Fernradweg

Vier-Tagestour durch drei Länder und rund um den Bodensee

"Wenn ich den See seh, brauch ich kein Meer mehr!" Dieser Spruch fasst wohl am besten zusammen, was es bedeutet, am Bodensee Urlaub zu machen. Dazu passiert man sogar drei Länder während einer Radtour: Deutschland, Österreich und die Schweiz.

  • Typ Fernradweg
  • Schwierigkeit schwer
  • Dauer 16,00 h
  • Länge 267,8 km
  • Aufstieg 689 m
  • Abstieg 682 m
  • Niedrigster Punkt 392 m
  • Höchster Punkt 599 m

Beschreibung

Die Weite des Bodensees lässt sich am besten mit dem Rad erkunden, denn eine Radtour weckt nicht nur den Sportgeist und ist gut für die Umwelt, sondern bietet uns die Möglichkeit, spontan anzuhalten, ins Wasser zu springen, Fotos zu machen oder die kulturellen Hightlights ohne viel Stress zu entdecken. Die knapp 260 km lange Tour um den Hauptsee sowie um die beiden "Arme" des Bodensees, also den Überlinger See und den Untersee, können wir in vier Tagen gut umrunden. Es lohnt sich allerdings, in Konstanz am Ende einen Extratag einzuplanen, um die Stadt ausgiebig zu erkunden oder um einfach nur am Strandbad "Hörn", genannt "Hörnle", den Tag zu genießen.
 Etappe 1 - von Konstanz nach Meersburg (Überlinger See) – 65 km

Unsere Tour startet an der Konstanzer Rheinbrücke. Wir folgen der Mainauerstraße in Richtung Staad an die Fähre. Kurz bevor wir jedoch an der Fähre ankommen, wenden wir uns nach links in die Hoheneggstraße und folgen dem Uferweg. Dabei genießen wir die schöne Aussicht auf den See. Am Ende des Weges stoßen wir auf die Bachgasse, der wir nach links folgen und fahren dann nach rechts in die Mainaustraße. Von hier aus können wir auch die Konstanzer Universität in der Ferne erkennen, die eine futuristisch anmutende Architektur besitzt. Folgen wir dem Weg geradeaus weiter, so passieren wir die bekannte „Insel Mainau“, auch „Blumeninsel“ genannt. Der Besuch der Insel lohnt sich sehr, die Fahrräder können jedoch nicht mitgenommen werden. Man gelangt zu Fuß oder mit dem Inselbus über einen Damm auf das Blumenparadies.
Setzen wir unseren Weg mit dem Rad fort, so fahren wir den Uferweg immer weiter geradeaus, dabei kommen wir durch die Orte Litzelstetten, Dingelsdorf und Wallhausen. In Wallhausen folgen wir der Hauptstraße nach Dettingen, die vom See wegführt. Nur für Fußgänger ist der weitere Weg bis zur Marienschlucht frei gegeben.
Wir folgen der Hauptstraße weiter durch Langenrain, Liggeringen bis nach Güttingen. Hinter dem Ortskern biegen wir nach links in die Buchenseestraße ein und passieren die Landstraße. Hier können wir geradeaus einen Abstecher zum netten Buchensee machen. Später folgen wir dann der Landstraße in nördlicher Richtung durch Stahringen und dann in einem weiten Rechtsbogen nach Bodman. Der Ort Bodman ist eine der ältesten Siedlungen am See, wie Reste von Pfahlbauten aus der Stein- und Bronzezeit belegen. Zwischen der Doppelgemeinde Bodman-Ludwigshafen, die es in dieser Form erst seit 1975 gibt, erstreckt sich ein sehr schönes Naturschutzgebiet, das zu Fuß erforscht werden kann.
Wir verlassen Bodman wieder auf der Hauptstraße („Im Ried“) und wechseln dann auf die Radolfszeller Straße, auf der wir in Richtung Ludwigshafen fahren. Kurz vor der Höhe des Seeufers überqueren wir rechter Hand die Bahnlinie und fahren direkt am Seeufer entlang. Wir radeln bis nach Sipplingen und biegen kurz nach der Ortseinfahrt nach links in die Straße „In der Breite“ ein. Über die Schulstraße und die Rathausstraße – die in ihrem Verlauf zur „Morgenstraße“ wird  – fahren wir durch den Ort.
Sipplingen ist ein ehemaliger Fischer- und Weinbauernort, der sich elegant an die steil aufragenden und mit Bäumen übersäten Hänge des Sipplinger Bergs schmiegt. In dem Ort gibt es außerdem auffallend schöne Fachwerkhäuser anzuschauen.
Hinter dem Ort führt uns der Uferweg durch Goldbach und schließlich nach Überlingen. Der Ort ist ein beliebtes Touristenziel, da er u.a. ein Kneippheilbad und ein Zentrum des Heilfastens ist. Man kann hier aber auch sehr gemütlich in Cafés in Ufernähe sitzen und die Sonne genießen.
Weiter führt uns der Weg unterhalb der Bahnlinie aus dem Ort hinaus in Richtung Nußdorf. Hier orientieren wir uns immer an den Wegen, die sehr nach am Ufer entlang führen. Hinter Nußdorf sehen wir schon von weitem die Basilika Birnau auf der Anhöhe thronen, die als die schönste Barockkirche am Bodensee gilt. Sie ist von Weinbergen umgeben und ist in ihrem Inneren von schönen Verzierungen, Fresken und farbenfrohen Bildern ausgeschmückt. Ein Besuch der Birnau ist wirklich lohnenswert.
Weiter geht es in Seenähe durch die sehr kleinen Ortschaften Maurach und Seefelden, wir umrunden die Seefelder Aachmündung und erreichen schließlich Unteruhldingen. Hier empfiehlt sich eine Besichtigung des Pfahlbautenmuseums: Mit einigen rekonstruierten Häusern aus der Stein- und Bronzezeit ist es das größte Freilichtmuseum Deutschlands. Hier kann man sich ein sehr reales Bild davon machen, wie die Menschen zu dieser Zeit gelebt und gearbeitet haben.
Schließlich erreichen wir auf dem Uferweg Meersburg, das Ziel unserer Etappe. Hier können wir in der Meersburger Therme mit Saunabereich den Tag ausklingen lassen. Drei Pfahlbausaunen nach historischem Vorbild wurden in dem wunderschönen Saunagarten mit Bodenseeblick angelegt.

Etappe 2 - von Meersburg nach Lindau (Nordseite Bodensee) – 45 km

Wir starten unsere heutige Etappe an der Uhldinger Straße und durchfahren Meersburg dann auf der Uferstadtstraße. Dabei können wir einen Abstecher zur Burg Meersburg machen. Mit einer Führung gelangt man in mehr als 30 Räume der Burg, darunter die alte Burgküche, die Waffenhalle, den Rittersaal, das Burgverlies sowie die Wohn- und Sterberäume der bekannten deutschen Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Sie verbrachte ihre letzten sieben Lebensjahre auf der Burg Meersburg.
Wir verlassen Meersburg und radeln immer weiter am Seeufer entlang bis zum Weinort Hagnau. Hier sollten wir uns eine Flasche Wein aus der Region mitnehmen, es lohnt sich sehr.
Am Ende der Seestraße geht es nach links auf die Strandbadstraße, die uns im Zick-Zack an die Bundesstraße bringt. Wir folgen dem Fahrradweg neben der Bundesstraße in Richtung Immenstaad. Hier können wir am Strandbad eine Badepause einlegen. Weiter geht es auf der Meersburger Straße, die uns durch Immenstaad hindurch führt. In dem sehr gepflegten Ortskern können wir ein weiteres Mal rasten und uns u.a. das gestelzte Fachwerkgebäude gegenüber der Pfarrkirche anschauen, das älteste Haus Immenstaads. Weiter geht es neben der Bundesstraße durch die Orte Manzell und Seemoos. Bevor wir Friedrichshafen erreichen, überqueren wir rechter Hand die Bahnlinien und fahren dann eine Weile parallel zu ihnen, bis wir uns in Richtung der Seepromenade wenden. In Friedrichshafen selbst können wir an einer der schönsten und längsten Uferpromenaden am Bodensee entlang schlendern. Danach können wir vom Aussichtspunkt am Steg über den See schauen und das Zeppelin-Museum besuchen. Das Museum versetzt uns in die Zeit, als die riesige „fliegenden Zigarre“ – also der Zeppelin – sich in die Lüfte schwang. Ein Besuch ist sehr zu empfehlen, vor allem aufgrund der detailgetreuen Nachbildung des Promenadendecks der „LZ Hindenburg“.
Auf der großen Eckerstraße verlassen wir Friedrichshafen. Hinter der Flussquerung biegen wir nach rechts ab und folgen der Seewiesenstraße durch einen Park. Danach biegen wir nach rechts ab und kommen dem Seeufer wieder sehr nah. Auf unserem Weg nach Eriskirch radeln wir durch das bedeutendste Naturschutzgebiet des Nordufers: das Eriskircher Ried, das ein ideales Rast- und Futtergebiet für die heimischen Vögel und die Zugvögel darstellt. Schließlich überqueren wir den Bach „Schüssen“, wenden uns danach zwei Mal nach rechts, um wieder zum Uferweg („Untere Seestraße“) zu gelangen. Am Ende der Straße biegen wir nach links in den Bleichweg ein, stoßen auf die Landstraße und folgen ihr in östlicher Richtung über eine Brücke nach Gohren. Wir radeln die zweite Straße nach rechts in den Tunauer Weg, ignorieren die zwei Abzweige nach links und biegen dann im Wohngebiet links ab in Richtung Tunau. Dort wenden wir uns schräg nach rechts in die Bodanstraße, deren baldigem Verlauf am Ufer wir bis nach Nonnenhorn folgen. Hier gelangen wir über die Seestraße, die Conrad-Forster-Straße und die Wasserburger Straße in Richtung der eigentlichen Wasserburg. Weiter geht es auf der Halbinselstraße durch den Ort „Wasserburg“. Wir biegen dann nach rechts in die Höhenstraße ein, gleich darauf nach rechts in die Reutenerstraße und durchqueren auf dieser den Ort Reute. Geradeaus wird die Straße zum Lindenhofweg, der sich durch Bad Schachen schlängelt. Auf der Straße, die dem Ufer am nächsten ist, erreichen wir die „Wasserau“, also die Halbinsel Lindaus. Sie ragt tief in den Bodensee hinein und ist ein besonders idyllischer Fleck. Vor über 1200 Jahren wurde die damalige Insel bereits besiedelt und war lange Zeit nur über eine Zugbrücke erreichbar. Hier finden wir einige Sehenswürdigkeiten, die wir besichtigen können wie das „Zeughaus“, das Münster „Zu unserer lieben Frau“, das Alte Rathaus oder wir genießen einfach den herrlichen Blick von hier über den Bodensee.

Etappe 3: von Lindau nach Konstanz (Südseite Bodensee) – 80 km

Unsere dritte Etappe startet in Lindau an der Brücke zur Lindau Insel. Wir radeln die Straße „Aeschacher Ufer“ entlang, fahren auf dem schmalen Weg weiter geradeaus und gelangen schließlich auf die Bregenzer Straße. Wir folgen dem Weg, der erst in Ufernähe und dann parallel zu den Bahnschienen verläuft. Im weiteren Verlauf überqueren wir die deutsch-österreichische Grenze und gleichzeitig einen schmalen Flussverlauf. In Österreich geht es nach rechts auf den unbefestigten Radweg, wir umrunden den Sportplatz in Ufernähe und bleiben auf dem schmalen Radweg mit Blick auf den Bodensee. Linker Hand liegt die Gemeinde Loch, die gegen das hektische Treiben in Lindau geradezu erholsam wirkt. Wir passieren einen Hafen und erreichen danach eine lang gezogene Badestelle. Hier sollten wir es nicht verpassen, einen Badestopp einzulegen, denn in Bregenz reichen die Berge so nah an den See heran, dass hier kein Platz mehr für ein schönes Badeeck blieb.
Weiter geht es am Ufer entlang nach Bregenz, das von den Römern 15 v. Ch. erobert wurde. Heute ist die Stadt zusammen mit Konstanz und Friedrichshafen eine der wichtigsten Städte am Bodensee. Hier gibt es einige kulturelle Highlights wie die Festspiele auf der Seebühne oder das Kunsthaus Bregenz. Auch seine Lage ist einmalig, denn hier geht der See direkt in die Alpen über. Der „Hausberg“ von Bregenz ist der 1064 m hohe Pfänder, von dem aus man einen wunderbaren Panoramablick über die Weite des Sees genießen kann.
Vom Hafen aus geht es in westlicher Richtung weiter entlang des Ufers und vorbei am Kloster Mehrerau. Schließlich gelangen wir zur Mündung der Bregenzer Ache. Wir folgen dem Weg flussaufwärts und überqueren die Bregenzer Ache schließlich auf einem Radweg neben der Bundesstraße. Auf der anderen Seite biegen wir nach rechts ab in Richtung Hard. Wir folgen dem Verlauf der Straße und wenden uns vor dem Hafen nach links in die Hafenstraße. Dabei ignorieren wir alle abgehende Straße, bis wir rechter Hand den Seepark erreichen. Hier biegen wir schräg rechts in die Uferstraße ein und fahren diese immer weiter geradeaus, bis sie später Allmendstraße heißt. Nach einer Weile stoßen wir auf die „Landstraße“, der wir nach rechts folgen. Erneut nach rechts geht es dann auf die Schweizer Bundesstraße („Rheinstraße“) und über eine lange Brücke passieren wir die Eisenbahnlinie und den Rhein. Auf der anderen Seite fahren wir nach rechts in die Seestraße, folgen dem Rheinverlauf und biegen einige Straßen weiter nach links in die Kanalstraße. Diese wird zur „Rohrstraße“ und bringt uns hinaus ins Feld. Der Weg macht eine lang gezogene Linkskurve und wir radeln immer weiter in Ufernähe. Dabei kommen wir durch das Naturschutzgebiet Rheinspitz. Hinter dem Campingplatz „Im Rohr“ biegen wir nach links ab („Rohrstraße“) und radeln im Zick-Zack in Richtung Höchst. Kurz vor dem Ortsteil Unterdorf wenden wir uns nach rechts in die Stillestraße, die uns auf die größere Hauptstraße bringt. Dieser folgen wir einige hundert Meter nach rechts und biegen dann linker Hand in den schmalen Dammweg ein, der dem Verlauf des Rheinufers in Gaiß folgt. Wir überqueren den Rhein und die österreichisch-schweizerische-Grenze auf der Autobrücke und biegen danach direkt nach rechts in die Bahnhofstraße ab. Nach kurzer Zeit geht es dann nach links weiter in die Thalerstraße, die in ihrem Verlauf zur Rheineckerstraße wird, eine lang gezogene Linkskurve macht und nach der darauf folgenden Rechtskurve Dorfstraße heißt. Hinter dem kleinen Ort „Buechsig Schl.“ führt die schmalere Warenseestraße nach links ab, dabei überqueren wir die Bahnlinie und fahren geradeaus auf der Hofstrasse durch die Orte Hof und Hohriet. Teilt sich die Straße, wählen wir den rechten Weg („St. Anna-Schloss-Strasse) über die Autobahn. Wir radeln auf dieser Straße durch den Ort Loch und wenden uns an der großen Kreuzung nach rechts in die Goldacherstraße. In Goldach selbst fahren wir rechter Hand über die Gleise und radeln die Hauptstrasse bis zum Bodenseeufer vor. Weiter geht es in Ufernähe bis Arbon. Der Name stammt noch aus Römerzeiten: Sie nannten ihre Militär- und Poststation „arbor felix“ – übersetzt: „glücklicher Baum“ –, woraus im Laufe der Zeit „Arbon“ wurde. Wer hier eine Pause einlegen möchte, dem sei die schöne Altstadt mit den schmucken Häusern am Fischmarktplatz ans Herz gelegt, sowie das Rathaus, Schloss Arbon und die Galluskapelle.
Wir umrunden Arbon in Ufernähe und radeln neben der Bahnlinie weiter nach Egnach. Hier biegen wir nach rechts in die Kehlhofstrasse ein und folgen dem Verlauf der Straße bis an den Romanshorner Hafen. Es lohnt sich einen Schlenker mit dem Rad bis an die Spitze des Hafens zu machen, um den Blick auf den See zu genießen. Danach geht es mehr oder weniger in Ufernähe durch die Fachwerkdörfer Uttwil und Kesswil. Dahinter fahren wir parallel zu den Bahnschienen durch Güttingen, Ruderbaum und nach Münsterlingen. Hier wechseln wir auf die linke Seite des Schienenverlaufs, hinter dem Ort wieder auf die rechte. In Bottighofen passieren wir rechter Hand den „Schlösslipark“ und fahren weiter auf dem Weg hinter dem schön angelegten und sehr gepflegten Park, der sich bis an die deutsch-schweizerische Grenze zieht. Später orientieren wir uns in Richtung des Bahnhofs „Keuzlingen Hafen“. Kreuzlingen ist die Schwesterstadt von Kostanz. Hier sollen Mitte des 19. Jh. nur etwa 13 Häuser gestanden haben, mittlerweile hat die Schweizer Grenzstadt mehr als 17000 Einwohner und geht im Grunde direkt in Konstanz über.
Die Seestraße führt über die Grenze mit ihrem alten, unbesetzten Wachposten nach Konstanz. Hier radeln wir die Hafenstraße hinunter, auf der sich an warmen Tagen sehr viele Touristen und Einheimische tummeln. Wir passieren linker Hand einen großen Biergarten, sehen kurz dahin rechts eines der Konstanzer Wahrzeichen, die Imperia-Statue, und gelangen hinter der Unterführung linker Hand zum Konstanzer Bahnhof und zur Altstadt. Hier lohnt sich ein Gang durch die Konstanzer Altstadt: Ihr historischer Stadtkern wurde während der Kriege kaum zerstört und so vermischen sich mediterrane Lebensart, das milde Bodenseeklima und die kleinen Gassen der Studentenstadt zu einem sehr beliebten Urlaubsziel. Bei klarem Wetter hat man vom Seeufer aus einen unvergesslichen Blick auf den See und die dahinter liegenden schneebedeckten Alpen. Während der Badesaison bietet sich während unserer Tour immer wieder ein Sprung ins erfrischende Nass an. Sehr zu empfehlen ist auch die Turmbesteigung des Münsters.

Etappe 4: um den Untersee von Konstanz über Stein am Rhein nach Radolfszell und zurück nach Konstanz – 70 km

Diese Etappe startet in Konstanz. Wir radeln am südlichen Rheinufer von der Rheinbrücke in Richtung Schänzlebrücke, biegen hinter der Sporthalle nach links ab und fahren im Zick-Zack auf die Europastraße. Nach einer Weile geht es rechts in den „Alten Graben“, um die Deutsch-Schweizerische Grenze zu passieren. Wir radeln auf der Konstanzer Straße geradeaus in Richtung Tägerwilen und wenden uns dann nach rechts auf die Hauptstraße. Auf dieser passieren wir in Ufernähe Triboltingen, Ermatingen – eine der ältesten urkundlich erwähnten Ortschaften in der Gegend und unter anderem für seine zahlreichen Weinlagen bekannt – und Mannenbach-Salenstein. Mannenbach wurde wie viele Herrschaftssitze im Umfeld von den Äbten der Reichenauer Klöster gegründet. Von hier aus schauen wir auf den Gnadensee und erkennen auch die dahinter liegende Reichenau. Weiter geht es durch Berlingen und Steckborn, wo der Radweg direkt am See entlang führt und sich der schmale Untersee zum Gnadensee öffnet. Genüsslich geht es durch Mammern und Eschenz, bis wir schließlich Stein am Rhein erreichen.
Stein am Rhein wäre der perfekte Ort für eine Filmkulisse, denn nicht umsonst ist er als eine der schönsten Orte des Bodensees bekannt. Zahlreiche bunte Fachwerkhäuser zieren das mittelalterliche Stadtbild. Auch das Rathaus und das ebenfalls aus dem Mittelalter stammende Kloster am Ufer sollten wir nicht verpassen. In einem „Käslädle“ auf dem Marktplatz kaufen wir uns noch ein typisches Schweizer Käsefondue und können danach in einer der vielen Gaststätten oder Cafés einkehren. Wer es etwas ruhiger mag, findet ein schönes Plätzchen auf der anderen Seite der Brücke gegenüber der Altstadt. Gleich hinter der Brücke können wir links in eine kleine Gasse abbiegen und nach wenigen Metern unsere Fahrräder abstellen.
Fahren wir wieder nach Konstanz zurück, so folgen wir der Oehningerstrasse aus dem Ort hinaus und passieren kurz danach die Deutsch-Schweizerische Grenze. Auf unserem weiteren Weg nach Radolfzell radeln wir durch Naturschutzgebiete, vorbei an kleinen Häfen, Strandbädern, Obstwiesen, durch Weinberge, entlang schöner Fachwerkhäuser und vieler ausladender und teilweise sehr farbenfroher Felder. Dabei passieren wir die Ortschaften Endorf, Kattenhorn, Wangen, Marbach, Hemmenhofen, Gaienhofen, Grundholzen, Iznang, Moos mit seinem sehr schön gelegenen Ried längs der Radolfzeller Aach und erreichen schließlich Radolfzell. Hier können wir einen Abstecher in die sehenswerte Altstadt machen. Radolfzell wurde bereits im Jahr 826 vom Veroner Bischof Radolf gegründet. Bei einem kleinen Stadtrundgang lohnt sich der Weg über den Marktplatz, durch die historische Mitte Radolfzells mit seinen sehr alten Häusern, ebenso wie ein Blick in die alte gotische Kirche und das Münster „Unserer lieben Frau“. In einem der vielen Cafés können wir eine kleine Rast einlegen.
Dann folgen wir dem Radweg entlang der Bahnschiene in Ufernähe, passieren rechter Hand das Krankenhaus Radolfzell und biegen dahinter nach links in die Mettnaustraße ein. Kurz darauf geht es nach rechts in die Konstanzer Straße, auf der wir den Ort verlassen. Bevor wir nach Markelfingen hinein fahren, wenden wir uns nach rechts in die Gnadenseestraße, stoßen an ihrem Ende auf die Unterdorfstraße und folgen deren Verlauf nach links. Auf der Radolfzeller Straße, die wir queren, verlassen wir in östlicher Richtung den Ort. Wir radeln nahe dem Seeufer, passieren Allensbach und Hegne und folgen an der großen Kreuzung der Beschilderung in Richtung Konstanz-Fürstenberg und Konstanz-Petershausen. Auf der Reichenaustraße radeln wir entlang des Wollmatinger Rieds, wechseln hinter dem kleinen Flugplatz nach links in die Riedstraße und fahren am Kreisel nach rechts in die lange Max-Stromeyer-Straße, die uns durch Gewerbe- und Wohngebiet führt. Wir stoßen nach einer Weile auf die Jahnstraße, der wir nach links in Richtung Fähre folgen können, die uns zurück nach Meersburg bringen kann. Oder wir wechseln auf die andere Rheinseite und begeben uns in die Konstanzer Altstadt. Erreichen wir die Rheinbrücke, so befinden wir uns unweit der hübschen Altstadtgässchen und des Stadtparks - beide sind gut geeignet, um die Tour genüsslich zu beenden.
Essen, Trinken, Ausweis, Regenschutz, Badesachen
Im Sommer sollte man rechtzeitig Zimmer für die Übernachtungen buchen, da der Bodensee ein sehr beliebtes Urlaubsgebiet ist und die Gäste aus ganz Europa anreisen. Zu empfehlen ist es, diese Tour im Frühling oder Herbst zu machen, dann sind auch die Radwege freier.
A81 bis Ausfahrt Kreuz Hegau, B33 bis Konstanz
Es gibt verschiedene Parkplätze und Parkhäuser in der Stadt, die ausgeschildert sind
Mit dem Zug nach Konstanz