Rickenbach: Zum Energiemuseum und dem geschichtsträchtigen Totenbühl

Wanderung

Eine erlebnisreiche Wanderung zum Energiemuseum in Hottingen, vorbei an der Ableitung der Hännemer Wühre und dem Alten Kraftwerk  zur Schlagsäge, der Anhöhe Totenbühl, mit immer wieder herrlichen Ausblicken auf die Hotzenwaldlandschaft und die Schweizer Alpenkette.  

  • Typ Wanderung
  • Schwierigkeit mittel
  • Dauer 3:45 h
  • Länge 9,8 km
  • Aufstieg 322 m
  • Abstieg 319 m
  • Niedrigster Punkt 691 m
  • Höchster Punkt 894 m

Beschreibung

Die Wanderung führt zuerst durch den 18 Loch Golfplatz in Richtung Hottingen zum Energiemuseum. Begünstigt durch die einmalige Lage auf dem Hochplateau des „Hotzenwaldes“, bietet der Golfplatz einen herrlichen Ausblick auf die Schweizer Alpenkette. Die interessante Topographie mit den natürlichen Wasserhindernissen wie Bäche, Weiher, Biotope, den zum Teil mit Tannen gesäumten Fairways und eingerahmten Greens ist die Herausforderung für Golfer jeder Spielstärke.

Das Energiemuseum (geöffnet So 14 bis 16 Uhr, Nov. bis März geschlossen) hat sich die Nutzung der Wasserkraft auf dem Hotzenwald zum Thema gemacht. Diese lässt sich im Vorderen Hotzenwald bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen, der vermutlichen Entstehungszeit der bis zu 19 km langen Wuhren (künstliche Wasserläufe), die heute noch in Betrieb sind und ein in Deutschland einmaliges Zeugnis technischen Wissens und Könnens aus dem Mittelalter darstellen. Über den Einbau der ersten praktisch brauchbaren Überdruckturbine 1834 in St. Blasien, über den Bau des Laufwasserkraftwerks in Rheinfelden, der einen Markstein in der Entwicklung der Flusskraftwerke bildet, über die Entstehung des europäischen Strom–Verbundnetzes, das in Laufenburg seinen Anfang nahm, über den Bau der großen Pumpspeicheranlagen und Kavernenkraftwerke der Schluchseewerk AG bis hin zum Einbau der Straflo – Turbinen in die Rheinkraftwerke Laufenburg und Wyhlen: Immer stand die Region mit Pionierleistungen in der Nutzung der Wasserkraft ganz vorne. Schwerpunkt bilden aber die mechanische und elektrische Energie aus Wasserkraft und deren Anwendung über Transmissionen bei alten landwirtschaftlichen und hauswirtschaftlichen Maschinen.

Auf dem Murgtalpfad erreicht man nach kurzer Zeit die Schlagsäge und folgt der gelben Raute bis zum Totenbühl, der auf 900 Metern Höhe liegt. Dieser Ort gehört sicherlich zu den schönsten Flecken des Vorderen Hotzenwaldes. Bietet er doch einen der grandiosesten Ausblicke zur Schweizer Alpenkette und die umliegende Region. Unter alten knorrigen Buchen steht eine kleine Kapelle, die den Wanderer zur Einkehr und zum Verweilen einlädt. Schon zur Zeit der Römer befand sich hier oben ein Aussichtsturm, da man von hier aus einen weiträumigen Ausblick auf die Umgebung hat. Sein Name geht darauf zurück, dass die Niedergebisbacher in früheren Jahrhunderten ihre Toten zur Bestattung nach Rickenbach zum Friedhof trugen und über den "Bühl" mussten. Nach dem 30jährigen Krieg wurden die drei Buchen gepflanzt, die heute unter Naturschutz stehen. Der Dichter Victor von Scheffel (1826 - 1886) beschreibt in seinen Aufzeichnungen diesen Platz als „Ort der Geister und Treffpunkt von Gesindel, Diebesbanden und allerlei undurchsichtigem Volk“. Ein Privatmann hat dort eine kleine Marienkappelle erbauen lassen.

Die Wanderroute führt nun nach Altenschwand, über die Roßau und am Tennisplatz vorbei wieder zum Ausgangspunkt zurück.

Wir folgen der gelben Raute durch das Dorf in Richtung Golfplatz nach Hennematt. Bei der Zimmerei Merkle überqueren wir die L 152 in Richtung Hottingen bis zur Pension Sonne, dort links abbiegen zum Energiemuseum. Dort wandert man Richtung Altes Kraftwerk weiter der gelben Rautenbeschilderung folgend bis zur Schlagsäge. Hier geht man einige Meter der L 152 entlang und biegt dann in den Wald links ab, in Richtung Maierhöfe. Kurz bevor man diese erreicht biegt man links ab in Richtung Totenbühl. Dort geht es in südlicher Richtung nach Altenschwand. Kurz ein Stück weit der K 6538 entlang biegt man dann rechts ab in Richtung Tennis- und Golfplatz und geht das letzte Stück wie zu Beginn der Wanderung über den Golfplatz zurück zum Ausgangspunkt.     
Wettergerechte Kleidung und Wanderschuhe sind empfohlen. In Hottingen besteht Einkehrmöglichkeit in der Alten Schmiede (Montag Ruhetag) Tel. 07765/91077, Rucksackverpflegung und Getränke mitnehmen wird dennoch empfohlen. In Rickenbach bestehen mehere Einkehrmöglichkeiten.
Einkehrmöglichkeiten in Rickenbach

Gasthaus Adler, Tel. 07765 / 230, Ruhetag: Mo. und Di.

Hotel Engel, Tel. 07765 / 92010, Ruhetag: Do., Fr. bis 17 Uhr

Jenna's Café-Restaunt, Tel. 07765 / 917862, Ruhetag: Mo.

Golf-Restaurant, Tel. 07765 / 543, geöffnet: 01. April bis 31. Oktober (ansonsten nur auf Reservierung)

Hirschgartenhüsli am Minigolfplatz (Kiosk, Getränke), geöffnet: 01. Mai bis 30. September, Ruhetag: Mittwoch

 

Bei Spielbetrieb auf dem Golfplatz diesen sehr zügig durchqueren und eventuell sich per Handzeichen bei Spielern bemerkbar machen. Auf dieser Strecke darf aus Sicherheitsgründen nur der Wanderweg mit der gelben Raute-Ausschilderung bentutzt werden.
Aus Richtung Frankfurt A5, bis Dreieck Lörrach, Richtung Lörrach auf die A 98 wechseln, Ausfahrt Lörrach, Schopfheim, Richtung Wehr - Hotzenwald, auf der L 155 Richtung Bergalingen nach Rickenbach.

Aus Richtung Stuttgart A81, Ausfahrt Geisingen, Blumberg, Waldshut, Bad Säckingen, Hotzenwald, auf der L 152 oder K 6587 nach Rickenbach

Parkplatz unterhalb der Pfarrkirche Rickenbach
Broschüre: "Die Museen im Hotzenwald", Preis EUR 2,00. Ortschronik Rickenbach Band I und II, Preis als Set EUR 29,00. 100 Jahre Kraftwerk Hottingen, Preis Eur 15,00. Im Hotzenwald - Ein Kultur- und Naturführer, Preis EUR 8,00. Flyer "Murgtalpfad" .
Wanderkarte "Hotzenwald", Masstab 1 : 35.000, Preis EUR 5,20