Wanderung

Durch das Naturschutzgebiet Prechtaler Schanze

Eine Wanderung in urtypischer Schwarzwaldlandschaft mit herrlichen Ausblicken und einzigartigen Natureindrücken.

  • Typ Wanderung
  • Schwierigkeit mittel
  • Dauer 3,15 h
  • Länge 9,1 km
  • Aufstieg 401 m
  • Abstieg 401 m
  • Niedrigster Punkt 457 m
  • Höchster Punkt 825 m

Beschreibung

Vom idyllischen Dorf Oberprechtal aus führt die Tour hinauf zum Pfauenfelsen und zur Prechtaler Schanze. Im Naturschutzgebiet "Prechtaler Schanze" zeigt sich ein faszinierendes Landschaftsmosaik mit den typischen Vegetationseinheiten der ehemaligen Reutbergwirtschaft, wie es im Schwarzwald nur noch wenig zu finden ist. Besenginsterweiden, Magerwiesen, Feuchtwiesen, Niedermoore, ehemalige Nieder- und Eichenschälwälder bieten hier Lebensraum für eine Vielzahl gefährdeter, zum Teil vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Daneben bieten sich immer wieder herrliche Ausblicke zu den Höhen von Nord- und Südschwarzwald sowie in die Rheinebene und bis zu den Vogesen. Die exponierte Lage und die weite Sicht waren wohl auch Gründe, warum in diesem Gebiet schon vor Jahrhunderten zur Abwehr der von Frankreich her einfallenden Truppen Verteidigungslinien und Schanzen gebaut wurden. Diese Linien und Schanzen sind heute an vielen Stellen noch gut erkennbar. Auch im letzten Weltkrieg war die Prechtaler Schanze wichtiger Standort für die Flugabwehr. Die Reste der Bunker und Stellungen sind heute noch deutlich zu sehen. Auf dem Höhenrücken zwischen Elz- und Gutachtal verläuft die Strecke ein Stück weit entlang des Westweges zum Huberfelsen. Der „Spitze Felsen", wie er früher genannt wurde, ist ein herrlicher Aussichtspunkt inmitten einer großartigen Landschaft. Wie die Aussichtskanzel eines riesigen U-Bootes ragt er aus der umgebenden Landschaft hervor. Dank seiner günstigen Lage an der Grenze zwischen Süd- und Nordschwarzwald hat er seit jeher eine große Anziehungskraft. Anschließend geht es, dem Verlauf des Wittenbächles folgend, wieder hinunter ins Tal. Beim Gasthaus Rössle gelangen wir an die noch junge Elz.. Hier war einst Ernest Hemmingway zu Gast um Forellen zu angeln. Seine Eindrücke und Erlebnisse hat er in seinen 49 Depeschen niedergeschrieben und somit diesen Ort  in die Weltliteratur eingebracht. Der Rest des Weges führt durch das Tal der Elz  zurück zum Ausgangspunkt. Auch hier zeigt sich nochmals ein herrliches Landschaftsbild mit schönen Schwarzwaldhöfen, so wie man sich ein typisches Schwarzwaldtal vorstellt.  

Die Wanderung beginnt am Wegweiser "Oberprechtal Dorf“ (459 m) bei der Kirche, in unmittelbarer Nähe der  Bushaltestelle "Oberprechtal Kirche“. Von der Touristinformation sind es ca. 250 m zum Ausgangspunkt. Ein kurzes Stück folgt der Weg dem Verlauf der Triberger Straße (blaue Raute) vorbei am Wegweiser „Alter Sportplatz“ bis zur Markierung „Oberprechtal Minigolf“. Hier geht es nach links der gelben Raute folgend in die Pfauenstraße. Diese endet nach ein paar hundert Metern. Beim Wegweiser "Am Pfauen“ geht es dann in langgezogenen Serpentinen hoch durch den Wald in Richtung Pfauen. Unterwegs bietet sich rechts bei einer Waldlichtung eine herrliche Aussicht, die durch das ganze Elztal bis zum Kaiserstuhl und in die Rheinebene reicht. Eine urige Sitzgruppe lädt zum verweilen und genießen ein. Beim nächsten Wegweiser "Pfauen“ am Huberweg wird der Zweitälersteig (rotes Herz auf grüner Raute) erreicht. Von hier ist es nicht mehr weit bis zum Pfauenfelsen. Dieser befindet sich bereits auf Gipfelhöhe (780 m) und bietet ebenso eine herrliche Aussicht. Weiter geht der Weg zur Prechtaler Schanze. Insbesondere auf diesem Wegstück zeigt sich eindrucksvoll das benannte Landschaftsmosaik, das in den letzten Jahrhunderten durch die Reutbergwirtschaft geprägt wurde, und heute als extensive Bergweide genutzt wird. Beim Wegweiser "Prechtaler Schanze“ trifft der Weg auf zwei weitere Hauptwanderwege, den Querweg Lahr-Rottweil und den Westweg. Reste der Verteidigungsanlagen aus dem 17. und 18. Jahrhundert gegen Frankreich sowie aus dem letzten Weltkrieg zeugen davon, dass dieser Ort zudem aus strategischer Sicht stets interessant war. Von hier aus geht es weiter auf dem Westweg Richtung "Huberfelsen", der nach 1,2 Kilometern erreicht wird. Der kurze Abstecher hoch zum Felsen lohnt sich auf Grund der einmaligen Lage zwischen Elz-und Gutachtal sowie der herrlichen Sicht auf die Höhen des Süd- und Nordschwarzwaldes auf jeden Fall. Weiter folgt die Strecke dem Westweg bis zum Wegweiser "Hirzdobel“.  Dort biegt ein Wanderpfad rechts ab, der zunächst durch den Wald und dann durch das Tal des Wittenbächles wieder hinunter ins Elztal führt. Beim Wegweiser "Rössle" wird die Straße, die von Oberprechtal nach Triberg führt (L109), überquert. Ab hier verläuft die Wanderung talabwärts auf dem Elztalweg (blaue Raute), der zugleich als heimatkundlicher Wanderweg sehr informativ beschildert ist. Vorbei an den Wegweisern "Vor dem Wittenbach“, "Oberprechtal Minigolf“ wird wieder Ausgangpunkt der Tour im Dorf Oberprechtal erreicht.

Feste Wanderschuhe;
Evtl. Teleskopstöcke

Rutschgefahr bei Besteigung des Huberfelsens bei Nässe;
Bei Begehung im Frühjahr evtl. Schneelage beachten

B294 bis Elzach - Ausfahrt Prechtal - Dorf-Oberprechtal - Touristinformation Oberprechtal;

B33 bis Gutach (Schwarzwaldbahn) - Abzw. Elzach - Dorf-Oberprechtal - Touristinformation Oberprechtal

Parkplatz bei der Touristinformation Oberprechtal
(UTM 32U 436144 5340491)

Breisgau S-Bahn von Freiburg nach Elzach, anschl. mit Buslinie Nr. 7274 nach Oberprechtal Kirche;

Vom Bahnhof Triberg mit Buslinie Nr. 7274 nach Oberprechtal Kirche;

(Regio-Verkehrsverbund Freiburg: www.rvf.de)

Wanderkarte des Schwarzwaldvereins 1:35 000 (grüne Serie):
WTF ZweiTälerLand Triberg Furtwangen, ISBN 978-3-86398-413-7
Herausgeber: Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg.