Stadtrundgang

Stadttour Tübingen Altstadt

Die Stadttour durch die Altstadt von Tübingen ist voller Sehenswürdigkeiten. Auf den Spuren alter Dichter und Denker gibt es in der Universitätsstadt viel zu entdecken.

  • Typ Stadtrundgang
  • Schwierigkeit leicht
  • Dauer 2,00 h
  • Länge 2,2 km
  • Aufstieg 50 m
  • Abstieg 50 m
  • Niedrigster Punkt 316 m
  • Höchster Punkt 365 m

Beschreibung

Die Stadttour führt etwa zwei Kilometer durch die Tübinger Altstadt. Auf ihrem Weg können viele Sehenswürdigkeiten der Universitätsstadt besichtigt werden. Beginnend auf dem Marktplatz vor dem Rathaus führt der Weg hoch zum Tübinger Schloss. Anschließend geht es hinunter an den Neckar am Hölderlinturm vorbei und über den Holzmarkt mit der Stiftskirche durch die Innenstadt am Wilhelmsstift entlang.

Unser Tübinger Rundgang startet auf dem Marktplatz vor dem Rathaus. Dieses wurde von 2012 bis 2016 im Innenbereich und an der Außenfassade komplett renoviert. Eine Besonderheit ist die astronomische Uhr von Johannes Stöffler aus dem Jahre 1511. Auf dem Marktplatz ist außerdem der Neptunbrunnen zu finden.

Links am Rathaus vorbei und direkt wieder links gelangen wir über das kleine Wienergäßle hoch zum Faulen Eck. Dieses ist einer der ältesten Marktplätze von Tübingen. Eindrucksvoll steht hier ebenfalls das Evangelische Stift. Bis 1534 noch ein Augustinerkloster, wurde es von Herzog Ulrich nach der Einführung der Reformation in Württemberg 1534 zu einem Stift umgebaut.

Wenn wir nun scharf rechts die Burgsteige erklimmen, sehen wir zuerst das Renaissanceportal des Schlosses Hohentübingen. Zu dessen Rechten wurde 1904 auf den Grundmauern der alten Schlossküferei das Verbindungshaus der Tübinger Königsgesellschaft Roigel erbaut. Das Schloss Hohentübingen wurde 1078 erstmals als Burg der Grafen von Tübingen erwähnt. Die heutige Bauart stammt größtenteils aus dem 16. Jahrhundert. Es beheimatet heute verschiedene Institute der Universität und das Museum Alte Kulturen.

Anschließend nehmen wir den gleichen Weg wieder hinab zum Faulen Eck und gehen direkt geradeaus in die Münzgasse. An deren Ende ist rechts die Alte Aula zu finden. Vor der Stiftskirche stehend, werfen wir noch kurz einen Blick über die linke Schulter und entdecken ein interessantes Schild über eine bekannte deutsche Persönlichkeit. An sonnigen Tagen kann über den Chor auch der Kirchturm bestiegen werden, von dem wir eine fantastische Rundumsicht über Tübingen und das Umland haben.

Nach der Alten Aula und vor der Stiftskirche rechts führt uns eine Treppe hinunter in die Clinicumsgasse. Jetzt gehen wir nicht unter der dem Gebäude der Alten Aula hindurch, sondern wenige Schritte in die andere Richtung und direkt rechts eine kleine Gasse hinunter. Hier wenden wir uns nach rechts, um dann in die erste Möglichkeit nach links zum Hölderlinturm und der Stocherkahnanlegestelle zu nehmen. Es gibt allerdings zuvor noch die Möglichkeit nicht gleich links abzubiegen, sondern erst ein kleines Stück noch weiter der Bursagasse zu folgen, um die Alte Burse zu bewundern. Diese war direkt nach der Universitätsgründung als Studentenwohnhaus und Lehranstalt errichtet worden. Anfang des 19. Jahrhundert wurde die Burse zum ersten Tübinger Klinikum umgebaut.

Direkt am Neckar liegt der Hölderlinturm. Der Turm wurde auf einem aus der alten Tübinger Stadtmauer vorspringenden Wehrturmsockel errichtet. Den Stocherkahnanlegeplatz vor uns folgen wir dem kleinen Pfad an der Mauer zum Neckar entlang. Der Weg führt uns nun durch den Zwingel. Dies war der alte Stadtgraben zwischen der inneren und äußeren Stadtmauer und ist besonders während den Sommertagen ein beliebter Treffpunkt von Studenten mit Blick über die Plantanenallee. Über eine Treppe gelangen wir auf die Neckarbrücke. Auf der anderen Straßenseite befindet sich am Ende das Touristen- und Ticketcenter des Verkehrsvereins von Tübingen.

Wir biegen allerdings links ab und nehmen gleich wieder die nächste links zurück in die Tübinger Fußgängerzone. Nun geht es die Neckargasse hinauf und dann gleich nach der Stiftskirche zu unserer Linken auf den Holzmarkt. Von dort führt uns dann rechts die Lange Gasse auf die Pforte des Wilhelmsstifts zu. Auf einem 1540 teilweise abgebrannten Franziskanerkloster wurde zunächst das Collegium Illustre, eine in ganz Europa angesehene Ritterakademie und Ausbildungsstätte des protestantischen Adels aus Europa, erbaut. Mit der Gründung der katholisch-theologischen Fakultät 1817 in Tübingen ließ König Wilhelm I. in den Räumlichkeiten ein Hochschulkonvikt einrichten.

Wir folgen der Collegiumsgasse nach links, anschließend einer Rechtsbiegung und gelangen dann nach einigen Metern links in die Kornhausstraße mit dem Stadtmuseum. Diese spazieren wir bis zur Krummen Brücke, einem kleinen Platz in der Altstadt, entlang. Die Brücke über den Ammerkanal, 1308 erstmals erwähnt, bestand zu früheren Zeiten noch aus krummen Eichenbrettern und ist Namensgeber des Platzes.

Diagonal gegenüber, rechts an einer Schneiderei vorbei führt unser Weg in die Jakobsgasse. Die evangelische Jakobuskirche ist eine Station auf dem europäischen Pilgerweg nach Santiago de Compostela. Sie ist das historische Zentrum der Unterstadt von Tübingen. Am Ende der Jakobsgasse wenden wir uns nach links auf die Seelhausgasse. Bevor wir links vor einem Fahrradladen in die Haaggasse einbiegen, sehen wir mit dem Haagtorplatz rechts die letzte Station des Rundganges. Hier stand bis 1831 das Haagtor am westlichen Ende der Tübinger Altstadt.

Der letzten Gasse können wir nun leicht bergauf folgen und finden uns am Ende auf dem Tübinger Marktplatz wieder.

Je nach Wetterbedingung festes Schuhwerk und angenehme Kleidung

Es gibt in Tübingen natürlich noch viel mehr zu entdecken - unbedingt auch auf eigene Faust erforschen!

Tübingen liegt rund 40 Kilometer südlich von Stuttgart. Von der A8 Ausfahrt Stuttgart Degerloch über die B27 oder von der A81 Ausfahrt Herrenberg über die B28 zu erreichen.

Drei Parkhäuser liegen sehr zentral in Tübingen und in direkter Nähe des Startpunktes der Tour. Das Neckarparkhaus in der Wöhrdstraße, das Parkhaus Altstadt-Mitte am Stadtgraben und das Parkhaus Altstadt-König in der Herrenberger Straße.

Mit dem Zug zum Tübinger Hauptbahnhof. Von dort entweder mit einer der zahlreichen Buslinien eine Station weiter zur Station "Neckarbrücke" fahren und dann zu Fuß in den Tübinger Stadtkern oder gleich vom Hbf den Fußweg starten.