Thermalbäder & Thermen

Ob ein Besuch in einer Therme oder ein privates Zuberbad, nichts ist so entspannend wie ein heißes Bad in angenehmer Atmosphäre. In den vielen Thermal- und Mineralbädern Baden-Württembergs finden Ruhesuchende rundum Erholung und können die gesunde Kraft des Heilwassers erleben.

Adelindistherme Bad Buchau
Adelindistherme Bad Buchau - © Oberschwaben Tourismus GmbH

Baden-Württemberg ist vor allem für seine zahlreichen Thermalquellen bekannt. Das warme und mineralstoffhaltige Wasser hat einen positiven Einfluss auf das individuelle Wohlbefinden: Es fördert die Durchblutung und wirkt entspannend. Durch den Auftrieb im Thermalwasser werden außerdem Muskeln und Gelenke entlastet. Bei Wasser mit hohem Salzgehalt (mindestens 5,5 g Natrium– und 8,5 g Chloridionen je Liter = Sole) verstärkt sich dieser Effekt zusätzlich. Gerade für ältere und in ihrer Bewegung eingeschränkte Menschen oder Menschen mit Gelenkproblemen sind Bäder in Solewasser daher besonders empfehlenswert. Echtes Thermalwasser zeichnet sich durch eine hohe Temperatur bereits an der Quelle aus: Mindestens 20 Grad Celsius muss es warm sein, damit es sich überhaupt Thermalwasser nennen darf. In den meisten Fällen wird es vor der Nutzung im Becken aber noch auf eine angenehme Badetemperatur von 35 bis 38 Grad Celsius erwärmt.

Jede Thermal- oder Heilquelle ist in ihrer Zusammensetzung ein Original. Deshalb kann auch jedes Heilbad eine Spezialisierung vorweisen. Je nach Zusammensetzung des Wassers werden seine heilenden Kräfte auf unterschiedliche Weise eingesetzt: Bei Trinkkuren wird das Heilwasser in Mengen zwischen 100 und 1500 ml verabreicht. Mangelerscheinungen werden beispielsweise mit magnesium-, jod- oder calciumartigem Wasser bekämpft. Trinkkuren mit hydrogencarbonathaltigem Wasser wirken lindernd bei einer Reizung der Magenschleimhaut. Auch Radonwasser wird häufig als Trinkkur verabreicht und vor allem bei der Therapierung von Schilddrüsenfehlfunktionen eingesetzt.

Als feiner Nebel oder Dampf wirken Heilwässer auch lokal auf die Schleimhäute. Durch das Inhalieren der feinen Tröpfchen werden die Selbstreinigungsmechanismen des Körpers angeregt, festsitzender Schleim in den Atemwegen wird gelöst und Entzündungen werden gelindert. Aerosole, also Tröpfchenpartikel in der Luft, werden insbesondere bei Bronchitis und asthmatischen Erkrankungen eingesetzt. Dampfbäder haben eine ähnliche Wirkung, allerdings entsteht der Nebel bzw. Dampf hier durch Erhitzen des Heilwassers und nicht durch eine Verneblungsmaschine.

Thermalbäder