katrin Lehr, viel-unterwegs.de

Falls ihr dann noch Energie habt, wartet das Konstanzer Münster und der Aufstieg zum Münsterturm auf euch. Kurz vor Sonnenuntergang ist das Licht am besten. Hier habt ihr garantiert den besten Blick auf Konstanz (Ticket nur 2 €).

Falls das Wetter für all diese Tipps nicht mitspielt, solltet ihr der Bodensee-Therme Konstanz einen Besuch abstatten. Gute Aussicht und Entspannung habt ihr hier garantiert.

Am Abend geht’s zurück zum Hotel. Wir haben etwas außerhalb im Ko’Ono gewohnt. Mit Glück gibts ein Zimmer mit Hängematte, in dem dazugehörigen Restaurant könnt ihr zwischen Burgern und hawaiianischer Poke Bowl entscheiden. Ein perfekter Ausklang des Tags.

Hotel-Tipp für Konstanz:

Ko’Ono in Litzelstätten. Das Hotel befindet sich etwas außerhalb, allerdings ist das Netz an Öffentlichen Verkehrsmitteln hervorragend. Die Fahrt mit dem Bus dauert ca. 20 Minuten bis zum Bahnhof in Konstanz. Nach Konstanz möchte man sowieso nicht mit dem Auto fahren. Parkplätze sind Mangelware oder teuer.

Ein Tag in Meersburg

Frisch erholt geht es am Morgen mit der Fähre nach Meersburg. Die Überfahrt dauert ca. 15 Minuten. Je früher ihr loskommt, umso ruhiger ist es in dem idyllischen Örtchen noch. Denn dass Meersburg mit seiner Ober- und Unterstadt inmitten der Weinberge wunderschön ist, hat sich herum gesprochen.

Gutes Frühstück gibts im POP Kaffeeladen. Entscheidet euch zwischen Müsli und Bagels oder den täglich wechselnden Angeboten.

Meersburg Pop Kaffeeladen, Katrin Lehr
POP Kaffeeladen in Meersburg - © Katrin Lehr, viel-unterwegs.de

Ihr befindet euch schon inmitten des „Geschehens“ und könnt ihr durch die malerischen Gassen schlendern. Besucht die Burg, das Neue Schloss und das Staatweingut. Überall habt ihr einen Blick auf den Bodesee. Besonders schön ist er von der Gutsschänke. Mittagessen mit Aussicht gibt es hier im für mich gemütlichsten Restaurant Meersburgs.

Meersburg, Katrin Lehr
Gassen in Meersburg - © Katrin Lehr, viel-unterwegs.de
Meersburg Ausblick, Katrin Lehr
Ausblick auf den Bodensee in Meersburg - © Katrin Lehr, viel-unterwegs.de

Spätestens am frühen Mittag wird das kleine Örtchen oft von Touristen „geflutet“. Was bietet sich besser an, als in die Meersburger Therme zu entfliehen? Urlaub vom Urlaub. Die Saunalandschaft mit Hamam, Saunen mit Blick auf den See und herrlichen Liegewiesen lassen den Stress vergessen. Einfach abschalten und genießen! Wem nicht nach Sauna ist, sollte das angebundene Schwimmbad oder Freibad aufsuchen. Ein Sprung in den Bodensee inklusive.

Meersburg Therme, Katrin Lehr
Meersburg Therme - © Katrin Lehr, viel-unterwegs.de

Zum Ende des Tages empfehle ich, ein Restaurant rund um den Schlossplatz oder in der 2. Reihe hinter der Seepromenade aufzusuchen. Besonders gemütlich und gut gegessen haben wir in der Meersburger Winzerstube. Zwiebelrosbraten mit Spätzle, dazu lokalen Wein. Perfekter könnt ihr ein Bodensee Wochenende nicht ausklingen lassen, oder?

Hotel-Tipp für Meersburg:

Flair Hotel zum Schiff, in erster Reihe an der Seepromenade. Mit Glück habt ihr ein Zimmer mit Seeblick.

Katrin Lehr, VIEL UNTERWEGS

Katrin Lehr, VIEL UNTERWEGS

Katrin Lehr hat gewagt, wovon andere träumen: Sie hat ihr Hobby zum Beruf gemacht, ihren Job gekündigt, und reist seitdem um die Welt. Ihre Reiseberichte mit Fotos veröffentlicht sie auf viel-unterwegs.de, einem der einflußreichsten Reiseblogs in Deutschland.

Sie steckt mit ihrer Reiseleidenschaft an, weckt Fernweh und verrät dazu praktische Tipps & Tricks für Reisen. Der Fokus liegt auf ungewöhnliche Reiseerlebnissen, individuelle Reisen als auch Städtereisen nah und fern. Die Baden Württembergerin liebt ihre Heimat und entdeckt diese immer wieder neu als Reiseziel.