Panoramaweg Baden-Baden (Premiumweg)Wanderung

Der Panoramaweg rund um Baden-Baden gehört wohl zu den schönsten Wegen, um die Stadt im Rebland zu erkunden. Auf insgesamt 40 Kilometern, vom Zentrum Baden-Badens bis ins Geroldsauer Tal mit seinen engen Schluchten und rauschenden Bächen, erleben wir die vielfältige Natur rund um die Thermenstadt. Die Gesamt-Tour setzt sich dabei aus Teiletappen verschiedener Länge zusammen, die entweder an einem Stück oder getrennt voneinander gewandert werden können.

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Beschreibung

Der 1997 neu gestaltete Panoramaweg ist einer der schönsten Wanderwege rund um Baden-Baden. Er wurde 2004 vom Deutschen Tourismusverband als Deutschlands schönster Wanderweg ausgezeichnet. Die Auszeichnung bescheinigt dem Panoramaweg großen Reichtum an Abwechslung und außergewöhnliche Naturerlebnisse. Beginnend bei der Bernharduskirche, fast im Zentrum der Stadt, führt er den Wanderer bis ins Geroldsauer Tal. Das Schwarzwaldtal mit seinen engen Schluchten und rauschenden Bächen ist typisch für diese Gegend. Auf insgesamt 40 Kilometer Weglänge geben zahlreiche Aussichtspunkte immer wieder tolle Rundblicke über die Stadt und den benachbarten Nordschwarzwald frei. Eingeteilt in fünf Etappen, können diese nach Kondition und Witterung einzeln kombiniert oder in unterschiedlicher Reihenfolge begangen werden. Die gute Anbindung an die Buslinien ermöglicht ein einfaches Zu- und Aussteigen an den Teilstücken.
Bernharduskirche bis Bahnhof Merkurwald
Das erste Teilstück beginnt bei der Bernharduskirche im Ortsteil Oosscheuern. Wir wandern in Richtung Balzenberg am Waldrand bis zum Bernhardusbrunnen. Der Weg führt nun nach rechts in den Wald hinein und in einer Spitzkehre hinauf zum Balzenberg. Von hier oben können wir den herrlichen Blick über die bewaldeten Höhen des Nordschwarzwaldes von der Yburg bis zum Ruberg genießen. Am Waldeingang gehen wir nun geradeaus und erreichen nach einem kurzen Anstieg den sogenannten „Grünen Stein”, eine Wegkreuzung, in deren Mitte ein besonders schöner Felsbrocken als Wegweiser dient. Durch mächtige Buchenwälder gelangen wir zum Rotenfelser Weg, dem wir bis zur Straße Alter Schlossweg folgen. Die hier noch vorhandenen Althölzer sind ein wichtiger Lebensraum für die hiesige Tierwelt. Nach etwa 100 m biegen wir in der nächsten Kurve nach links in den Waldweg ab. Auf einem schmalen Pfad erreichen wir Sophienruhe. Von hier oben bietet sich eine der schönsten Aussichten auf das Kurhaus und das Neue Schloss. Das Kurhaus wurde 1822 erbaut und ist der gesellschaftliche Mittelpunkt Baden-Badens. Hier befindet sich auch das bekannte Spielcasino. Wer möchte, kann noch einen kleinen Abstecher zum Alten Schloss machen und entlang der Battertfelsen und dem Teufelskanzelweg wieder zurück zum Panoramaweg wandern. Der Panoramaweg bringt uns durch schattige Wälder zur Strohhütte, die oberhalb des ehemaligen Landesgartenschaugeländes liegt. Im Gartenschaugelände selbst folgen wir den Wegweisern  abwärts ins Rotenbachtal. Nachdem wir die Zähringer Straße unterquert haben, geht es über die Rotenbachtalstraße  und am Rotenbach entlang bis zur nächsten Brücke. Über diese gelangen wir an das andere Ufer und biegen nach rechts ab, um kurz darauf nach links abzuzweigen. Durch Kleingärten und durch Streuobstwiesen führt der Panoramaweg nun bis zum Waldrand bergan, wo er nach rechts abbiegt und kurz darauf die Talstation der Merkurbergbahn erreicht. 1913 erbaut, wurde sie 1978/79 grundlegend renoviert. In knapp fünf Minuten bringt die Bergbahn Gäste auf den Merkur. Vom Aussichtsturm genießt man einen herrlichen Rundblick über die Stadt, die Rheinebene und den Schwarzwald. Im Café-Restaurant „Merkurstüble” können wir uns bei einem zünftigen Vesper erholen.

Talstation Merkurbergbahn bis Forellenhof/Fischkultur Vorbei an der Liegewiese Häslichmatte bewältigen wir nun von der Talstation der Merkurbergbahn bis zum Wildgehege einen leichten Anstieg. Der Panoramaweg geht nun rechts bergab entlang des Wildgeheges zur Weinstube Eckberg, den Eckhöfen und zur Marienkapelle, die 300 m abseits des Panoramawegs liegt und einen sehr schönen Blick auf das Kloster Lichtenthal ermöglicht. Das 1245 gegründete Kloster war seit dem Mittelalter der geistige Mittelpunkt des Oostales und Ausgangspunkt der Besiedlung. Die Cistercienserinnenabtei Lichtenthal kann täglich im Rahmen von Führungen besichtigt werden. An den Eckhöfen führt der Weg wieder hinauf zum Wald und geradeaus zum Futterplatz des Rot-, Muffel- und Damwildgeheges. Wir folgen weiter dem ausgebauten Waldweg, biegen nach etwa 400 m in einer Linkskurve nach rechts ab und gelangen in ein mit ausländischen Nadelbäumen bepflanztes Arboretum. Kurz danach zweigen wir nach links ab und durchqueren ein schmales Wäldchen. Hier bietet sich uns ein großartiger Blick über das Geroldsauer Tal bis hin zur Badener Höhe. Der Panoramaweg durchquert nun das Gelände des Altenpflegeheims Schafberg. Anschließend führt uns die Teerstraße abwärts zum Haimbach. Nach einer Rechtskurve verlassen wir diese und gehen nun ins Pfrimmersbachtal. Hier finden wir einen markierten Aussichtspunkt, zu dem wir allerdings einen kleinen Umweg in Kauf nehmen müssen. Danach geht es steil bergab. Die gut erkennbaren Hangterrassen im Pfrimmersbachtal, im Märzenbachtal und bei Malschbach geben einen Eindruck, wie beschwerlich hier früher der Ackerbau war. Wo sich früher Pflüge den Hang hinauf quälten, sorgen heute Obstwiesen für Farbtupfer. Immer wieder scheint durch die Streuobstwiesen der Blick auf das Kloster Lichtenthal und Oberbeuern. Wir gelangen nun zu einem Feldweg, der von Lichtental heraufkommt. Diesem folgen wir etwa 50 m bergab, zweigen dann nach links ab und schlendern nach kurzem Anstieg auf einem ebenen Weg ins Märzenbachtal. Am Talende überqueren wir den Märzenbach und kommen zu einem Waldweg, der nun linkerhand bergauf führt. Oberhalb einer Viehweide im hinteren Sauerboschtal verlässt unsere Route den Märzenbachweg und biegt nach rechts in den Horlochweg ein, um an einer Weggabelung dem Waldweg zum Lerchenberg zu folgen. Von hier hat man eine tolle Aussicht auf das von Obstwiesen umgebene Oberbeuern und die bewaldeten Rücken von Steinberg, Wettersberg und Iberst. Nach der Schafweide zweigt der Weg nach rechts ab und führt auf einem schmalen Pfad bergab zu dem Hotel „Forellenhof”. Auf der idyllischen Terrasse können sich Hungrige mit einer Vielzahl an Fischspezialitäten stärken. Dann geht es ein kurzes Stück nach dem Hotel am Waldrand entlang bis zum Endpunkt des Wegabschnitts, der Bushaltestelle Oberbeuern.

Forellenhof/Fischkultur bis Waldparkplatz Malschbach Von der Bushaltestelle wandern wir auf der Straße bis zur ersten Brücke über die Oos. Danach gehen wir durch Viehweiden hinauf zum Waldrand. An der Sitzgruppe hat man einen schönen Blick über die Hänge nördlich von Oberbeuern und an klaren Tagen über die Rheinebene bis hinüber zu den Nordvogesen. Nach 100 m verlässt der Panoramaweg das Asphaltsträßchen und folgt dem Klosterboschfußweg bis zur Bußackerhütte. Am Tierfriedhof zweigt bei der Pflanzschule der Wanderweg nach rechts ab. Wir passieren südlich von Oberbeuern die Gretengasse und die Mannlichsbrunnengasse. Anschließend kommt ein kleiner Anstieg im Wald, bevor wir nach der Kreuzung zweier Waldwege hinüber ins Geroldsauer Tal gelangen. Vom Narrenstein aus haben wir einen tollen Ausblick in das Tal. Danach führt uns die Route hinunter zur Wasserfallstraße und in das Grobbachtal. Nun gehen wir etwa 200 m bergauf, bevor wir in den schmalen Fußpfad entlang des Grobbachs abzweigen. Dieser führt uns zum Geroldsauer Wasserfall. Rechts und links ragen nun steile Talhänge in den Himmel. Wir folgen dem Pfad bis zu den  Obstwiesen. Hier haben wir immer wieder einen schönen Blick auf Lichtental, in die Rheinebene, die Vogesen und den Pfälzer Wald. Am Bolzplatz queren wir die Mannlichsbrunnengasse und schlendern am Waldrand entlang nach Seelach. Nachdem wir die gleichnamige Straße gekreuzt haben, steigen wir zum Obersten Berg hinauf. Von dort geht es wieder abwärts ins Übelsbachtal geht, das wir auch  durchqueren. Am Wasserfall wendet der Weg und führt auf dem Wasserfallrundweg zum Waldparkplatz Malschbach. In Geroldsau haben wir die Möglichkeit, im „Auerhahn“ oder im „Hirsch“ die ein oder andere badische Spezialität zu genießen.

Waldparkplatz Malschbach bis Tiergarten Beim Waldparktplatz Malschbach überquert der Panoramaweg die Schwarzwaldhochstraße und führt auf dem schmalen „Sauwegle” zu dem zwischen Wiesen und Obstbäumen gelegenen Weiler Malschbach hinab. Im Ort gehen wir in Richtung Waldgrenze und erreichen den Laisenbergweg, der uns ins Ibachtal führt. Dort wandern wir etwa 300 m bergan, bevor wir nach rechts in den Hardtweg abzweigen. Nun führt uns die Route hinauf zur Schutzhütte „Gelbe Eiche”. Auf dem Sohldeichweg und später auf der Prisewitzallee gehen wir zum Louisfelsen und zur Lache. Auf diesem Streckenabschnitt bieten sich uns immer wieder Ausblicke in das Gunzenbachtal, zum Fremersberg und, bei klarer Sicht, über die Rheinebene bis zum Pfälzer Wald. Die Wegweiser bringen uns über den Pfeifersfels und anschließend abwärts über den Waldeneckweg zum Waldhaus Batschari. Von hier können wir das gesamte Baden-Badener Stadtgebiet mit seinen Sehenswürdigkeiten bewundern. Nun geht es weiter hinüber zum Korbmattfelsen und zur AOK-Klinik, bevor wir die Bushaltestelle „Tiergarten” erreichen.

Tiergarten bis Bernharduskirche Am „Tiergarten” überqueren wir zunächst die Fremersbergstraße und steigen, den Wegweisern folgend, hinab ins Michelbachtal zu den Waldseen. Bevor wir diese erreichen, können wir noch einen Abstecher auf den Fremersberg machen. Der weithin sichtbare Aussichtsturm bietet einen sehr schönen Rundblick über die Rheinebene und den Schwarzwald. Da dieser Umweg ganz schön anstrengend ist, können wir im Restaurant Turm Fremersberg uns erholen. Die normale Route führt uns am Auslauf des unteren Waldsees über die Waldseestraße und dann auf den Naturlehrpfad zum Katzenstein. Auf einem schmalen Pfad wandern wir nun am Fuß des Katzensteins vorbei und hinüber zum imposanten Pulversteinfelsen. Von diesem geht es weiter hinauf zum Droschkenweg. Hier angelangt, biegen wir zweimal rechts ab, gehen zuerst über den Weißheidenweg und dann auf einem schmalen Fußpfad hinunter nach Oosscheuern und zurück zur Bernharduskirche.

Gutes Schuhwerk, Rucksack mit ausreichend Poviant und Getränken
A5 bis Ausfahrt Baden-Baden
In Baden-Baden
Mit dem Zug nach Baden-Baden