Der Jakobusweg von Ulm nach Konstanz

Pilgerweg

Von Ulm an den Bodensee folgen Sie einer historisch belegten Wegstrecke auf den Spuren der mitteralterlichen Jakobspilger.

  • Typ Pilgerweg
  • Schwierigkeit mittel
  • Dauer 43:12 h
  • Länge 160,7 km
  • Aufstieg 1287 m
  • Abstieg 1377 m
  • Niedrigster Punkt 396 m
  • Höchster Punkt 661 m

Beschreibung

Jakobsweg Ulm-Konstanz: Der Weg ist das Ziel

Man erkennt sie schon von Ferne, die Jakobspilger, die auf historischen Pfaden durch Oberschwaben wandern. Die Jakobsmuschel am Rucksack, durchqueren sie Orte und Landschaften, Wälder und Felder auf dem langen Weg nach Santiago de Compostela, zum Grab des heiligen Jakobus. Doch auch wer sich nicht der ganzen Strecke auf einmal gewachsen fühlt, sondern vorab einmal „schnuppern“ möchte, wie sich ein solches Pilgerdasein anfühlt, findet Inspiration und Begegnungen auf einer reizvollen Etappe. Von Ulm aus führt der Jakobsweg über Biberach und Steinhausen nach Bad Waldsee und weiter über Weingarten, Ravensburg, Brochenzell und Markdorf nach Meersburg und Konstanz. Der Weg ist mit der gelben Jakobsmuschel auf blauem Grund markiert. Viele Zeichen der mittelalterlichen Jakobuspilger legen Zeugnis ab von einem Kult, der heute mehr denn je Menschen in Bewegung bringt.

Ulm bis Oberdischingen – 21 km

Die Pilgerwanderung beginnt am Ulmer Münster. Wir gehen am Südschiff des Münsters entlang und biegen am Hotel "Ulmer Spatz" rechts ab durch die Brautgasse zum Rathaus. Weiter geht es am Brunnen vorbei durch die Kronengasse geradewegs auf das Schwörhaus zu. Nun geht es den Weinhofberg hinab. Über ein Brückchen gelangen wir in die Fischergasse und über den Saumarkt direkt auf die Stadtmauer zu, dieser folgen wir nach Nord-West bis zur Zinglerbrücke, welche die Gleise überquert und geradewegs auf die Martin-Luther-Kirche führt. Nach der Ehinger Anlage biegen wir rechts in die Beyerstraße und gleich nach der St.-Hildegard-Schule links in die Römerstraße ein. Wir folgen der Römerstraße ca. 2,5 km zum Kuhberg. Dort überqueren wir, auf einer Fußgängerüberführung, eine Hauptverkehrsstraße und gelangen an das Dokumentationszentrum KZ Oberer Kuhberg.

Nach ca. 1 km verläuft der Wanderweg nach rechts zu einem Aussichtspunkt. Dort biegen wir links ab und bleiben noch ca. 1 km auf dieser Höhe bevor es bergab Richtung Grimmelfingen geht. Angekommen an der Grimmelfinger Kirche, gehen wir weiter in die Schmiedackergasse und zum Waldparkplatz Hörnle. Wir biegen nach den Industrie-Gebäuden links ab und folgen der SAV-Markierung ins Tal. Wir überqueren einen Bach auf einem kleinen Fußgängersteg und eine Kreisstraße und schon ist die Gemeine Einsingen erreicht. Der Weg führt über eine sanfte Höhe an Wernau vorbei. Angelangt in Erbach geht es rechts weiter in den alten Ortskern. Die Jakobusmuscheln leiten zu einem Brunnen mit Trinkwasser beim Pfarrhaus. Der Wanderweg führt nun am Friedhof vorbei über den Schellenberg zu einer kleinen Marienkapelle. Wir biegen nach rechts ab und stoßen auf das kleine Sträßchen, das vom Schloss Erbach nach Donaurieden hinabführt. Am Ortsrand von Donaurieden liegt das Kirchlein und von dort aus geht es weiter zum Etappenziel Oberdischingen. Das Sträßchen mündet in eine Hauptstraße ein und führt von links zu der Kastanienallee, auf der wir in die Ortschaft gelangen. Über den Marktplatz gehen wir hinauf zur Dreifaltigkeitskirche und zum Cursillo-Haus St. Jakobus, wo uns ein moderner Pilgerbrunnen erwartet und Pilger herzlich willkommen sind.

 

Oberdischingen bis Äpfingen – 23 km

Vom Jakobushaus biegen wir nach ca. 100 m in den Parkweg, welcher bergab hinter dem Schlosspark und an der Pfarrkirche vorbei, auf die Felder hinaus führt. Nach ca. 200 m überqueren wir die B311 und gelangen zur Donaubrücke. Nach ca. 400 m auf der Straße erreichen wir Ersingen. Nun machen wir einen kurzen Abstecher zur Franziskus-Kirche.

Weiter geht es auf dem Fuß- und Radweg nach Rißtissen. Am Ortseingang gehen wir entlang der Kastellstraße, bis ein Fußweg zur Pfarrkirche hinab führt. Von der Pfarrkirche aus geht es auf der Landstraße nach Untersulmentingen. Am Ortseingang von Untersulmentingen gehen wir nach links zur Pfarrkirche. Anschließend folgen wir der Riß bis zur Ortsmitte, wo die frisch renovierte Kapelle des Renaissanceschlosses zu einem Besuch einlädt.

Nach dem Besuch geht es weiter nach Obersulmentingen. Wir laufen auf einem kleinen Sträßchen das nach Südwesten führt, bis zum Ortsrand und zweigen nach links in ein Nebensträßchen ab und erreichen Obersulmentingen.

Angelangt am Friedhof gehen wir entlang der Kreisstraße und folgen ihr nach rechts.

Wir gehen bis zur Rothbachbrücke, dort zweigen wir nach rechts ab und gehen immer geradeaus. Der Weg führt den Hirschenberg entlang und durch das Südental nach Schemmerberg. Wir gehen weiter Richtung Baltringen und zweigen auf dem Radweg nach rechts ab. Äpfingen erreichen wir durch die Unterführung.

 

Äpfingen bis Biberach – 11 km

Von der Äpfinger Ortsmitte aus verlassen wir die Straße, die nach Laupertshausen führt, nach rechts und gehen auf einem SAV-Weg in Richtung Wald. Am Waldrand verlassen wir den Weg und gehen ca. 1 km am Waldrand entlang, bis wir schließlich am tiefsten Punkt rechts in den Wald einbiegen. Nach ca. 1 km erreichen wir eine Waldhütte von dort aus gehen wir nach links weiter und wenig später nach rechts. Anschließend geht es geradeaus auf Laupertshaus zu. Dort finden wir an einem alten Bauernhaus unterhalb der Kirche eine Jakobsfigur. Im Ort gehen wir Richtung Mettenberg, verlassen die Straße jedoch vor dem Ortsende und gehen auf dem Königshoferweg weiter. Wir folgen dem Feldweg bis zu einer Moorsenke. Dort zweigt ein Fußweg nach rechts in den Wald ab und führt uns direkt auf einen Wanderparkplatz. Von dort aus führt eine SAV-Weg über Biberach bis Reute, diesem folgen wir. Der Weg führt uns zum östlichen Stadtrand von Biberach. Sobald wir eine leichten Anstieg vermerken verlassen wir die Straße nach rechts auf einen Wiesenweg und kommen durch das östliche Wohngebiet hinab zur evangelischen Heilig-Geist-Kirche am Friedhof. Wir überqueren die Straße und das Flüßchen Riß. Nun gehen wir weiter durch eine Fußgängerunterführung und durch das Ulmer Tor.

 

Biberach bis Steinhausen – 12 km

Weiter geht es über den Biberacher Marktplatz, Richtung Sporthalle und vorbei am „Hotel Kapuzinerhof“ bis wir rechts in die Kapuzinerstraße gelangen. Vor einer alten Mühle geht es dem Wolfenbach entlang. Sobald wir die Wolfentalmühle sehen, gehen wir noch ca. 300 m und treffen dann auf einen Waldweg der einem Bach entlang nach Reute führt.

Wir gehen durch Reute und biegen am Ortsende in einen Feldweg ein. Wir gehen oberhalb der Schrebergärten entlang in Richtung Wald und folgen dem Waldrand bis dieser rechts in den Wald mündet. An dieser Mündung gehen wir auf einem Feldweg bis nach Grodt weiter.

Im Ort sehen wir bergab vor uns die St. Bartholomäuskapelle, doch wir gehen weiter zur Christuskapelle.

Nun gehen wir den Kapellenweg hinuter und gelangen auf einen Feldweg parallel zur Straße bis nach Muttensweiler. Dort verlassen wir die Durchgangsstraße nach rechts und gehen durch die Bachstraße aus dem Ort hinaus. Weiter geht es auf dem Feldweg bis nach Steinhausen.

 

Steinhausen bis Bad Waldsee – 23 km

Ab Steinhausen folgen wir dem SAV-HW 5 bis zur Hauptstraße, kurze Zeit später geht es auf einem Feldweg Richtung Wald weiter bis zu einem erst kürzlich renovierten Bildstöckchen mit einer Schutzmantelmadonna. Weiter geht es am Waldrand entlang bis zum „Franzosengrab“. Nun gehen wir weiter danach bis kurz vor Winterstettenstadt im Wald. Vorbei geht es an einer Friedhofskapelle hinab ins Ort. Hinter der Kapelle geht es den Burgweg hinauf. Wir folgen dem Weg bis zu einem Wegkreuz zwischen zwei Birken. Wir stoßen auf ein Teersträßchen, welches wir nach wenigen Schritten rechts abbiegend verlassen, um direkt auf eine Waldecke zuzugehen. Nun geht es für 3 Kilometer weiter am Waldrand bis ein Waldweg aufwärts zu einer im Jahr 2011 errichteten Eligiuskapelle führt. Von dort aus gehen wir geradeaus auf Oberessendorf zu. Nach der Unterführung der B30 zweigen wir auf das Sträßchen nach Mittishaus ab. 

In Mittishaus biegen wir hinab zum Sträßchen, das Kohlhaus und Mattenhaus verbindet. In Mattenhaus biegen wir auf dem Blaukreuz-Weg nach links ab, folgen diesem druch den Wald und gehen später der B30 entlang. Der Weg führt bis in das nördliche Wohngebiet von Bad Waldsee. Dort geht es imme bergab, durch eine Fußgängerunterführung, vorbei am Krankenhaus bis an die Pfarrkriche St. Peter.

 

Bad Waldsee bis Weingarten - 20km

Von der Kirche St. Peter gehen wir in Richtung Schloss und nehmen dann den Fußweg, der zur Frauenbergkapelle führt.

Nach der Kapelle folgen wir dem Rot-Kreuz-Weg und verlassen die Stadt durch das Neubaugebiet. Wir folgen dem Weg durch den Wald bis zu einer Weggabelung, bei der wir uns links halten und über Weideland nach Arisheim gelangen. Vor uns sehen wir nun die Wallfahrtskirche Volkertshaus auf einem Hügel liegen.

Wir folgen der Straße Gaisbeuren-Rossberg für ca. 100 m und verlassen die Straße dann auf einen Feldweg der geradeaus Richtung Dinnenried führt.

In Dinnerried folgen wir dem Teersträßchen nach Gwigg und von dort aus weiter nach Gambach. Anschließend biegen wir rechts ab und durchqueren Engenreute Richtung Waldrand. Nun gehen wir ein kleines Stück am Waldrand entlang, bis wir in den Wald einbiegen. Wir folgen dem Weg Richtung Süden bis wir auf eine Forststraße stoßen, welche wir wenig später bei einer Hütte verlassen.

Wir folgen dem Weg und achten bei allen Abzweigungen auf die Muschel. Wir gehen bis zur Hauptverkehrsstraße und überqueren eine Brücke am Waldbad. Ca. 2 km nach dem Waldbad folgen wir dem roten Punkt auf den SAV-Wegtafeln nach Weingarten. Nun verlassen wir den Weg und gehen direkt auf Köpfingen zu, bevor wir auf dem Fußweg nach Weingarten weitergehen.

In der Ferne könnnen wir jetzt die Basilika erkennen, jedoch müssen wir noch ca. 1 km gehen bis die Basilika erreicht ist.

 

Weingarten bis Ravensburg – 6 km

Wir gehen über den Münsterplatz, Richtung Rathaus und biegen in die Wilhelmstraße ein. Beim Hotel Sternen gehen wir nach rechts weiter und folgen dann der Reutebühlstraße hinauf bis zu einem Waldweg, der rechts über Stufen zur Kapelle führt. Nun befinden wir uns auf der Kuppe der ehemaligen Welfenburg. Von dort aus gehen wir Richtung Wanderparkplatz. Wir gehen dem Schussental entlang in Richtung Lanzenreute bis zum Weiher, dort biegen wir nach rechts ab und gehen in Richtung Waldrand nach Albertshofen weiter. Anschließend erreichen wir Ravensburg und folgen dort der Friedhofstraße bis wir durch das Frauentor in die Altstadt gelangen.

In Ravensburg besuchen wir zuerst die Liebfrauenkirche und anschließend geht es weiter zur Jodokskirche und zum Bahnhof. Dort gehen wir durch die Unterführung und überqueren die Schussen und erreichen die Mühlbruckkapelle.

 

Ravensburg bis Brochenzell – 14,5 km

Weiter geht es durch das Wohngebiet in der Weststadt, entlang der Meersburgerstraße, bis wir nach links abbiegen und auf einem SAV-Weg, mit einem blauem Kreuz als Wegmarkierung, weitergehen. Wir treffen auf die Hauptstraße B33 und überqueren diese, anschließend verläuft der Weg sehr kurvig, an Oberzell vorbei bis wir auf eine Lichtung treffen von der wir auf das Gehöft Oberklöcken blicken können. Der Weg verläuft weiterhin sehr gerade und wir biegen nach links ab und stoßen auf eine Albvereinstafel.

Wir folgen dem Forstweg bis zur Mühlbachbrücke, überqueren diese und biegen nach ca. 500 m links in Richtung Weiler ab. Kurz später verläuft der Weg nach rechts und wir gelangen durch die Orte Hungersberg, Stengele und Reuter bei Brochenzell bis wir in unserem Etappenziel Brochenzell ankommen

 

Brochenzell bis Markdorf - 14,5 km

Von der Kirche aus folgen wir dem Jakobuswegschild  und gehen in Richtung Norden, überqueren die Andreas-Hofer-Straße und biegen dann in die Ferdinand-von-Schill-Straße ein bis wir den Wanderweg erreichen und Brochenzell auf einem Kiesweg nach links verlassen. Wenig später biegen wir nach rechts ab auf einen SAV-Weg (blauer Punkt) und kommen nach Furatweiler. Weiter geht es über Zillisbach nach Krehenberg, Blankenried und Rammetshofen bis nach Unterteuringen. Dort folgen wir der Straße nach Hepbach, nehmen aber gleich die erste Abzweigung auf den Wanderweg. Kurz bevor wir Hepbach erreichen biegen wir links ab und gehen auf einem kleinen Weg weiter bis nach Leimbach. Dort überqueren wir die B33 und folgen der Straße "Hinterer Birken" bis wir nach rechts Richtung Möggenweiler abbiegen und anschließend weiter nach Markdorf wandern. In einer kleinen Parkanlage vor der Altstadt liegt die Mauritiuskapelle und daneben das alte Spital.

 

Markdorf bis Meersburg – 11 km

Wir gehen durch das Markdorfer Obertor und besuchen die Stadtpfarrkirche. Anschließend gehen wir aus der Altstadt zum Wanderparkplatz am Waldrand. Bei der Weggabelung nehmen wir das Forststräßchen. Nach ca. 1 km biegen wir, sobald wir an einer Waldhütte vorbei gehen biegen wir nach rechts ab und folgen dem Weg nach Riedern. Wir folgen einem Sträßchen nach links, in Richtung Waldrand. Dort geht es erst am Waldrand entlang und danach ca. 2 km im Wald auf einem Forststräßchen weiter. Dieses Sträßchen mündet in die Straße Ahausen – Ittendorf, welcher wir für wenige Schritte in Richtung Ittendorf folgen und nach Überquereung eines Bächleins verlassen um auf einem Feldweg nach rechts weiter zu gehen.

An der Kreuzung biegen wir recht ab und anschließend links. Wir folgen dem Feldweg bis zu einer weiteren Kreuzung und biegen dort nach Stehlinsweiler ab.

Nun geht es weiter nach Braitenbach.

In Braitenbach folgen wir der Forststraße in Richtung Meersburg, die bald aus dem Wald hinaus führt und überqueren die Straße Baitenhausen-Stetten. Langsam gelangen wir an die ersten Häuser der Stadt Meersburg. Unser Weg führt uns vorbei am Alten Friedhof und dann links hinunter in die Altstadt.

In den Sommermonaten fahren wir mit dem Schiff direkt nach Konstanz. Vom Spätherbst bis Ostern nehmen wir die Fähre nach Staad und gehen auf markierten Wanderwegen bis nach Konstanz. 

feste Schuhe und wetterunabhängige Kleidung, Pilgerstab und Pilgermuschel, Pilgerpass

 

Eine schöne Ergänzung zu der Tour ist eine Schifffahrt über das "Schwäbische Meer" von Meersburg nach Konstanz.

Im Winter fährt die "Weiße Flotte" auf dem Bodensee nicht, Sie müssen die Fährverbindung nach Staad nehmen und das letzte Stück zum Münster in Konstanz zu Fuß gehen.

 

Es sind keine Sicherheitshinweise nötig.

Parkmöglichkeiten sind am Hauptbahnhof Ulm vorhanden.

Sie können mit der Deutschen Bahn anreisen. Der Hauptbahnhof Ulm gilt als zentraler Verkehrsknotenpunkt und ist einwandfrei erreichbar.

Jakobswegführer von Gerhilde Fleischer zu erhalten bei Schwabenverlag AG, Senefelderstraße 12, 73760 Ostfildern. Hier können Sie direkt online bestellen: http://www.schwabenverlag-online.de/der-jakobusweg-von-nuernberg-bis-konstanz-p-1146.html