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Geheimtipps in Schwäbisch Hall

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"Sieder" in Schwäbisch Hall

Die Stadt der Salzsieder

Hall: Der Name der Stadt steht für ihre uralte Tradition der Salzgewinnung. Wer die Tradition der Salzsieder auf besonders anschauliche Art und Weise erleben möchte, hat dazu am jährlichen Salztag im Oktober Gelegenheit: Besucher können bei Schauvorführungen sehen, wie mit Feuer und Rauch das weiße Gold einst hergestellt wurde. Die Salzgewinnung prägte die Stadt nachhaltig, an vielen Stellen sind die Spuren der Salzsieder noch allgegenwärtig. Salz war das „weiße Gold des Mittelalters". Durch den damit verbundenen Handel wurde Schwäbisch Hall wohlhabend, die prachtvollen Bauten und architektonischen Besonderheiten zeugen bis heute davon. Im sogenannten Haalamt wurden über Jahrhunderte die Geschicke der Salzsieder gelenkt. Das Recht, aus der Sole der Haalquelle Salz zu sieden, stand nur den Siedeberechtigten zu. Die Sieder organisierten sich selbst, als Verwaltungssitz unterhielten sie das Haalamt, das nach dem Stadtbrand 1728 erbaut wurde. Auf Wunsch gewährt der Haalrat Einblick in die genealogischen Bücher, nach denen die „Ewige Siedersrente" berechnet wird.

Die Geheimnisse der Löwen-Apotheke

Zu den eindrucksvollsten spätmittelalterlichen Gebäuden in Schwäbisch Hall zählt die Löwen-Apotheke. Sie liegt direkt am Marktplatz und erzählt viele Geschichten aus der Vergangenheit. Herzstück ist die ehemalige „Offizin“, eine Werkstatt, in der einst Medikamente gemischt wurden. Die sogenannte „Materialkammer“ stammt aus dem späten Barock um 1730 bis 1740 und ist mit ihren liebevoll bemalten Schubladen, einer Kassettendecke und einem großen Glasschrank sehr gut erhalten. Auch heute noch lagern in den 400 Schubfächern allerlei Teedrogen und Chemikalien, die teilweise museumsreife Anschauungsobjekte darstellen oder noch immer im täglichen Gebrauch stehen. Gerne gibt der heutige Inhaber darüber Auskunft, welche Medikamente und Heilmittel in alter Zeit in Gebrauch waren, welche sich bewährt haben und welche für immer in den Schubladen der Geschichte verschwunden sind.

Genussvolles aus den Kornhausscheunen

Genießer finden in der  „Markthalle Kornhausscheunen“ der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall ihr kleines Paradies. Mitten im Stadtzentrum (Kornhausstraße 6)  bleiben auf 320 Quadratmeter Fläche keine kulinarischen Wünsche offen. 22,5 Meter misst allein die Metzgertheke: Es gibt Fleisch vom Schwäbisch-Hällischen Landschwein, vom Boeuf de Hohenlohe und vom Hohenloher Lamm. Dazu Dry Aged Beef, in einem speziellen Schrank gereiftes Rindfleisch. Die Produktpalette der Erzeugergemeinschaft ist groß: Neben echt Hällischen Wurstwaren wie luftgetrocknetem Schinken oder würziger Salami gibt es fair gehandelte Bio-Gewürze und eigene Senfspezialitäten. Käsespezialitäten liefern regionale Kooperationspartner. Obst und Gemüse kommen unter anderem aus den Demeter-Gärtnereien der Sozialtherapeutischen Gemeinschaften Weckelweiler. Eine integrierte Konditorei präsentiert im Scheunen-Café gesunde Konditoreiprodukte und traditionelle Backwaren. Für Frühstück, Mittagessen oder einen Snack gibt es Sitzecken im Erdgeschoss auf der Galerie sowie im Freien.