Wanderung

Distelhäuser Bierwanderweg

Wo kommt das gute Bier her? Der "Distelhäuser Bierwanderweg" zeigt's: Er macht den Wanderer mit der Landschaft bekannt, in der Gerste und Weizen für die Biere der Distelhäuser Brauerei wachsen und wo das Wasser dafür aus eigenen Brunnen geholt wird. Sogar einen kleinen Hopfengarten kann man sich ansehen. Die Wanderung endet  direkt vor der Brauerei, deren "Brauhaus" zur Einkehr und zum Probieren der Biersorten einlädt. Konzipiert wurde der Bierwanderweg aus Anlass des Jubiläums 500 Jahre deutsches Reinheitsgebot.

  • Typ Wanderung
  • Schwierigkeit mittel
  • Dauer 2,29 h
  • Länge 8,9 km
  • Aufstieg 192 m
  • Abstieg 198 m
  • Niedrigster Punkt 180 m
  • Höchster Punkt 334 m

Beschreibung

Distelhausen ist ein Stadtteil von Tauberbischofsheim im „Lieblichen Taubertal“. Die Pfarrkirche St. Markus mit der sehenswerten Rokoko-Innenausstattung steht im Zentrum des Ortes, umgeben von einigen Fachwerkhäusern. Der Bierwanderweg führt unter anderem an der spätgotischen St. Wolfgangskapelle vorbei, die beim jährlich am Pfingstmontag stattfindenden St. Wolfgang-Ritt das Ziel der Prozession ist.

Die am westlichen Ortsrand vorbeifließende Tauber wird von einer denkmalgeschützten Bogenbrücke überquert. Zahlreiche Bildstöcke und Denkmäler prägen die Umgebung. Besichtigt werden können das Bauernhofmuseum und die Distelhäuser Brauerei, deren „Brauhaus“ zur Einkehr und Rast einlädt. Im „Kleinen Amtshotel“ bietet sich die Möglichkeit zu übernachten und bierige Wellness zu genießen.

Das handwerkliche Brauen nach alten Rezepten und mit heimischen Getreidesorten wie dem Dinkel zählen seit jeher zu den Leidenschaften der Distelhäuser Braumeister. In der Familienbrauerei werden über 20 verschiedene Biersorten nach Brauverfahren der Region hergestellt. Das Brauwasser wird aus eigenen Brunnen gefördert. Die Hauptzutaten der Biere aus Distelhausen – Gerste und Weizen – stammen zu fast 100 Prozent aus dem Taubertal und einem Umkreis von weniger als 100 Kilometern um den Firmensitz. Die brauereieigene Gaststätte „Brauhaus“ bietet neben den frischen Distelhäuser Bieren Speisen mit den besten Zutaten aus der Ferienlandschaft „Liebliches Taubertal“ an und baut das lokale Angebot der heimischen Spezialitäten als kulinarische Besonderheit stetig aus. Ein Erfolgsprojekt ist auch „Bauer’s Brotzeit“, die Metzgerei der Familie Bauer. Sie stellt in Handarbeit Spezialitäten von Wild aus heimischen Wäldern sowie von Schwein-, Rind und Geflügelfleisch her. Artgerechte Tierhaltung, Futtermittel ohne genetische Veränderung und langsame, tiergerechte Mast garantieren unverfälschten, echten Geschmack. [Quelle: Info-Tafel "Distelhäuser Bierwanderweg" des Tourismusverbandes Liebliches Taubertal und der Distelhäuser Brauerei]

Ausgangspunkt der Wanderung ist der Platz vor der Haupteingangstür der Kirche St. Markus in Distelhausen, 200 Meter von der
Brauerei entfernt. Neben dem Kirchplatz, an der Ecke des ehemaligen Rathauses, steht eine Info-Tafel zum Wanderweg. Der Weg selbst ist durchgehend gut markiert mit einem quadratischen grünen Schild, auf dem ein weißer Bierkrug und der Name "Distelhäuser Bierwanderweg" zu sehen ist.

Die Wanderroute führt vom Kirchplatz weg auf der Wolfgangsstraße abwärts in Richtung Tauber. Vor dem Start sollte man aber vielleicht eine Runde um die Kirche drehen und sich ein wenig umsehen. Hübsche Fachwerkhäuser und ehemalige landwirtschaftliche Anwesen geben einen Eindruck vom früheren bäuerlichen Leben direkt im Dorf.

Ein kurzes Stück nach der Kirche liegt an der Wolfgangsstraße das "Alte Schloss", ein Anwesen, das  1758 vom Weinhändler Simon Abendantz erbaut wurde.

Über die Tauberbrücke gelangt man zur St. Wolfgangskapelle, an der sich auch der Friedhof von Distelhausen befindet. Von hier ist es nur ein kurzer Abstecher nach links, an der Kapelle vorbei, zum Distelhäuser Hopfengarten. Mit dieser kleinen Anlage zeigt die Brauerei, wie Hopfen angebaut wird.

Am Friedhofsparkplatz führt eine Treppe hinauf auf die Brücke über die Eisenbahnlinie. Man überquert die Brücke, geht nach rechts und dann gleich wieder links einen Wiesenweg hinauf. Dieser verläuft am Hang entlang und gewährt einen schönen Blick auf Distelhausen.

Nach einiger Zeit trifft der Weg auf eine aufsteigendes Asphaltstraße. Hier rechts halten und kurze Zeit halbrechts auf einen ebenfalls aufwärts führenden  Waldweg einbiegen. Am Ende dieses Waldweges beginnen die Rebanlagen des Distelhäuser Kreuzbergs. Rechts steht eine Bank an einem großem Kruzifix, die zur Rast nach dem Aufstieg einlädt.

Hier, und auch auf dem folgendem Wegstück, hat man einen weiten Blick südwärts ins Taubertal.

Entlang des Waldrandes wandernd erreicht man schließlich freies Feld, über das die Wanderroute auf Feldwegen zum  "Wetterkreuz" auf der Höhe führt. Das Steinkreuz ist flankiert von zwei Kastanienbäumen. Hier stoßen die Gemarkungsgrenzen von fünf Orten aufeinander. Deren Wappen sind im fünfeckigen Sockel des Kreuzes eingemeißelt. Es sind die Orte Distelhausen, Lauda, Oberlauda, Dittwar und Dittigheim.

Vom Wetterkreuz läuft man nun ein Stück denselben Weg zurück, bis ein Wegweiser hinunter ins Eberstal zeigt. Diesem Weg folgen. Entlang von Feldern, Hecken und Wald sowie durch ein kurzes Waldstück gelangt man am Ausgang des Tales zum  „Brünnle“, eine gefasste Quelle links am Hang, kurz bevor der Weg auf die Eisenbahnlinie trifft. Auf der anderen Seite der Gleise, in den Tauberwiesen, befinden sich übrigens die Tiefbrunnen, aus denen die Distelhäuser Brauerei ihr Wasser zum Bierbrauen schöpft.

An der Bahnstrecke wendet man sich nach links und läuft ein Stück auf dem asphaltierten Weg, bis ein "Bierwanderweg"-Zeichen nach links hoch zeigt. Hier geht es noch einmal auf einem Wiesenweg bergauf, dann eben am Hang entlang, und zu guter Letzt wieder auf asphaltiertem Weg hinunter zur Brücke über die Eisenbahnlinie.

Die Beschilderung des Wanderwegs führt nun auf bekanntem Weg zurück Richtung Dorf. Nach der Tauberbrücke, am Feuerwehrgerätehaus, geht es dann allerdings rechts ab  auf die kleine asphaltierte Straße "Zum Brünnle". Hier gelangt man tatsächlich noch einmal zu einem "Brünnle", nämlich zu kleinen Grotten am Fuß des Hanges, auf dem das Dorf Distelhausen steht.  Aus diesen Grotten tritt Grundwasser aus, dass sich in einem kleinen Becken sammelt und bei genügender Schüttung über ein Gerinne Richtung Tauber abfließt. An dieser kleinen Anlage führt der "Bierwanderweg" auf einer Treppe hoch ins Dorf. An der Ortsdurchfahrt angelangt, wendet man sich nach rechts und nach ein paar Schritten nach links in die Grünsfelder Straße. Schon kann man die Kupferkessel im Sudhaus der Distelhäuser Brauerei sehen, der Endpunkt der Wanderung. Rechter Hand befindet sich zuvor noch "Bertold's Bauernhofmuseum", das sicher einen Besuch wert ist. Geöffnet ist es nach Absprache mit Bertold Hollerbach, Telefon 09341/848689.

Festes, profiliertes Schuhwerk ist erforderlich, da es zum Teil über naturbelassene  Weg mit Spurrillen, losen Steinen und bei Feuchtigkeit  rutschigem Untergrund geht.
Vom "Wetterkreuz" als einem der höchsten Punkte in der tauberfränkischen Landschaft hat man einen  tollen Weitblick. Die Bank am Kreuz lädt zum Hinsetzen und Rasten ein.
Das Dorf Distelhausen ist ein Stadtteil von Tauberbischofsheim und liegt einige Kilometer südlich davon.

Die Anfahrt mit dem Auto kann über die Bundesstraße 290 erfolgen. Der Startpunkt der Wanderung befindet sich in der Dorfmitte an der Kirche.

Distelhausen liegt außerdem am Radweg "Liebliches Taubertal - Der Klassiker" und kann so auch gut mit dem Fahrrad erreicht werden.

An der Kirche gibt es einige wenige Parkplätze. Mehr Parkmöglichkeiten bestehen an der Distelhäuser Brauerei, die sich nur ein paar Schritte von der Kirche entfernt in der Grünsfelder Straße befindet.
Anreise mit Bahn und Bus nach Distelhausen ist möglich. Der Bahnhof befindet sich ein Stück außerhalb des Ortes. Dort in der Nähe kann auch gleich in die Wanderung eingestiegen werden.

Informationen zum Fahrplan: Verkehrsgesellschaft Main-Tauber, www.vgmt.de, Telefon 09343/6214-0, oder bei der Deutschen Bahn, www.bahn.de