Wanderung

Von St. Georgen nach Bad Dürrheim

Auf der 1. Etappe des „Schwarzwald - Jura - Bodensee“- Weges wandern wir von Sankt Georgen im Schwarzwald über das historische Villingen zum Kurort Bad Dürrheim.

  • Typ Wanderung
  • Schwierigkeit mittel
  • Dauer 6,00 h
  • Länge 22,9 km
  • Aufstieg 290 m
  • Abstieg 400 m
  • Niedrigster Punkt 700 m
  • Höchster Punkt 895 m

Beschreibung

Sankt Georgen im Schwarzwald ist Ausgangspunkt des Fernwanderweges „Schwarzwald – Jura – Bodensee“ des Schwarzwaldvereins. Vom höchstgelegenen Bahnhof der Schwarzwaldbahn aus wandern wir aussichtsreich über Stockwald und Unterkirnach zum ehemaligen Kirnacher Bahnhöfle ins Brigachtal hinunter. Am Ufer der Brigach geht es durch den Kurpark und die Altstadt von Villingen, die man besonders gut vom Aussichtsturm auf der Wanne überblickt. An den Bertholdshöfen vorbei und über den Villinger Berg erreichen wir das Ziel der ersten Etappe: Bad Dürrheim.
Am Bahnhof Sankt Georgen orientieren wir uns in Richtung "Stockwald". Gleich zu Beginn steigt der Krumpenlochweg an und gewährt dabei einen schönen Rückblick auf Sankt Georgen und seine Kirche über dem Tal der Brigach. Kurz danach müssen sich die Wanderer leider auf asphaltierte Wege einrichten, die auf der ersten Etappe dominieren.

An den Häusern von Krumpenloch vorbei, steigen wir hinab zum Röhlinbach im Stockwaldtal.

Im "Krumpenloch" fertigte eine Familie Steidinger über Generationen hinweg im Heimgewerbe Uhrenbestandteile und Spezialwerkzeuge für die Uhrenherstellung an. Aus dieser Tradition ging die weltbekannte Firma Dual der Gebrüder Steidinger hervor. Das Deutsche Phonomuseum in St. Georgen dokumentiert die Geschichte der Phonoindustrie.

Gleich geht es wieder hinauf zur Weggabelung "Spechtloch". Auf dem Grünschachenweg wandern wir stetig abwärts durch den Wald. Schließlich mündet der Rotmoosweg in eine große Lichtung mit Picknickplatz und Waldspielplatz. Am Damwildgehege und Forsthaus Salvest vorbei, können wir nach rechts auf einem Pfad hinauf zur Ruine Kirneck gelangen. Sie kann nach der Sanierung 2010 wieder betreten werden.

Nach dem Abstecher steigen wir steil abwärts ins Kirnachtal und kommen zum Romäusbrunnen. Sein Quellwasser wird so geschätzt, daß die Bewohner der Gegend es kanisterweise abfüllen.

Unser Weg erreicht wieder die Kirnach und folgt ihr entlang zum Ganterdenkmal. Oberförster Hubert Ganter sorgte schon vor 125 Jahren dafür, daß Wanderer auf neu angelegten Wegen die Schönheiten des Villinger Stadtwaldes erkunden konnten und initierte auch den Bau des Villinger Aussichtsturms auf der Wanne.

Vom nächsten Standort "Am Kapf" zweigt links ein Weg zur ehemaligen Keltischen Siedlung Kapf ab. Die dort in der Hallstattzeit wohnenden Fürsten wurden im Magdalenenberg in einem Grabhügel bestattet.

Auf der Hammerbrücke überqueren wir gleich darauf die Brigach, in die nun die Kirnach einmündet. Hier steht das Kirnacher Bahnhöfle. Seit 1971 hält jedoch kein Zug mehr!

Von links kommt jetzt als neuer Fernwanderweg der Ostweg mit dem Wegzeichen "schwarz-rote Raute" hinzu. Er begleitet uns bis zu den "Bertholdshöfen" von Villingen. Entlang der Brigach wandern wir auf dem Hammerweg bis zum Kurgarten von Villingen, vorbei an der Feldnermühle und Rindenmühle. Am Rande des Kurparks steht die kleine barocke Hammerkapelle.

Die Brigach begleitet uns weiter bis zur Villinger Altstadt, die wir durch das Obere Tor betreten. Hier sollte man unbedingt einen Rundgang durch den historischen Stadtkern unternehmen, bevor man Villingen wieder durch das Bickentor verläßt. Auf der Bickenbrücke überqueren wir noch einmal die Brigach und anschließend auf einem Fußgängersteg die Bahngleise. So gelangen wir zum Landratsamt mit seinen imposanten Skulpturen davor. Die grüne Raute führt uns sicher unter der B33 hindurch und am Hang der Wanne entlang hinauf zum Aussichtsturm. Von hier oben genießen wir den Rundumblick über Villingen und können bereits die Fortsetzung des Wanderweges ausmachen.

An den Bertholdshöfen knickt der Weg nach Süden ab, während der Ostweg über das Schwenninger Moos verläuft. Wir treten nach 2 km in den bewaldeten Villinger Berg ein und erreichen schließlich in Sichtweite von B33 und B27 das erste Etappenziel, die Kurstadt Bad Dürrheim.

Feste Wanderschuhe mit gutem Profil - der überwiegende Teil des Wanderweges ist asphaltiert!

Teleskopstöcke

Vom Aussichtsturm auf der Wanne genießen wir den Blick auf die historische badische Altstadt von Villingen.
Die Route verläuft auf unkritischen Wegen.
St. Georgen liegt an der B33 zwischen Triberg und Villingen-Schwenningen.
Parkplatz Klosterweiher, St. Georgen, über Industriestraße
Der Bahnhof Sankt Georgen liegt an der Strecke der Schwarzwaldbahn von Offenburg nach Konstanz.

Die Rückfahrt erfolgt vom ZOB Bad Dürrheim aus mit dem Linienbus 7280 zum Bahnhof Villingen und weiter mit der Schwarzwaldbahn nach Sankt Georgen.

Rundwanderungen Villingen-Schwenningen: die schönsten Wanderungen und Radtouren rund um Villingen-Schwenningen von Ernst Revellio; erhältlich in der Touristinfo Villingen Schwenningen
Wanderkarte des Schwarzwaldvereins im Maßstab 1:35 000 (grüne Reihe): Schwarzwald-Baar, ISBN 978-3-89021-787-1, 1. Auflage 2010. Herausgeber: Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg