Auf historischen Naturpfaden

Wanderung

Diese natur-historische Wanderung führt über die Höhenzüge des Taubertals von Gerlachsheim nach Marbach und Königshofen und von dort über Lauda wieder zurück. Sie bietet nicht nur herrliche Aussichten, sondern sie streift auch immer wieder historische Baudenkmäler und wandelt auf geologisch interessanten Pfaden.

  • Typ Wanderung
  • Schwierigkeit mittel
  • Dauer 6:13 h
  • Länge 20,7 km
  • Aufstieg 589 m
  • Abstieg 589 m
  • Niedrigster Punkt 184 m
  • Höchster Punkt 363 m

Beschreibung

Ausgangspunkt ist die ehemalige barocke Klosterkirche der Prämonstratenser in Gerlachsheim. Sie wurde von Pater Sebaldus Appelmann zwischen 1723 und 1730 erbaut. Die dreischiffige Basilika gehört  zu den schönsten Kirchen der Region. Sie wurde 14 Jahre lange umfassend restauriert. Egal, ob gleich beim Start oder am Schluss der Wanderung: Ein Blick in das Innere dieses Kleinodes ist Pflichtprogramm. Nach der Besichtigung führt uns der Weg südlich entlang der Friedhofstraße immer der Ausschilderung „Kaiserdenkmal“ nach, den großen Funkturm, den wir erreichen, als Orientierungspunkt stets im Auge. Eine nette Rastmöglichkeit mit Tisch und Bänken bietet sich hier für einen herrlichen Rundblick über das Taubertal an. Nur kurz hinter dem Funkturm verlassen wir den Asphalt und folgen links einem Schotterpfad dem Wegweiser zum Kaiserdenkmal. Von hier aus leitete Kaiser Wilhelm II. im September 1909 den Schluss des Kaisermanövers. Der Heimat- und Kulturverein Gerlachsheim hat das Denkmal restauriert. Nach gleichem Weg zurück zum Asphalt folgen wir anschließend der kleinen Straße bergwärts und wechseln auf den ersten Feldweg, der rechts abbiegt. Durch die Weinberge folgen wir den asphaltierten Serpentinen hinunter in und durch den kleinen Weinort Marbach, an dessen Ortsende Richtung Messelhausen, bei einem Spielplatz mit Unterstell- und Rastmöglichkeit, die Route nach rechts auf einen asphaltierten Anstieg wechselt.
Wir folgen stets den kleinen Markierungen des Wanderclubs Lauda an einigen Bäumen in den Wald und halten uns rechts, immer weiter bergwärts. An der Weggabelung folgen wir dem Weg links bis zum Waldparkplatz Kirchberg, queren den asphaltierten Zufahrtsweg und laufen geradeaus weiter auf dem Waldweg, wo wir uns rechts halten.
Nach weiteren zwei Kilometern Gang durch den schattenspendenden Wald erreichen wir dann auf dem geschichtsträchtigen Königshöfer Turmberg zunächst die historischen Galgen des Hochgerichts der alten Zent in Königshofen und stehen bald vor dem im 16. Jahrhundert erbauten Wartturm, von dessen Aussichtsplattform man einen herrlichen Rundblick auf Königshofen und weit ins Schüpfer Tal genießt. Die Gruppe „Historisches & Kulturelles“ aus Königshofen hat dieses lange verwahrloste Zeitzeugnis im Jahr  2000 in Handarbeit vom Schutt der Jahrhunderte befreit und begehbar gemacht. Oben auf dem Turm weht die Königshöfer Stadtfahne. Hier haben wir nicht nur den südlichsten, sondern auch den höchsten Punkt (rund 360 Meter über N. N.) unserer Tour erreicht.
Nach ausgiebiger Rast und Information an einer Geschichtstafel geht es dann rund 250 Meter auf gleichem Weg zurück, wo wir nach links, der Markierung „schwarze 13 auf gelbem Grund“ folgend, auf einen schmalen Pfad abbiegen, der uns direkt hinunter ins Tal nach Königshofen führt. Unterwegs passieren wir noch einen Gedenkstein für die an Ostern 1945 am Turmberg gefallenen Soldaten. Vorbei an der St.-Mauritius-Pfarrkirche queren wir dann die Ortsdurchfahrt der B 290 und erreichen schließlich die alte Stadtmauer und einen schönen Rastpavillon am Mühlkanal. Eine hölzerne Fußgängerbrücke bringt uns über die Tauber.
Das nächste Ziel ist der Bahnhof von Königshofen, den wir jedoch nicht für die Heimfahrt, sondern lediglich als Hilfe nutzen, um durch die Fußgängerunterführung auf die andere Seite der Gleise ins Gebiet „Becksteiner Weg“ zu kommen.
Die Kreisstraße 2832 („Kasernenstraße“ nach Lauda) ist dann weiterer Etappenort. Allerdings überqueren wir die Straße nur, um (Treppe) den Einstieg in zwei weitere Highlights der Wandertour zu erreichen. Am  "Käppele", einer kleinen Kapelle am Hang des Frauenbergs, die 1898 von "F. J. Müller" erstellt wurde, gabelt sich der Weg. Wir halten uns links und folgen dem Weg bis zu einer kleinen Hinweistafel rechts "Zum Gröttle". Auf einem schmalen Wanderpfad erklimmen wir den Frauenberg bis zum "Gröttle" (Dialektausdruck für "kleine Grotte").  Von privater Hand wurde diese kleine felsnische Nische vor langer Zeit mit einer kleinen Mutter-Gottes-Statue versehen, so dass eine kleine, einfache Andachts- und Gebetsstätte nach dem Vorbild großer Mariengrotten entstand. Das versteckt gelegene "Gröttle" sowie der dort hinführende Pfad wurden 2012 von dem Becksteiner Bürger Reimund Braun ehrenamtlich wieder hergerichtet. Auf dem gleichen Weg wie wir gekommen sind, laufen wir nach einer kleinen Pause wieder zurück zum "Käppele.
Von hier geht es dann weiter zum Natur- und Kulturlehrpfad, der an zehn Stationen auf anschauliche Weise nicht nur heimische Fauna und Flora erklärt, sondern auch noch auf Dinosaurier eingeht. Kurz nach dem Ende dieses idyllisch angelegten Pfades halten wir uns, bereits wieder zurück auf dem Asphalt, rechts, wandern über die Höhe bis zur Kreuzung am „Becksteiner Buckel“, biegen hier rechts talwärts ab, um nach rund 200 Metern in einen der schönsten Streckenabschnitte der gesamten Tour links einzuschwenken. Knapp über einen Kilometer führt ein schmaler ebener Weg durch dichten Waldbestand.
Kurz vor dem Waldende biegen wir nach rechts und folgen der Markierung „schwarze 5 auf gelbem Grund“. Es geht mitten hinein in die Weinberge, wo eine Ruhebank steht, auf der sich ein herrlicher Rundblick genießen lässt. Der schmale Hauptweg bietet ein tolles Panorama auf Lauda und das Taubertal und stößt schließlich auf eine Asphaltstraße oberhalb von Lauda. Kurs „Nord-Ost“ (talwärts) marschieren wir direkt nach Lauda, halten uns an der Kreuzung links und laufen schließlich durch das Obere Tor in die Laudaer Altstadt, die reichlich Möglichkeiten zur Besichtigung bietet.
Nach der Bahnunterführung halten wir uns links und folgen ab sofort stets parallel der Bahnlinie Lauda-Würzburg bis zur „Eisernen Brücke“, eine Eisenbahnbrücke aus Stahl, die wir über einen Fußgängerweg als Überquerungshilfe für die Tauber nutzen können. Den Endpunkt Gerlachsheim bereits vor Augen erreichen wir kurz darauf die Bundesstraße 290, die wir in Höhe des Bahnübergangs queren. Immer weiter entlang der Bahnlinie, stehen wir dann schließlich beim Wegpunkt mitten auf der alten, idyllischen Grünbachbrücke. Durch die angrenzende Mühlgasse geht es nun nach links, vorbei an der alten Dorfmühle, und schließlich erreichen wir nach insgesamt 20,4 Kilometern wieder unseren Ausgangspunkt, die Heilig-Kreuz-Kirche von Gerlachsheim.
Von Gerlachsheim nach Marbach und Königshofen und von dort über Lauda wieder zurück.
In Lauda befindet sich ganz in der Nähe des Tourverlaufs das Terrassenfreibad, das bei besonders heißem Wetter eine schöne Abkühlungsmöglichkeit bietet.
Über die B 290 nach Gerlachsheim, der Ortsdurchfahrt (Würzburger Straße) folgen. Die Kirche liegt direkt an der Straße.
Eine begrenzte Anzahl Parkplätze steht an der Kirche zur Verfügung.
Mit der Bahn bis Bahnhof Gerlachsheim und von dort dann zu Fuß weiter oder bis zum Bahnhof Lauda und ab da Weiterfahrt mit dem Bus bis zur Bushaltestelle Gasthaus "Sonne"  in Gerlachsheim.