Der Burgenweg - Eine Reise zurück ins Mittelalter

Wanderung

Diese Wanderung entlang des Burgenwegs kann in beliebig vielen Etappen erwandert werden und führt u.a. vorbei an der Ruine Hohengundelfingen, der Ruine Bichishausen sowie der Ruine Hohenhundersingen.

  • Typ Wanderung
  • Schwierigkeit mittel
  • Dauer 25:00 h
  • Länge 79,9 km
  • Aufstieg 2370 m
  • Abstieg 2208 m
  • Niedrigster Punkt 375 m
  • Höchster Punkt 834 m

Beschreibung

In eine Welt der Ritter und Burgfräulein versetzt uns der Burgenweg des Schwäbischen Albvereins. Von Reutlingen führt er an den schönsten Schlössern und Burgruinen der Schwäbischen Alb vorbei zur Donau und von dort nach Zwiefalten. Höhepunkt ist das Lautertal, auf dessen repräsentativen Felsen einst 17 Burgen standen.

Der mit Zusatztouren bis zu 102 km lange Burgenweg kann beliebig erwandert werden. In fünf Tagesetappen oder Stück für Stück von einem der zahlreichen Wanderparkplätze aus. Mehr Informationen finden Sie im Begleitheft »Burgenweg« des Schwäbischen Albvereins (7. Auflage 2012, 5,10 €), erhältlich im Buchhandel oder bei den Touristinformationen.

Der Burgenweg beginnt in der einst freien Reichsstadt Reutlingen (382 m NN), die für etliche Zerstörungen der Burgen verantwortlich war. Vom Hauptbahnhof führt uns unser Weg durch die Innenstadt Reutlingens über die Gartenstraße und die Burgstraße hoch zur Ruine Achalm (707 m NN, Aussichtsturm). Durch die untere Burg geht es bergab nach Eningen (463 m NN) und ins Arbachtal. Über die Arbach- und Harretstraße geht unser Weg hoch zum 774 m NN hohen Aussichtspunkt Mädlesfels. Am Übersberger Hof und am Segelfluggelände vorbei, kommen wir zum Wanderparkplatz.

Im Anschluss wandert man über die Hochfläche zur Göllesberg-Siedlung. Von hier geht es über den Biobetrieb Stahlecker Hof, von dem wir durch den Wald zu den Ruinen Stahleck (771 m NN), Großer und Kleiner Greifenstein kommen. In Lichtenstein-Holzelfingen (700 m NN) erreichen wir über die Hauptstraße und den Sportplatz den Weg zum Aussichtspunkt Burgstein (745 m NN), der uns einen Blick in das Echaztal bietet. Richtung Süden am Albtrauf entlang, erreichen wir den Traifelberg. Am ehemaligen Bahnhof Lichtenstein befindet sich heute die B 312 mit Wanderparkplatz und Haltepunkt »Traifelberg«.

Eine lohnende Variante ist der Abstecher zum Schloss Lichtenstein über den »Tobelkapf« und »Alter Lichtenstein«". Hier endet unsere erste Tagesetappe.

Der Burgenweg führt am zweiten Tag weiter an der B 312 entlang nach Kleinengstingen (703 m NN). Dort folgen wir der Gartenstraße aufwärts, vorbei an der Siedlung Ruhlenberg durch den Wald zum Jägertal abwärts nach Offenhausen (665 m NN) mit dem Gestütsmuseum des seit 1575 bestehenden Gestütshofs Marbach. Im ehemaligen Klostergarten findet man den Quelltopf der Großen Lauter. Ab dem Gestütsmuseum führt uns unser Weg hangaufwärts zum Sternberg (844 m NN, Aussichtsturm und Wanderheim). Durch den Wald abwärts und ins Wolfstal hinab kommen wir nach Marbach zum Haupt- und Landgestüt.

Unsere dritte Etappe beginnt am Gestütshof, von welchem die Möglichkeit eines Abstechers zum Schloss Grafeneck besteht (Euthanasie-Gedenkstätte, Samariterstift, Biolandhof mit Hofladen, Telefon 07385-9660). Unser Weg von Marbach führt uns nach Gomadingen-Dapfen und Wasserstetten. (Abstecher zur Burgruine Blankenstein (710 m NN)). Von Wasserstetten führt der Hauptweg nach rechts steil bergan auf die Hochfläche Richtung Aussichtspunkt Schachen (797 m NN), von dem aus bei klarem Wetter die Sicht bis zur Alpenkette reicht.

Unser Weg führt uns am Fladhof (AlbhofTour: WC / Verköstigung nach Voranmeldung, Telefon 07383-1474) vorbei durch Äcker und Wiesen. Zuerst auf der alten Landstraße und dann auf einem schmalen Pfad gelangen wir nach Münsingen-Hundersingen (628 m NN). Mit der mächtigen Burgruine Hohenhundersingen (690 m NN) beginnt der burgenreichste Teil unserer Wandertour. Voraussichtlich im 12. Jahrhundert erbaut, wurde die Burg um 1530 zerstört. Hangabwärts folgen wir der Lauter nach Münsingen-Bichishausen (610 m NN, Kanustation, Lautertal-Infostelle). Die Burgruine (650 m NN) ist die einzige Burg mit gleichzeitigen Resten von Bergfried und von Schildmauern. Zuerst durch das Dorf, führt uns unser Weg rechts der Lauter bis nach Münsingen-Gundelfingen (593 m NN) mit der Ruine Niedergundelfingen (654 m NN).

Die Straße nach Dürrenstetten hoch führt uns zum um 1180 erbauten Hohengundelfingen (732 m NN), der mächtigsten Anlage des Lautertals. Vom 11 m hohen Bergfried hat man eine herrliche Aussicht ins Lautertal. Über die Lauter geht der Weg flussaufwärts zur Burgruine Derneck (655 m NN, Wanderheim). Hier endet der dritte Tag. Alternativ kann auch im Rad-Wander-Häusle in Münzdorf übernachtet werden (Telefon 07386-506).

Unsere vierte Tagesetappe beginnt mit dem Abstieg zur Straße nach Münzdorf und dem Aufstieg durch die Wacholderheide hoch zum Kreuzberg von Hayingen-Weiler, auch »Käpfle« genannt (650 m NN). Von dem weit sichtbaren Kreuz hat man einen schönen Blick zurück auf die Burg Derneck. Beim Abstieg nach Hayingen-Weiler entdecken wir den historischen Schneckengarten. Heute ist das Schneckengewerbe, wie es weiter unten auf der Lautertalbrücke mit dem »Schneckenhans« zu sehen ist, fast schon museumsreif.

In Hayingen-Weiler überqueren wir die Lauter und gehen nach Hayingen-Indelhausen (558 m NN). Durch den Ort am Rathaus vorbei, überquert man auf einer Insel die beiden Lauterarme (Wanderparkplatz). Es geht weiter durch Hayingen-Anhausen hindurch, über der die Schlossruine Schülzburg (erbaut 1605, abgebrannt 1884) steht. Entlang der Lauter kommen wir zum Wanderparkplatz »Maisenburg« (Feuerstelle, Spielplatz). Hinter der Kläranlage geht ein Abstecher hoch zur Maisenburg (635 m NN). Zurück am Wanderparkplatz, über die Brücke hinweg, folgen wir am linken Ufer der Lauter flussabwärts. Hier beginnt der autofreie Abschnitt des Lautertals. An den mächtigen Felsen entdecken wir riesige Löcher, die Ochsenlöcher, die durch die damals höherfließende Lauter entstanden sind.

Nach dem Hohen Gießel, einem Wasserfall, führt unser Weg bergauf am Gemsfels vorbei zur Ruine Wartstein (655 m NN, Aussichtsturm). Durch den Wald und am Waldrand rechts kommt man zu den Ruinen Monsberg und St. Ruprecht und von dort nach Unterwilzingen. Am Ortseingang überqueren wir die Straße und folgen der Lauter weiter ins autofreie, enge und felsige Tal. Ab der Laufenmühle folgt unser Weg der kleinen Straße hoch zur Burgruine Reichenstein (590 m NN, Bergfried) und weiter zum Hochberg (661 m NN, Aussicht). Über Talheim geht der Weg weiter bis Obermarchtal mit der Klosteranlage im Barockstil des Architekten Christian Thumb. (Alternativstrecke über Wolfstal, Lauterach und die Lautermündung.) Der Tag endet in Rechtenstein (560 m NN).

Die letzte Etappe führt entlang der Donau nach Emeringen (576 m NN) und zum Aussichtspunkt Emerberg (641 m NN). Über das »Peter’s Käppele«, Zwiefalten-Baach und den Kapellenweg und entlang der B 312 führt uns der Burgenweg zu seinem Endpunkt Zwiefalten mit Münster, einem Meisterwerk süddeutschen Spätbarocks.

Übliche Wanderausrüstung.

Für Geschichten rund um die "schleimigen Zeitgenossen" lohnt sich ein Besuch des Schneckengartens in Hayingen.

Beim Albauf- und abstieg bitte entsprechend vorsichtig auf den Wegen laufen, besonders nach langanhaltenden oder starken Regenfällen.

A8 aus Richtung Karlsruhe: Ausfahrt Stuttgart-Degerloch, dann B27/312 nach Reutlingen.

Möglich in Reutlingen sowie auf zahlreichen Wanderparkplätzen.

Informationen zur Anreise mit dem ÖPNV finden Sie unter www.efa-bw.de oder unter www.naldo.de .

 

Weitere Infos zu Rad- und Wandertouren finden Sie auf www.mythos-alb.de .

Diese Tour findet sich auch in der Wanderbroschüre von Mythos Schwäbische Alb, die Sie ebenfalls über die oben genannte Website anfordern können.

 

 Mythos Schwäbische Alb bietet verschiedene Rad- und Wanderkarten, die Sie unter www.mythos-alb.de anfordern können.