Wanderung

Von Tauberbischofsheim nach Wertheim

Die Wanderung von Tauberbischofsheim nach Wertheim führt weitgehend auf den Höhenzügen links und rechts der Tauber entlang.

  • Typ Wanderung
  • Schwierigkeit schwer
  • Dauer 7,26 h
  • Länge 25,6 km
  • Aufstieg 652 m
  • Abstieg 697 m
  • Niedrigster Punkt 140 m
  • Höchster Punkt 337 m

Beschreibung

Die Wanderung bietet teilweise schöne Ausblicke auf das Taubertal und das angrenzende Umland. Teilweise führt der Weg aber auch lange durch einsamen Wald. Der Talgrund wird nur in Gamburg, in Bronnbach  und Wertheim erreicht. Dort besteht jeweils die Möglichkeit, die Wanderung zu beenden und  mit Bahn oder Bus nach Tauberbischofsheim zurückzufahren. In den drei Orten und am Startpunkt in Tauberbischofsheim gibt es Einkehrmöglichkeiten. Der Vorschlag für diese Wanderung im Rahmen der "FN-Sommerserie" der Fränkischen Nachrichten kommt vom Spessartverein Tauberbischofsheim. Er basiert auf dem "Panoramaweg Taubertal" des Tourismusverbandes "Liebliches Taubertal" (ein "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland").
Der Bahnübergang südlich des Bahnhofs Tauberbischofsheim ist Ausgangspunkt dieser Wanderung, Begonnen wird sie mit der Überquerung der Bahnlinie in westlicher Richtung. Weiter geht es entlang der Wellenbergstraße aufwärts. Nach einer Linkskurve führen die genannten Markierungszeichen auf einem Fußweg hinauf zum Schirrmannweg unterhalb der ehemaligen Jugendherberge.
Dort rechts abbiegen und auf einem aussichtsreichen Waldrandweg auf halber Höhe bis zur asphaltierten Straße durch das Leintal wandern. Auf dieser Straße zirka 200 Meter nach links laufen, dann geht der Weg nach rechts weg durch ein ansteigendes Tal hinauf zum Hochhäuser Holzlagerplatz. Eine schöne Aussicht bietet sich oberhalb von Hochhausen; hier kann man, falls die Vegetation nicht zu hoch ist, die breiteste Stelle des Taubertals und das Welzbach- und Böttigheimer Tal bis hinüber nach Bayern überblicken.
Vom Holzlagerplatz geht es weiter geradeaus Richtung Norden und wieder in den Wald hinein. Hier lädt eine neu gestaltete Hütte mit Feuerplatz zu einer Rast ein. Später besteht die Möglichkeit, rechts ein Wildgehege zu besichtigen.
Wenn man den Forst wieder verlässt und die Kreisstraße K 2880 kreuzt, sieht man vorne halbrechts den naturgeschützten Apfelberg und auf der linken Seite in einiger Entfernung den Kirchturm der Landgemeinde Uissigheim und den Stahlberg.
Durch den Kammerforst erreicht man nun zunächst die Gamburg und dann die gleichnamige Ortschaft. Dort bietet sich nach 13 Kilometern Wegstrecke eine Einkehr an. Ein Besuch der Kirche mit einer Madonna aus der Riemenschneider-Schule und Werken von Thomas Buscher ist zu empfehlen. Von Gamburg aus ist auch eine Rückkehr nach Tauberbischofsheim mit Bahn oder Bus möglich.
Nach Überquerung der Tauberbrücke in Gamburg und der Landesstraße L 506 wandert man nach rechts und dann links direkt am Gästehaus Martin vorbei links den Berg hinauf. Dabei den linken, nicht den asphaltierten Weg nehmen.
Während des Aufstiegs über einen langsam zuwachsenden Weg kann man in paar Blicke tauberaufwärts auf das Dorf Niklashausen, das in der Zeit vor dem Bauernkrieg durch den „Pfeifer-Hannes“ ein großer Anziehungspunkt war, erhaschen. An einer kleinen Kapelle lockt ein schattiger Rastplatz. Später sieht man auf der linken Bergseite erneut die Gemeinde Uissigheim und unten an der Tauber die sagenumwobene Eulschirbenmühle.
Auf einem Höhenwaldweg geht es Richtung Bronnbach. Der Panoramaweg biegt vorher nach rechts ab hinauf zum „Schafhof“, einem stattlichen Gebäudeareal, durch das der Weg hindurchführt. Die Verbindungsstraße nach Höhefeld wird überquert und weiter in Richtung Reicholzheim gewandert.
Wer das Kloster Bronnbach besichtigen will, oder die Wanderung beenden und mit Bus oder Bahn zurückfahren möchte, steigt hinab zur Klosteranlage. Wer dann nach Wertheim weiterwandern möchte, hat jetzt die Möglichkeit, 200 Meter auf der L 506 in Richtung Wertheim zu laufen, um dann nach rechts auf einem Waldweg und später auf einem Feldweg über Berg und Tal hinauf auf eine Anhöhe zu gelangen. Dabei immer die Markierungen beachten.
Sobald der Weinort Reicholzheim von oben zu sehen ist, erblickt man auf der rechten Wegseite einen Bildstock und 14 eingemauerte Steinkreuze, die wahrscheinlich von verschiedenen Orten zusammengetragen worden sind. Die Sage aber berichtet, dass an dieser Stelle nach einer Kerwe (Kirchweihfest) 14 junge Leute bei einer Schlägerei umgekommen seien; jedem Opfer habe man zum Gedenken ein Steinkreuz gesetzt.
Der Wanderweg führt oberhalb von Reicholzheim durch den Haidhofwald weiter zur Burgruine Wertheim. Die Stadt Wertheim liegt an der Taubermündung. Sie war die ehemalige Residenz der Grafen von Wertheim. In der sehenswerten Stadtkirche befinden sich Grabmäler der fürstlichen Familie Löwenstein-Wertheim-Freudenberg. Die Kilianskapelle, eine schöne spätgotische Doppelkapelle, wird überragt von der Burgruine, die zu den bemerkenswertesten Bauwerken unseres Raumes zählt. Von ihr aus hat man einen schönen Ausblick auf die Stadt und den Zusammenfluss von Tauber und Main. Auch eine Besichtigung des Glasmuseums ist empfehlenswert.
Die Rückfahrt nach Tauberbischofsheim kann wieder mit der Bahn oder dem Bus erfolgen.
Für eine Besichtigung der Gamburg (Öffnungszeiten siehe www.burg-gamburg.de) des Klosters Bronnbach, sowie der Burg und der Altstadt am Endpunkt Wertheim sollte man gegebenenfalls genügend Zeit einplanen, oder noch einen Tag anhängen.
Vorsicht beim Überqueren der Kreisstraße K 2880 auf der Höhe zwischen Hochhausen und Gamburg sowie beim Überqueren der Landesstraße L 506 nach der Tauberbrücke Gamburg. Einige wurzelige Passagen im Wald erfordern Trittsicherheit und gutes Schuhwerk.
Über die Autobahn A81 bis zur Anschlusstelle Tauberbischofsheim, dann auf der B 27 Richtung Tauberbischofsheim fahren. Nach dem Ortseingang an der ersten Ampelkreuzung nach links in Richtung Zentrum abbiegen. Über die Tauberbrücke fahren, nach der Brücke rechts abbiegen und der Beschilderung zum Bahnhof folgen. Vom Bahnhof sind es wenige Schritte südwärts zum Bahnübergang, dem Startpunkt der Wanderung.
Direkt am Bahnhof gibt es nur zeitlich begrenzte Parkplätze; kostenlose Parkplätze gibt es auf dem Wörtplatz an der Tauber sowie teilweise auf dem Parkplatz in der Vitryallee. Hierzu wie folgt fahren: Über die Autobahn A81 bis zur Anschlusstelle Tauberbischofsheim, dann auf der B 27 Richtung Tauberbischofsheim fahren. Nach dem Ortseingang an der ersten Ampelkreuzung nach links in Richtung Zentrum abbiegen. Über die Tauberbrücke fahren. Nach der Brücke entweder rechts abbiegen (zu den Parkplätzen auf dem Wörtplatz), oder links abbiegen (zu den Parkplätzen in der Vitryallee).
Von den Parkplätzen aus läuft man am besten die Fußgängerzone aufwärts bis zum Sonnenplatz und biegt dort rechts in die Bahnhofstraße. Nach wenigen Schritten steht man am Bahnübergang, dem Startpunkt der Wanderung.
Mit der Bahn: bis Bahnhof Tauberbischofsheim, von dort wenige Schritte südwärts bis zum Startpunkt am  Bahnübergang; mit dem Bus: bis zum Zentralen Omnibusbahnhof Tauberbischofsheim, der direkt neben dem Bahnhof liegt. Fahrplanauskunft zu Bus und Bahn bei der Verkehrsgesellschaft Main-Tauber, www.vgmt.de, oder dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar, www.vrn.de.