Martinusweg der Diözese Rottenburg-Stuttgart Teilabschnitt 05b Erbach-Ehingen

Pilgerweg

Martinusweg (Pilgerweg) Teilabschnitt 05b Erbach-Ehingen

Von der Kirche St. Martin in Erbach über Donaurieden, Oberdischingen, Öpfingen, Gamerschwang, Nasgenstadt vorbei am Stadion zum Wolfertturm.

Länge der Strecke 16,3 km.

  • Typ Pilgerweg
  • Schwierigkeit mittel
  • Dauer 5:00 h
  • Länge 16,2 km
  • Aufstieg 165 m
  • Abstieg 140 m
  • Niedrigster Punkt 482 m
  • Höchster Punkt 549 m

Beschreibung

Der Martinusweg in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

2005 hat der Europarat den Martinusweg („Via Sancti Martini“), der die Geburtsstadt des Hl. Martin, Szombathely in Ungarn, mit seiner Grablege in Tours in Frankreich verbindet, in die Liste der Kulturwege aufgenommen. Martinuswege gibt es mittlerweile in Frankreich, Italien, Slowakei und Tschechien. Bischof Dr. Gebhard Fürst hat diese Idee aufgegriffen und den Martinusweg auch in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, die unter dem Patrozinium des Hl. Martin steht, ausgewiesen. Wir verstehen und gestalten den Martinusweg in unserer Diözese als Pilgerweg, auf dem die Pilgerinnen und Pilger eingeladen sind, sich mit dem Hl. Martin auf einen geistlichen Weg zu begeben und sich mit seinem Glaubenszeugnis, seinem Leben und seinem Wirken auseinanderzusetzen. Pilgern auf dem Martinusweg kann so zur Spurensuche werden: nach Spuren des Hl. Martin in unserer Diözese, aber mehr noch nach Spuren Gottes in unserem Leben.

Der Martinusweg durch unsere Diözese verbindet an einer gedachten Achse entlang die beiden „Martinsorte“ Szombathely und Tours. Aus dieser Achse heraus ergibt sich ein Hauptweg von Tannheim bei Biberach nach Schwaigern bei Heilbronn, der verschiedene Kirchen mit einem Martinspatrozinium miteinander verbindet. Der Wegverlauf geht über Biberach, Ulm, Hechingen, Böblingen, Stuttgart und Heilbronn. Um auch andere Martinskirchen in der Diözese mit dem Martinusweg und seinem geistlichen Anliegen eines Pilgerwegs in Verbindung zu bringen, gibt es weitere Regionalwege des Martinuswegs, die auf diesen Hauptweg zuführen (vom Bodensee über das Allgäu nach Biberach; von Mergentheim nach Heilbronn; von Sigmaringen nach Hechingen und von Zwiefalten über Reutlingen nach Rottenburg). Wesentliche Kriterien für die Streckenführung dieses Pilgerwegs sind also, innerhalb der Diözese ein Wegstück auf dem europäischen Martinusweg zu ermöglichen und dabei unsere Martinskirchen und kirchlichen Einrichtungen, die im Geiste des Hl. Martin tätig sind, mit dieser Pilgeridee zu verknüpfen.

Um Belastungen der Natur zu vermeiden, haben wir bei der konkreten Wegführung nach Möglichkeit auf bereits vorhandene und eingeführte Wege zurückgegriffen (z.B. Jakobuswege und Wege des Schwäbischen Albvereins). Damit der Martinusweg aber als eigenständiger Pilgerweg erkennbar wird, ist der Wegverlauf mit einem eigenen Wegzeichen ausgeschildert, einem schmalen gelben Kreuz auf dunkelrotem Grund.

Diözese Rottenburg-Stuttgart - Datum: 24.06.2012 

Etappenstart: Erbach

Länge: 16 km, Höhenmeter bergauf: 197 m, Dauer: 4,7 Std.

Wer Erbach mit dem Zug erreicht, folgt vom Bahnhof aus der Beschilderung zum Kreisel an der B 311; wenn diese auf dem Fußgängerüberweg überquert ist, führt der Weg geradeaus weiter in die Erlenbachstraße, wo nach wenigen Metern links der Kirchweg einmündet. Von hier aus sind es noch rund 100m, bis der eigentliche Martinsweg von rechts kommend den Kirchweg kreuzt. Auf dem Weg zum stattlichen Schloss sieht man dahinter die St. Martinskirche auftauchen, zu der man nach einem kurzen Straßenstück links abbiegen muss.

Von der Erbacher Kirche gehen wir anschließend wieder 30m zurück und gehen an der Abzweigung links Richtung Friedhof. An dessen Ende nimmt der Pilgerweg denselben Verlauf wie der Oberschwäbische Jakobusweg, d.h. man geht linker Hand um die Friedhofsmauer herum und hat auf den nächsten 800 Metern bis zur Maria-Hilf-Kapelle entlang der Hangkante immer wieder schöne Ausblicke ins württembergische Oberland. An der neugotischen Kapelle von 1849 („Gruabbänkle“) rechts halten und bei dem geteerten so genannten „Totenweg“ wieder links Richtung Donaurieden.

In Donaurieden gehen wir zunächst links bergab und im Tal rechts den Kirchenberg hinauf. Am Ortsende von Donaurieden auf der Höhe liegt die St. Michaels-Kirche. Noch einmal geht es auf freier Höhe und fußfreundlichem Feldweg nach Oberdischingen, wo unser Weg von der Höhe herabkommend in die Hauptstraße einmündet. Nach links der Allee entlang führt unser Weg weiter, der schmucke Ort, besonders das „Oberschwäbische Pantheon“, d.h. die Pfarrkirche „Zum Heiligsten Namen Jesu“, ist jedoch der eingehenden Besichtigung wert.

Nachdem die historisch interessante Herrengasse in Oberdischingen durchwandert ist, geht es auf der Allee in östlicher Richtung bis zur Abzweigung Kanal-/Riedweg. Dort rechts abbiegen in Richtung Bundesstraße B 311. Diese vorsichtig überqueren und einem schönen Landwirtschaftsweg folgend gelangt man halblinks bis zum Steg über den Auslaufkanal des Öpfinger Kraftwerks. Am Ende des Stegs geht es rechts auf einem Grasweg weiter bis zum Kraftwerk. Dort geht es auf den Damm des Stausees. Von dort gibt es eine schöne Aussicht auf die Öpfinger Kirche. Der Weg führt auf dem Damm weiter bis zur Vogelbeobachtungshütte. Hier verlassen wir den Damm und wenden uns nach links zur Schranke. Hinter der Schranke biegen wir nach rechts in westlicher Richtung auf den Teerweg (dieser Weg ist als Wanderweg von Ulm nach Ehingen auf der ganzen Strecke mit blauen Rauten auf weißem Grund ausgeschildert). Der Asphaltweg endet an der Donaubrücke in Öpfingen bei der Steinfigur des Hl. Nepomuk. Natürlich lohnt sich die Besichtigung der schmucken Martinskirche.

Von dort geht es wieder zur Donaubrücke zurück und geradeaus auf dem Gehweg bis zum Biberwertweg. Dort geht der Weg rechts ab in südliche Richtung bis zum Ortsende. Am Ende der Häuser führt der Weg nach rechts dem Altwasser zu. Auf einem guten, teilweise asphaltierten bzw. geschotterten Weg geht es durch das Altwasser bis zur Donaubrücke unterhalb von Gamerschwang. Die Brücke nicht überqueren, denn hier führt der Weg nach links auf dem Ortsverbindungsweg in Richtung Griesingen. Nach etwa 150 m biegt ein schöner Schotterweg nach rechts ab wieder in Richtung Donaualtwasser. Hier folgen wir dem Weg (der Beschilderung blaue Raute auf weißem Grund) bis zur Donaubrücke nach Nasgenstadt.

Nach dem Überqueren der Donaubrücke in Nasgenstadt geht es links in die „Kapellenstraße“. Auf der Höhe biegt die Kapellenstraße scharf nach rechts ab; hier geht es links durch die Abschrankung auf dem Fußweg entlang der Bettelkapelle und den Sportplätzen westlich über die Höhe. Erst beim Aussichtsturm kommen wir über die „Müllerstrasse“ nach Ehingen. Je nachdem welche Variante gewählt wird, geht der Weg weiter. Bei der südlichen Variante geht es zum Aussichtsturm zurück. Die nördliche Variante beginnt am Bahnhof.

Internet Martinuswege