Klosteranlage, Gnadengrotte und uralte Linde

Wanderung

Die Wanderung ist für einen Familienausflug geeignet und kilometermäßig gesehen nicht allzu lang. Der Rundweg führt 103 Höhenmeter bergan und später natürlich wieder bergab. Unterwegs gibt es Vielfältiges zu entdecken und zu erkunden: Historisches, gleich zwei religionsgeschichtlich interessante Wallfahrts- und Andachtsstätten und eine etwa 500 Jahre alte, mehrere Meter dicke Linde.

  • Typ Wanderung
  • Schwierigkeit leicht
  • Dauer 1:13 h
  • Länge 4,3 km
  • Aufstieg 118 m
  • Abstieg 118 m
  • Niedrigster Punkt 220 m
  • Höchster Punkt 338 m

Beschreibung

Der Weg beginnt direkt an der Jagst und führt durch das Kloster Schöntal, über sommerlich bunte Wiesen und Felder des Hohenloher Landes, vorbei an alten Fischteichen und Schafweiden beim Forsthaus von Neusaß.

Wir bewegen uns hier auf geschichtsträchtigen, aber auch kulturhistorisch interessanten Pfaden.Ausgiebig Zeit nehmen sollte man sich für das Kloster Schöntal selbst. Der Parkplatz liegt direkt nebenan, so dass man sogleich mit der Besichtigungstour bei der Torkapelle starten kann. Mehr als nur einen kurzen Blick sollte der Besucher in die barocke Klosterkirche mit Kreuzgang und Grablege des Götz von Berlichingen werfen. Sehenswert auch die Neue Abtei (Bildungshaus der Diözese Rottenburg-Stuttgart) mit ihrem pompösen Treppenhaus sowie der „Mohrenbrunnen“ inmitten der Anlage. In den sehr gut erhaltenen Gebäuden des ehemaligen Zisterzienserklosters (1157-1802) und späteren evangelisch-theologischen Seminars (1810-1975) sind heute neben einem Waldschulheim auch das katholische und evangelische Pfarrhaus sowie das Bürgermeisteramt von Schöntal untergebracht. Im Rahmen des Hohenloher Kultursommers werden hier Veranstaltungen abgehalten.

Vom hinteren Tor der Klosteranlage aus führt der Weg am Honigbach entlang bis zur K 2322. Diese wird überquert. Danach geht es parallel zum Honigbach auf bezeichnetem Rundweg (rotes Kreuz) bergan. Abwechslung bieten unterwegs die bereits erwähnten Fischteiche. Am Zielpunkt befindet sich das Forsthaus mit einer etwa 500 Jahre alten Linde und der Wallfahrtskapelle gegenüber. Ein Pfad führt zum etwa 100 Meter entfernt liegenden „Augenbrünnle“ in einer kleinen „Höhle“, eingerahmt von zahlreichen Votivgaben. Dessen Quellwasser wird Heilkraft für die Augen nachgesagt.

Neben dem Forthaus biegt man später links auf den geteerten Weg ab und folgt diesem ostwärts bis zu einem unbefestigten Feldweg. Auf diesem geht es linker Hand wieder zurück zum Kloster Schöntal, vorbei am Jugendzeltplatz („Kreuzberg“), an Heiliggrabkapelle und Friedhof. Und wenn man, angestrengt von der Wanderung, wieder im Tal angekommen ist, kann man sich im Klostercafé bei einem kühlen Bier, einer Limonade, Eis oder Kaffee und Kuchen stärken, bevor die Heimfahrt angetreten wird.

Vom „Kreuzberg“ zwischen Schöntal und Neusaß hat man einen herrlichen Blick auf das Kloster. Entlang der Klostermauern, in Richtung Jagst, trifft man immer wieder auf Relikte der alten Jagsttalbahn.Wenn man noch etwas Zeit hat, kann man nach Jagsthausen weiterfahren und dort weiter auf den Spuren des Götz von Berlichingen wandeln.
An der Jagst direkt neben dem Kloster Schöntal