Hugenotten- und Waldenserpfad, Etappe Nagold-Grenze-CH

Fernwanderweg

Kulturroute des Europarates, Hugenotten- und Waldenserpfad

 

  • Typ Fernwanderweg
  • Schwierigkeit mittel
  • Dauer 59:22 h
  • Länge 203,2 km
  • Aufstieg 4139 m
  • Abstieg 4058 m
  • Niedrigster Punkt 384 m
  • Höchster Punkt 921 m

Beschreibung

 Der Hugenotten- und Waldenserpfad orientiert sich an den Wegen der Glaubensflüchtlinge

 Die wichtigste Route führte über die alte Poststraße von Schaffhausen über Tengen, Tuttlingen, Balingen und Tübingen nach Stuttgart. Dabei durchquerten die Flüchtlinge mehrere Territorien, auch katholische wie das Fürstentum Fürstenberg und die habsburgische Grafschaft Hohenberg, bevor sie das württembergische Kernland errreichten.   Von Stuttgart ging es weiter Richtung Heidelberg, meistens durch die Kurpfalz.

 Eine   zweite Route ging von Schaffhausen direkt in nördliche Richtung auf den Neckar zu. Die Flüchtlinge zogen bis Horb an dem Fluss entlang, wendeten sich dann Richtung Nagoldtal und erreichten die Kurpfalz   über Calw und Pforzheim. Von dort ging es dann weiter in Richtung Frankfurt  

Der Hugenotten- und Waldenserpfad folgt den historischen Spuren der Exulanten. Er führt zuerst über die alte Poststraße von   Schaffhausen in Richtung Stuttgart und durchquert die wunderschöne   Landschaft des Hegaus. Nach Engen verlässt er allerdings diese Route, wendet sich auf dem Querweg des Schwarzwaldvereins nach Westen auf den Schwarzwald zu und führt ab Blumberg erst auf dem SWV-Ostweg, dann dem Neckarweg des Schwäbischen Albvereins und dem SWV-Gäurandweg   auf dem westlichen Weg der Flüchtlinge am Ostrand des Schwarzwalds nach Norden   bis nach Calw.

Von dort an orientiert sich der Kulturfernwanderweg nicht länger an den Wegen, die   Hugenotten und Waldenser vor 300 Jahren Richtung Frankfurt gegangen sind, sondern er führt zu den vielen Waldenser- und Hugenottensiedlungen hin, die um 1700 im Heckengäu, im Kraichgau und im Odenwald entstanden sind