Neckartal/Schwäbische Alb (Deutsche Fachwerkstraße)

Fernradweg

Diese Fernradroute der Deutschen Fachwerkstraße führt von Bietigheim-Bissingen aus durch das Neckartal und über die Schwäbische Alb.

  • Typ Fernradweg
  • Schwierigkeit mittel
  • Dauer 34:00 h
  • Länge 442,8 km
  • Aufstieg 2650 m
  • Abstieg 2650 m
  • Niedrigster Punkt 181 m
  • Höchster Punkt 856 m

Beschreibung

Auf den sieben Etappen der Fernradtour der Deutschen Fachwerkstraße werden mehr als 440 km zurückgelegt. Durch das Naturschutzgebiet Alt-Neckar, die Weinberge und das Neckartal, an der Rems entlang und über die Schwäbische Alb, durch das Achtal und das Donautal sowie durch weitere Naturschutzgebiete führt die Rundtour durch zahlreiche sehenswerte Fachwerkstädte. Nicht nur die in diesem Stil erbauten Gebäude sind beeindruckend, auch einige mittelalterliche Burgen und Klöster liegen auf dem Weg. Auf der Schwäbischen Alb ziehen besonders die Höhlen die Besucher an. Urgeschichtliche Fundstätten wie beispielsweise die der „Venus vom Hohle Fels” ermöglichen Museen und Lehrpfade zum Thema frühe Menschheitsgeschichte. Entlang der Flüsse und von den hügeligen Anhöhen aus bieten sich immer wieder atemberaubende Blicke auf die malerische Landschaft des Neckar-, Ach- oder Donautals. In Marbach und Schorndorf können zudem die Geburtsstädte Friedrich Schillers und Gottlieb Daimlers besichtigt werden.

1. Bietigheim-Bissingen – Schorndorf 

Die erste Etappe der Fernradtour startet in der schönen Fachwerkstadt Bietigheim-Bissingen. Es geht zunächst durch den Wald und dann mitten durch das Naturschutzgebiet Alt-Neckar nach Freiberg, wo das Schloss und das zugehörige Museum besichtigt werden können. Dann fahren wir auf der wunderschönen Strecke zwischen den Weinbergen und dem Neckar. In Marbach, dem Geburtsort Friedrich Schillers, beeindrucken die Fachwerkhäuser, Türme und engen Gassen. Inmitten herrlicher Landschaft geht es durch Steinheim an der Murr, Burgstetten-Erbstetten und Backnang. Der Radweg führt entlang der Orte Weissach und Allmersbach im Tal und Michelau, wo die Ölmühle ein technisches Museum alter Handwerkstradition beherbergt. Das Etappenziel an der Rems lädt mit historischen Kleinoden und einer Senfmanufaktur zu einem Aufenthalt ein.

2. Schorndorf – Kirchheim unter Teck 

Die Etappe startet in der Geburtsstadt Gottlieb Daimlers und verläuft bis Bad Cannstatt sehr schön mit wenig Kontakt zum Straßenverkehr. Über Grunbach geht es nach Waiblingen, das durch seine Altstadt mit schmucken Fachwerkhäusern, imposanten Türmen und begehbarer Stadtmauer mit Wehrgang beeindruckt. Bei Remseck mündet die Rems in den Neckar. Die moderne Fußgängerbrücke hier und die Fellbacher Landungsbrücke bei Aldingen laden zu einem Zwischenstopp ein. Durch das Neckartal geht es weiter über Hofen mit dem Max-Eyth-See und Bad Cannstatt nach Esslingen am Neckar. Sehenswert sind hier das Alte Rathaus und die Burg. Über Plochingen mit dem Hundertwasserhaus gelangen wir zum Etappenziel, das idyllisch zwischen Streuobstwiesen und Albpanorama unterhalb der Burg Teck liegt.

3. Kirchheim unter Teck – Blaubeuren

Auf dieser Etappe geht es über die Schwäbische Alb, das höhlenreichste Gebiet Deutschlands. Bei Heroldstatt-Sontheim kann die älteste Schauhöhle Deutschlands, eine Tropfsteinhöhle, besichtigt werden. Bei Laichingen wartet direkt die nächste Schauhöhle, diesmal eine Schachthöhle. Informationen rund um Höhlen sind hier in einem Museum und auf einem Wanderweg zu finden. Weiler wird dann wieder von Fachwerkhäusern geprägt und Blaubeuren liegt in die wunderschöne Landschaft der Schwäbischen Alb eingebettet. Der Ort überzeugt nicht nur mit seinen prächtigen Fachwerkhäusern, sondern auch mit einem urgeschichtlichen Museum und dem Blautopf, einer Karstquelle, die der Stadt den Namen gab.

4. Blaubeuren – Riedlingen 

Durch das malerische Achtal geht es von Blaubeuren aus in Richtung Schelklingen. Hier befindet sich die urgeschichtliche Fundstelle der berühmten „Venus vom Hohle Fels“. Im GeoPark Schwäbische Alb begegnen uns zahlreiche Höhlen und Grotten, sodass die Tour zu einem besonderen landschaftlichen Erlebnis wird. Die Orte unterwegs wie Ehingen und Munderkingen bestechen durch sehenswerte Altstädte. In Untermarchtal befindet sich das Kloster der Vinzentinerinnen und von der Burg in Rechtental hat man Aussicht auf das Donautal. Über Datthausen und Bechingen wird schließlich das Etappenziel erreicht. Riedlingen liegt zwischen Bussen und Schwäbischer Alb, dessen Altstadt steht beinahe vollständig unter Denkmalschutz.

5. Riedlingen – Trochtelfingen 

Riedlingen, an den Ausläufern der Schwäbischen Alb gelegen, besticht durch seinen von Fachwerkhäusern umgebenen Marktplatz. An der Donau entlang führt der Weg nach Zwiefaltendorf, wo die Zwiefalter Ach in die Donau mündet. Die Wiesen am Wegesrand werden oft von Störchen belagert und Zwiefaltendorf mit seinem sehenswerten Schloss liegt direkt am Fluss. Nun an der Zwiefalter Ach entlang geht es in den Ort des Oberschwäbischen Barock: Zwiefalten. Hier beeindruckt ein stattliches Kloster der Benediktiner. Durch das Donautal geht es weiter durch kleine Ortschaften bis nach Steinhilben. Der Augstbergturm bietet einen wunderbaren Blick in die Weite. Das Etappenziel Trochtelfingen liegt umgeben von Bergen und Hügeln.

6. Trochtelfingen – Herrenberg 

Die Etappe startet in Trochtelfingen über den Stadtteil Mägerkingen. Hier bietet sich direkt die Erholungsanlage Lauchert-See. Entlang der Lauchert geht es durch viele kleine Ortschaften nach Mössingen. Die Blumenstadt wird von einem grünen Gürtel umgeben und beeindruckt durch Sehenswürdigkeiten wie den „Vier-Jahreszeiten-Brunnen“ auf dem Rathausplatz. Nach einem kurzen Weg wird Nehren erreicht. Hier reiht sich ein Schmuckstück an das andere. Sehenswert sind der alte Ortskern und die Veitskirche. Durch das Naturschutzgebiet „Bühler Tal und unterer Bürg“ verläuft der Weg durch die Orte Kiebingen und Wurmlingen, an der Ammer entlang über Reusten bis zum Etappenziel Herrenberg. Der Ort im Schönbuch verzaubert mit seinen engen und verwinkelten Gassen und dem Fachwerkensemble.

7. Herrenberg – Bietigheim-Bissingen

Die letzte Etappe startet in der schönen Fachwerkstadt Herrenberg und führt zunächst nach Sindelfingen, wo ca. 100 Fachwerkgebäude zu betrachten sind. Durch eine grüne Landschaft geht es weiter nach Leonberg, einer der ältesten Städte Württembergs. Das 1480 erbaute historische Rathaus ist besonders sehenswert. An der Glems entlang kommen wir über Ditzingen nach Markgröningen, der für den Schäferlauf bekannten Stadt. Im Ort überzeugen jedoch auch zahlreiche Fachwerkgebäude und der Wimpelinhof. Das letzte Stück der malerischen Strecke führt bis nach Bietigheim-Bissingen, dem Ausgangspunkt der Fernradtour. Hier können viele Besonderheiten bestaunt werden: Rathaus, Hornmoldhaus und Enzviadukt sind bekannte Schönheiten.

Fahrradhelm, Flickzeug, Fahrradhandschuhe, Sonnenschutz, Proviant und Trinkwasser

Genügend Zeit für Zwischenstopps in den schmucken Fachwerkstädten einplanen.

Über A81 und B27 zu erreichen

Parkplätze im Stadtgebiet von Bietigheim-Bissingen

Mit Regionalzügen und S-Bahn von Stuttgart