Der Philosophenweg in Heidelberg

Wanderung

Am Heiligenberg in Heidelberg-Neuenheim verläuft der bekannte Philosophenweg mit seinen Gärten, Bänken und Ausblicken.

Blick vom Philosophenweg auf Heidelbergs Stadtmitte - hier lässt sich trefflich philosophieren.
Blick vom Philosophenweg auf Heidelbergs Stadtmitte - hier lässt sich trefflich philosophieren. - © Autor: Maddalena Micheli, Quelle: Outdooractive Redaktion
  • Typ Wanderung
  • Schwierigkeit leicht
  • Dauer 1:00 h
  • Länge 3 km
  • Aufstieg 104 m
  • Abstieg 104 m
  • Niedrigster Punkt 104 m
  • Höchster Punkt 201 m

Beschreibung

Der Rundgang führt auf dem Philosophenweg über den südlichen Bereich des Heiligenberges, den Südhang des so genannten Michelsberges. Der Hang unterliegt sehr speziellen klimatischen Verhältnissen, die bewirken, dass die Temperatur hier durchschnittlich 1,5 Grad höher ist, als die im Stadtgebiet. Vom Weg aus genießt man die herrliche Aussicht auf die Heidelberger Altstadt und das Schloss. er zieht seit Jahrhunderten immer wieder berühmte Persönlichkeiten in seinen Bann. So finden sich im Philosophengärtchen, einem bontanischen Kleinod Heidelbergs, überall Hinweise auf Dichter und Denker wie z. B. Eichendorff und Hölderlin.
Auf dem Fußweg unterhalb der Theodor-Heuss-Brücke starten wir in Richtung Alte Brücke zu einer besonderen Sehenswürdigkeit der Stadt Heidelberg, dem Philosophenweg. Entgegen der Strömung des Neckars wandert man auf dem so genannten Leinpfad zur Alten Brücke (1). Zu unserer Linken, gegenüber dem ­nördlichen Brückenkopf, sehen wir schließlich den schmalen, von Mauerwerk gerahmten Eingang zum Schlangenweg. Der gepflasterte Weg führt uns in kleinen Kehren zum Philosophenweg hinauf. Immer wieder laden Sitzecken zum Verweilen ein, besonders lohnend ist der Blick von der letzten dieser Aussichts­kanzeln (2). Auf der anderen Seite des Neckars sehen wir die Heidelberger Altstadt. Noch einige Meter geht es den steilen Hang hinauf, dann ist der Philosophenweg erreicht. Dort wenden wir uns nach links. Seinen Namen bekam der Weg in der Zeit der Romantik. Damals absolvierte jeder Student unabhängig vom eigentlichen Studiengang zunächst einige Semester Philosophie. Die Studenten schätzten den abgelegenen Weg besonders wegen der ungestörten Zweisamkeit und als Ort der Entspannung. Aus diesem ­Grunde suchten auch Dichter wie Scheffel, Eichendorff oder Hölderlin die Gärten am Philosophen­weg gerne auf. Es geht nun stets leicht bergab. Die Gelegenheit, noch einmal in aller Ruhe die großartige Aussicht zu genießen, haben wir am Merianausblick (3). Matthäus Merian verewigte Heidelberg 1620 aus dieser Perspektive auf einem Kupferstich, den man stark vergrößert auf einer In­formationstafel bewundern kann. Wir gehen weiter zum kleinen Liselotteplatz (4), der nach Liselotte von der Pfalz, der Schwägerin des französischen Königs Ludwig XIV., benannt ist. An der Hütte können wir eine kleine Pause einlegen. Nach etwa 300 m kommen wir auf Höhe der Abzweigung des Bismarcksäulenweges zum Philosophen­gärtchen (5), dem botanischen Kleinod Heidelbergs. Im Frühjahr öffnen sich hier die ersten Blüten schon früher als andernorts und es gedeihen auch Pflanzen aus subtropischen Gebieten. Nach einem Rundgang durch den prachtvollen kleinen Garten wandern wir weiter bergab, an einigen Universitätsgebäuden vorbei und durch eines der schönsten Wohngebiete Heidelbergs. Bald ist die Theodor-Heuss-Brücke, unser Ausgangspunkt wieder erreicht.
A5 Ausfahrt Heidelberg, auf der Bergheimer Straße ins Zentrum.
Parkhäuser in Heidelberg-Zentrum
Mit dem Zug bis Heidelberg Hbf.