Vierburgenweg: Waldkirch – Emmendingen

Wanderung

Ein schöner Ausflug ins Mittelalter Der Vierburgenweg verläuft von Waldkirch nach Kenzingen. Auf über 30 km Wanderstrecke sind die Ruinen der Kastelburg bei Waldkirch, die Emmendinger Hochburg, Ruine Landeck bei Mundingen und die Ruine Lichteneck bei Kenzingen zu entdecken. Als Gesamtstrecke für einen Tagesausflug etwas lang, beschränken wir uns auf das beliebte Teilstück zwischen Waldkirch und Emmendingen. Die Tour führt zu den beiden erstgenannten Burgruinen, der Kastelburg aus dem 13. Jh. und der Hochburg aus dem 11. Jh. Gegen Ende unserer Wanderung bietet der 48 m hohe Eichbergturm einen weiten Ausblick über die Rheinebene bis zu den Vogesen und hinüber zum gesamten Schwarzwaldkamm zwischen Belchen und Kandel.

  • Typ Wanderung
  • Schwierigkeit mittel
  • Dauer 4:30 h
  • Länge 16,4 km
  • Aufstieg 438 m
  • Abstieg 373 m
  • Niedrigster Punkt 197 m
  • Höchster Punkt 425 m

Beschreibung

Wir treten aus dem Bahnhofsgebäude in Waldkirch und laufen parallel zu den Bahngleisen rechts am Straßenrand entlang Richtung Bruder-Klaus-Krankenhaus. Unser Weg führt über die Bahngleise, verläuft an der Einmündung des Max-Barth-Wegs vorbei und mündet in den Heitererweg, leicht ansteigend. Am Ende einer Reihenhauszeile zweigt rechts ein Stichweg ab, markiert mit dem Symbol des Kandelhöhenwegs. Er führt uns zu einem Wanderparkplatz, den wir links liegen lassen, und endet stumpf an einer gelb-weiß gestrichenen Schranke. Ab hier beginnt der für Kinder angelegte Ritterweg, auf dem abwechselnd die beiden aus Holzstämmen geschnitzten Ritter Malterer und Ritter von Sulz von ihrem abwechslungsreichen Leben im Mittelalter erzählen. Die Geschichten sind auf Edelstahlblechen eingraviert. Der Weg endet an der Ruine der Kastelburg, zu deren Burghof mit Turm und Befestigungsmauer eine gut erhaltene Holzbrücke über den Burggraben führt. Belohnt wird der Aufstieg mit herrlichem Ausblick über die Dächer von Waldkirch und hinüber zum Kandel. Vom Burghof gehen wir zurück zur Holzbrücke, überqueren sie erneut und setzen unsere Burgentour nur wenige Meter hinter einer hölzernen Infotafel auf der rechten Seite auf einem Trampelpfad fort, markiert mit dem Zeichen des Kandelhöhenwegs. Es geht in den Wald hinein bis zu einem breiten Querweg, auf den wir scharf links zum TV-Umsetzer abbiegen. Erstmals taucht hier auf dem Wegweiser der Vierburgenweg-Hinweis auf. Wir folgen ihm nach rechts steil auf einem Forstweg empor und biegen nach etwa 30 m links ab auf einen schmalen Pfad, auf dem wir durch abwechslungsreichen Mischwald zur Kreuzung am Waldkircher Haseneckle gelangen. Wir halten uns links und laufen am Rande einer abfallenden Wiese entlang zum Sexauer Haseneckle. Hier trennen sich Kandelhöhenweg und Vierburgenweg. Wir zweigen links ab Richtung Sexau-Dorf, überschreiten einen Querweg, halten uns am folgenden Querweg rechts, treten aus dem Wald heraus und schwenken nach rechts auf eine schmale asphaltierte Straße, auf der wir an einem großen Bauernhof vorbei zur Wegkreuzung am Reichenbächle gelangen. Auf der linken Seite, etwa 100 m entfernt, liegt der gleichnamige Gasthof mit großer Sonnenterrasse. Unsere Route führt geradeaus zwischen Rebhängen und grünen Wiesen nach Sexau. Auf der Hauptstraße biegen wir etwa 200 m weit nach links bis zum alten Rathaus, überqueren die Straße und laufen durch das Wassergäßle an einem Spielplatz leicht aufwärts bis zum Breitenbach, den wir auf einer Brücke überqueren. An der gleich hinter der Brücke folgenden Wegverzweigung halten wir uns rechts bis zum urigen Hornbauernhof mit viel Federvieh, Ziegen und Schafen in Gehegen am Wegesrand. Links am Hof vorbei, geht es hinauf zur Hochburg, der wohl am besten erhaltenen Burganlage im Breisgau. Eine Stahltreppe führt durch die mächtige Burgmauer und ein angrenzendes Gewölbe hindurch zum äußeren Befestigungsring. Das Innere der Burg betreten wir durch eine Schlupftür neben dem schweren, hölzernen Haupttor. Stählerne Laufstege, halb verfallene Rittersäle und Steintreppen lassen der Fantasie nun großen Spielraum. Hinzu kommt ein schöner Ausblick ins Sexauer Tal. Zurück zum Vorplatz am Haupttor geht es rechts weiter hinunter zur Domäne Hochburg, einem ökologisch geführten Bioland- und Schulbauernhof mit Hofladen. Wir überqueren die Straße und halten uns am Parkplatz vor dem Haupteingang rechts. An den Stallungen vorbei, finden wir unsere Route wieder. Ist die Domäne für den Publikumsverkehr geöffnet, kann man wahlweise auch geradeaus durch das Tor über den Hof laufen, an den Tiergehegen und -ställen entlang bis zum hinteren Ende des Geländes und dort wieder rechts auf den Vierburgenweg abbiegen. Auf der nun folgenden Strecke bieten sich schöne Ausblicke nach Windenreute zur Linken und Malek zur Rechten. Wir überqueren die Langgasse, halten uns Richtung Eichbergturm und folgen dem leicht ansteigenden Schotterweg bis zur Maleker Landstraße/Ecke Buckweg. Wir überqueren die Straße und laufen nach links am Straßenrand etwa 200 m weit bis zum Hochbehälter Windenreute. Dort geht es rechts ab in den Wald. Erneut überqueren wir kurz darauf eine Landstraße, die von Emmendingen nach Malek führt, nehmen auf der gegenüberliegenden Seite einen Trampelpfad auf, der ein Stück dem Straßenverlauf nach links folgt, bevor er sich in einem Rechtsbogen von der Straße entfernt. Am Wegweiser Am Hinterhau stoßen wir auf einen etwas breiteren Waldweg, folgen ihm rechts entlang, und biegen nach etwa 100 m links ab auf einen Holzabfuhrweg. Steil geht es hinunter bis zu einem Querweg und rechts ansteigend weiter bis zum Wegweiser Schlegelhof. Wir halten uns rechts und folgen dem Hinweis zum Eichbergturm, noch gut 500 m von hier entfernt. Es geht aufwärts durch den Wald. Wir überqueren die Tennenbacher Straße und den angrenzenden Wanderparkplatz, erreichen schließlich den Eichbergturm, umgeben von dichtem Baumbestand. Eine Wendeltreppe führt uns über 250 Stufen zur Aussichtsplattform. Man schwebt dort oben etwa 10 m über den Baumkronen und genießt die Fernsicht über den Breisgau. Wieder zurück auf dem Waldboden orientieren wir uns an den Hinweisschildern nach Emmendingen, halten uns vom Turm aus links und gehen abwärts bis zur Weggabel am Schaukelwald etwa 50 m vom oberen Eingang zum Emmendinger Friedhof entfernt. Wir biegen scharf links ab (der Weg ist nicht markiert) hinunter zum Waldspielplatz, lassen ihn links liegen und gehen auf der Zufahrtsstraße zum Spielgelände am Krankenhaus vorbei durch die Gartenstraße bis zum Zentrum von Emmendingen. Wir überqueren die Hebelstraße, laufen durch die Fußgängerzone, über den Marktplatz und finden den Weg zum Bahnhof von Emmendingen.
Mittelalterliches Burgfest auf der Emmendinger Hochburg im September.
Wanderung vorwiegend auf Wald- und Schotterwegen, teilweise auf asphaltierten Nebenstraßen, Markierung: Rote Raute mit weißem K (Kandelhöhenweg), gelbe und blaue Raute.