Was Zeit braucht, wird auch gut.

Slowfood aus dem Süden

Ein reichlich gedeckter Tisch mit einer Käseplatte, Obst und einem Blech Zimtschnecken.
Slowfood - Oder genussvolles, bewusstes und regionales Essen

BW Story - Hirsch & Greif

Slowfood - Oder genussvolles, bewusstes und regionales Essen

Viele Dinge brauchen Zeit und Muße, um gut zu werden. Schon die alte Redensart „Gut Ding will Weile haben“ zeugt davon, dass gute Ergebnisse meist nicht schnell erzielt wurden. Noch heute verbinden wir mit einer gewissen Reife auch eine höhere Qualität. Vielleicht erwarten wir auch ein gewisses Maß an Erfahrung. Ganz sicher spüren wir die gehörige Portion Leidenschaft, für das, was man tut. 

Bei einer kulinarischen Reise durch Baden-Württemberg haben wir ein Potpourri heimischer Produkte zusammengestellt. Sie repräsentieren diese besondere Einstellung ihrer Erzeugerbetriebe.

Ein Stück heile Welt

1. Region Stuttgart: Eselsmühle

Ein Stück heile Welt

Eine Person knetet in einer Backstube zwei kleine Brote in ihren Händen.

Das Demeter-Brot wird noch in guter alter Handarbeit hergestellt.

Ein Bäcker steht vor einem Holzofen und hat drei große fertiggebackene Laibe Brot herausgeholt.

Die frischen Brote aus dem Holzofen sind knusprig und lecker.

Nahaufnahme eines angeschnittenen Brotes.

Das knusprige Steinofenbrot wird in einem der acht Holzöfen gebacken.

Nahaufnahme einiger Brote die in einem Holzregal liegen.

In der Mühlenstube in Musberg können die Demeter-Brote gekauft werden.

Eine Eselfamilie, die zur Stammbelegschaft der Mühle gehört. Acht Holzöfen, in denen Demeter-Brot gebacken wird. Und ein komplexes Zusammenspiel von Teig, Holz, Hitze und Lavasteinen. Klingt nach guter alter Zeit und richtig gutem Brot. Ist in der Eselsmühle aber zum Glück hochaktuell. Einfach in der Mühlenstube in Musberg bei Stuttgart vorbeikommen und selbst genießen. 

eselsmuehle.com

Slow Brewing

2. Schwarzwald: Rothaus 

Slow Brewing

Vier große Braukessel stehen in einem Innenraum der Staatsbrauerei Rothaus.

Slow Brewing bedeutet keine beschleunigte Lagerung oder forcierte Gärung.

Außengelände der Staatsbrauerei Rothaus mit Holzfässern auf der linken Seite und der großen Brauerei rechts.

Die Staatsbrauerei bietet Gästen eine eigene Erlebniswelt.

| © Klaus Hansen
Ein Mann und eine Frau sitzen in einer gemütlichen Gaststube in Tracht und stoßen mit einem Bier zusammen an.

Bei Tannenzäpfle und Co. schmeckt man den Schwarzwald im Glas.

| © TMBW, Foto: Christopf Düpper

Die Badische Staatsbrauerei Rothaus verspricht den Schwarzwald im Glas für Tannenzäpfle und Co.. Seinen würzigen Geschmack verdankt das Bier dem heimischen Aromahopfen und Malz. Aber auch das Quellwasser aus dem Hochschwarzwald spielt eine wichtige Rolle. Die Brauerei verzichtet auf eine beschleunigte Lagerung oder forcierte Gärung. Damit wird Rothaus Bier richtig gut. 

rothaus.de

Nicht alles Käse

3. Hohenlohe: Langenburger Schafkäserei NORBERT FISCHER

Nicht alles Käse

Ein Mann riecht an einem kleinen Laib Käse.

Ein guter Hartkäse reift sechs bis zwölf Monate.

| © Udo Bernhart
Auf einem Holzbrett liegen verschiedene Stücke Käse.

Aus der Schafsmilch stellt der Schäfer feinen Käse in Handarbeit her.

| © Udo Bernhart
Ein Mann hält vor sich eine Eiswaffel mit zwei verschiedenen Kugeln Eis darin.

Himbeere, Kaffee, Molke-Ingwer - Norbert Fischer stellt aus seiner Schafsmilch auch Eisspezialitäten her.

| © Udo Bernhart
Ein Schäfer läuft mit seiner Schafherde und einem Hund über eine Wiese.

Mehr als 250 Schafe leben mit Norbert Fischer auf seinen Hof in Hohenlohe.

| © Udo Bernhart
Ein Schäfer steht mit seinen Schafen auf einer Wiese.

Norbert Fischer liebt seine Tiere und die Aussichten wie die auf Schloss Langenburg.

| © Udo Bernhart
Schafe weiden auf einer Wiese. Im Hintergrund liegt das Schloss Langenburg.

Die 250 Schafe sind tagsüber draußen auf saftigen Weiden. 

| © Udo Bernhart

Norbert Fischers Demeter-Hof liegt zwischen Feldern und Wiesen im Nordosten Baden-Württembergs. Seit 35 Jahren wird hier die Kunst des Käsemachens betrieben. Wenn Kunden erst einmal von den feinen Milchprodukten gekostet haben, kommen sie wieder. Denn anders als oftmals erwartet, schmeckt die Schafmilch nicht wie Ziegenmilch. Sie ist neutral, in etwa vergleichbar mit Kuhmilch. Aber sie ist etwas weicher, da sie einen höheren Fettgehalt hat. Dadurch eignet sich die Schafmilch auch besonders gut zur Herstellung von Eiscreme. 

schafkaese.com

Genuss braucht Zeit

4. Region Heilbronn: Weinsüden Vinothek - Wein Villa Heilbronn 

Genuss braucht Zeit

An einem Tisch in einer Vinothek stoßen zwei Personen mit Weingläsern an.

Insgesamt 16 Weinbaubetriebe bieten in der Wein Villa ihre Weine an. Natürlich kann da auch gegessen werden.

| © Tricky Tine
In einem Weinberg steht ein grüner Eimer in dem schon geerntete Trauben liegen.

Die Weinlese findet hauptsächlich in Handarbeit statt.

| © Tricky Tine
Außenbereich der Wein Villa Heilbronn mit roten Sonnenschirmen und Tischen und Stühlen. Vor dem Eingang stehen ein Mann und eine Frau.

Die wunderschön renovierte alte Fabrikantenvilla aus dem 19. Jahrhundert hat auch einen schönen Außenbereich.

| © Tricky Tine
Historische Außenfassade der Wein Villa Heilbronn.

Die Wein Villa ist als offizielle 'Weinsüden Vinothek' ausgezeichnet und auf die regionalen Weinerzeuger und deren Weine spezialisiert

| © Tricky Tine
Ein reichlich gedeckter Tisch mit Wein und einem überbackenen Gericht in der Weinsüden Vinothek.

In der Wein Villa kann man in schöner Atmosphäre die Weinwelt Heilbronns verkosten. Die Küche bietet eine moderne bodenständige Küche. 

| © Tricky Tine
Blick durch Weinbergzeilen.

Die facettenreichen Lagen und Böden ermöglichen eine große Vielfalt an Weingeschmacksrichtungen.

| © Tricky Tine
Die Weinberge rund um Heilbronn bieten einen fantastischen Blick über die Stadt und die angrenzenden Weingebiete.

Die Weinberge rund um Heilbronn bieten einen fantastischen Blick über die Stadt und die angrenzenden Weingebiete.

| © Tricky Tine

Genuss braucht Erfahrung und diese wiederum Zeit. In der Wein Villa Heilbronn erhalten Gäste einen Überblick über die große Vielfalt an Weingütern und deren Weinsorten aus dem Umland. Insgesamt 16 Weinbaubetriebe aus der Region bieten hier ihre Weine an. Die Villa selbst ist eine wunderschön renovierte alte Fabrikantenvilla aus dem späten 19. Jahrhundert. Sie bietet mehrere unterschiedlich große Speisezimmer. In diesen finden individuelle Weinproben statt. Natürlich kann in der Wein Villa auch gegessen werden. 

wein-villa.de 

Schwäbisches Wiesenobst für köstliche Priseccos

5. Schwäbische Alb: Manufaktur Jörg Geiger

Schwäbisches Wiesenobst für köstliche Priseccos

Ein reichlich gedeckter Tisch mit einer Käseplatte, Obst und einem Blech Zimtschnecken.

Die landwirtschaftlichen Betriebe liefern ihr geerntetes Obst, welches zu köstlichen Priseccos und anderen Kreationen verarbeitet wird.

| © Tricky Tine
An einer Wand hängen in mehreren Metallgerüsten einige Holzfässer.

In Holzfässern wird der Most gelagert. 

| © Tricky Tine
Nahaufnahme einiger Birnen die an einem Baum wachsen.

Die alte Birnensorte 'Stuttgarter Gaishirtle' schmeckt eher trocken und herb. Aber durch den hohen Phenolgehalt eignet sich sich gut zur Herstellung köstlicher Getränke.

| © Tricky Tine
Nahaufnahme eines Obstbaumes an dem Kirschen wachsen.

Schwäbisches Wiesenobst wie die Kirsche wird in traditioneller, extensiver Wirtschaft angebaut.

| © Tricky Tine
Nahaufnahme eines Obstbaumes an dem Äpfel hängen.

Für Obst in Bio-Qualität gibt es Bonuspunkte. Swabian Fairplay sozusagen!

| © Tricky Tine
Unter einem Obstbaum steht eine kleine alte Holzhütte.

In Sachen Gesundheit sind alte Obstsorten interessant: Die Gerbstoffe wirken nachweislich gegen Herzerkrankungen und senken das Krebsrisiko.

| © Tricky Tine
Nahaufnahme eines Obstbaumes an dem Äpfel wachsen.

Boskoop und Gewürzluiken gehören zu den alten Apfelsorten.

| © Tricky Tine

Die Streuobstwiesen der Schwäbischen Alb gehören zu den größten Streuobstlandschaften Europas. Sie erstrecken sich über 26.000 Hektar. Jörg Geiger in Schlat bei Göppingen pflegt besonders alte Obstsorten. Er möchte diese wieder bekannter und beliebter machen. Die Produktion seiner Erzeugnisse findet nur regional unter dem Namen seiner Manufaktur statt. Er verzichtet auf externe Zwischenschritte. Sein Obst bezieht er von über 700 Landwirtschaftsbetrieben aus der Region. Dabei sind Apfelsorten wie ‚Gewürzluiken‘ oder ‚Goldparmäne‘. Birnensorten tragen charmante Namen wie ‚Stuttgarter Gaishirtle‘ oder ‚Champagner Bratbirne‘. Der Anbau des schwäbischen Wiesenobsts setzt sich für die nachhaltige und langfristige Erhaltung der Landschaften ein. Dazu gehört auch der Schutz von Lebensräumen und Artenvielfalt in der Region. 

manufaktur-joerg-geiger.de

Von Ziegen – und der Ziegenkäseliebe

6. Zollernalb: Ziegenhütte Dietz 

Von Ziegen – und der Ziegenkäseliebe

An einem Holzzaun stützen sich drei Ziegen ab um über den Zaun sehen zu können.

Auf dem Hof leben rund einhundert Ziegen. Wenn sie mit den Kindern nicht auf Streifzügen sind, entscheiden die Ziegen selbst ob sie sich gerade lieber im warmen Stall oder draußen aufhalten wollen.  

| © Tricky Tine
Drei weiße Ziegen fressen von dem Heu welches vor ihnen ausgebreitet liegt.

Auf eigenen kräuterreichen Wiesen erzeugt Familie Dietz duftendes Heu, das ihre Ziegen bekommen. Sie verzichten bei der Bewirtschaftung komplett auf chemische Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger. Damit wird eine hohe Milchqualität erreicht.

| © Tricky Tine

Regional, natürlich, lecker – das sind die Werte und der Kern von Familie Dietz. Ihr Bio-Bauernhof befindet sich im Süden der Schwäbischen Alb, zwischen Albstadt und Sigmaringen. Ziegen zählen zu den ältesten Haustierrassen. Seit über 10.000 Jahren nutzt der Mensch ihre vielfältigen Produkte: Sie liefert Milch, Käse, Fleisch und Fell. In unseren Breitengraden verlor die „Kuh des kleinen Mannes“ nach dem zweiten Weltkrieg an Bedeutung. Heute erlebt die „Bahnwärterkuh“, wie die Ziege landläufig auch heißt, eine kleine Renaissance. Der Familienbetrieb wird mit Freude und Überzeugung geführt. Die Ziegen sind ihre Berufung. Das schmeckt man. Mit ihrem Bio-Ziegenkäse haben sie mehrfach den Deutschen Käsepreis gewonnen. Im Hofladen können die Käsesorten vorher probiert werden.

ziegenhuette.de

Täglich frisch von der Gemüseinsel

7. Reichenau: Reichenau Gemüse eG.

Täglich frisch von der Gemüseinsel

Kloster Reichenau mit angrenzendem Kräutergarten.

Schon im 8. Jahrhundert wurde auf der Reichenau von Benediktinermönchen rund ums Kloster Gemüse angebaut.

| © Tricky Tine
In einem Gewächshaus werden Tomaten angepflanzt.

Strauchtomaten werden in liebevoller Handarbeit gezüchtet und geerntet.

| © Tricky Tine (Christine Garcia Urbina)

Das milde Klima der Insel Reichenau sorgt für perfekte Anbaubedingungen für allerlei Gemüsesorten. Die ersten Spuren des Gemüseanbaus finden sich schon im 8. Jahrhundert. Damals haben Benediktinermönche rund um ihr Kloster Gemüsegärten angepflanzt. Auf der Gemüseinsel können ganzjährig verschiedenste Sorten geerntet werden. 60 verschiedene Gärtnereien produzieren Gemüse für die Genossenschaft. Das sind jährlich ca. 60.000 Tonnen. Exportiert wird ausschließlich nach Baden-Württemberg und Bayern. Regionales Gemüse steht für kurze Transportwege. Damit wird ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Übrigens: inzwischen sind etwa 40 Prozent des Reichenau-Gemüses in Bio-Qualität.

reichenaugemuese.de

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