Fernradweg

Bodensee-Radweg

Der Bodensee-Weg verläuft rings um den Bodensee, der baden-württembergische Teil beginnt in Lindau und führt über Nonnenhorn, Kressbronn und Langenargen nach Friedrichshafen, wo einst am Manzeller Ufer das erste Luftschiff des Grafen Zeppelin in die Lüfte schwebte.

  • Typ Fernradweg
  • Schwierigkeit mittel
  • Dauer 10,29 h
  • Länge 150,5 km
  • Aufstieg 614 m
  • Abstieg 616 m
  • Niedrigster Punkt 393 m
  • Höchster Punkt 554 m

Beschreibung

Wegequalität: überwiegend asphaltiert

Steigungen: fast keine, wenige geringe bis mittlere Anstiege, ein stärkerer vor Sipplingen und eine lange anspruchsvolle Steigung hinter Bodman auf den Bodanrück

Verkehr: Strecke weitgehend ruhig, zwischen Lindau und Ludwigshafen verläuft der Radweg teilweise parallel zur Bundesstraße B 31, zwischen Ludwigshafen und Dettingen sowie Konstanz und Allensbach mäßig starker Verkehr.

Eignung für Kinder oder Ungeübte: gut geeignet mit Ausnahme der Route über den Bodanrück

Naturerlebnis: das Naturschutzzentrum in Eriskirchen; der “Immenstaader Apfelweg“ in Immenstaad; das Affenfreigehege bei Salem; das Wollmatinger Ried; die Marienschlucht bei Langenrain; die Blumeninsel Mainau; die Gemüseinsel Reichenau

Kulturangebot: das Zeppelin-Museum für Technik und Kunst in Friedrichshafen; das gemütliche Fischer- und Winzerdorf Hagnau; Meersburg mit seinem sehenswerten Stadtbild; die Pfahlbauten in Unteruhldingen; die Wallfahrtskirche in Birnau; die Kultur- und Seemetropole Konstanz; die Kloster- und Gemüseinsel Reichenau; die Halbinsel Höri mit dem Hesse-Museum.

Der baden-württembergische Teil des Bodensee-Radweges hat einen ganz besonderen Reiz. Wer hier unterwegs ist, hat stets beides im Blick: Das Wasser und die Berge, die Aussicht auf viele kleine Segelboote, die auf den Wellen wippen und hohe Alpengipfel, auf denen manchmal bis in den späten Frühling hinein noch eine puderzuckerweiße Schicht Schnee liegt. Vor dieser Kulisse lässt man sich treiben, entlang dem Schilfrohr von Naturschutzgebieten, durch Weindörfer, die den Radler mit ihren Reben umschlingen, Apfelplantagen, deren Früchte zum Anbeißen nah sind. Immer wieder taucht eine Klosterkirche auf oder ein altes Weingut oder eine Eisdiele in einer der vielen Fußgängerzonen, die man bei der Tour streift. Es ist die immense Vielfalt gepaart mit einer schönen Streckenführung, die den Bodensee-Radweg zum Erlebnis macht. Ein Erlebnis für Genussradler, die nicht auf Kilometerrekorde aus sind. Die Radroute beginnt im bayerischen Lindau, geht dann in Kressbronn nach Baden-Württemberg über und verläuft mit nur wenigen Anstiegen am Nordufer des Sees entlang. An der Spitze des Überlinger Sees muss man sich dann entscheiden: Für die anstrengende Variante über den Bodanrück oder den sanften Weg über Radolfzell. Es lohnt sich so oder so: Am Zeller See und Untersee warten Konstanz, die Mainau, die Reichenau und die Halbinsel Höri mit dem Hesse-Museum und Dix-Haus darauf, mit dem Rad entdeckt zu werden. Ehe man in Stein am Rhein dann auch schon in der Schweiz ist.

A96 bis Wildberg, auf der B12 in Richtung Weißensberg/ Lindau am Bodensee