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Auf dem Weg zum barrierefreien Urlaubsland

Baden-Württemberg beteiligt sich ab 2020 bei „Reisen für alle“ / Minister Wolf: „Barrierefreiheit ist eines der Grundprinzipien unserer Tourismuskonzeption“

Mercedes-Benz Museum Stuttgart
Mercedes-Benz Museum Stuttgart - © Christoph Düpper

STUTTGART – Mit Beginn des Jahres bekommt der Ausbau barrierefreier Urlaubsangebote in Baden-Württemberg neuen Schwung. Die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) beteiligt sich seit Januar als Lizenznehmerin am bundesweiten Kennzeichnungssystem „Reisen für alle“ und ermöglicht damit Unterkünften und anderen Leistungsträgern eine Zertifizierung ihrer Angebote nach einheitlichen Kriterien. Der Beginn der Kooperation ist gleichzeitig Startschuss für verschiedene Maßnahmen, mit denen die Etablierung und Weiterentwicklung barrierefreier Angebote im Land gefördert werden soll.

„Die Gewährleistung eines Tourismus für Alle gehört zu den vier Grundprinzipien, die wir in der Tourismuskonzeption für Baden-Württemberg im vergangenen Jahr festgelegt haben“, sagte Tourismusminister Guido Wolf zum Beginn der Kooperation. Das Thema Barrierefreiheit werde aufgrund des demografischen Wandels in den kommenden Jahren erheblich an Bedeutung gewinnen. „Baden-Württemberg war auf diesem Gebiet bereits lange Vorreiter mit einer eigenen Zertifizierung. Mit dem Einstieg in das bundesweite Kennzeichnungssystem gehen wir nun einen wichtigen Schritt, um das zentrale Thema Barrierefreiheit weiter umzusetzen“, so Wolf.

Über „Reisen für alle“ können sich künftig Unternehmen der Tourismusbranche auf Barrierefreiheit überprüfen und nach festgelegten Standards zertifizieren lassen. Zertifizierte Anbieter profitieren dabei von der bundesweiten Strahlkraft der Kennzeichnung und von der begleitenden Kommunikation ihrer Leistungen. Für Betroffene erleichtert sich die Urlaubsplanung dank einer einheitlichen, leicht verständlichen Kennzeichnung. 

Um die Branche für das Thema Barrierefreiheit zu sensibilisieren, ist neben einem Leitfaden für Leistungsträger unter anderem die Durchführung von Schulungen in verschiedenen Regionen geplant. Mit dem Schwarzwald bekennt sich auch Baden-Württembergs größte Urlaubsregion zum Thema Barrierefreiheit. Die Landkreistouristiker wurden von der Schwarzwald Tourismus GmbH (STG) im Rahmen einer Exkursion bereits auf das Thema eingestimmt. In Zusammenarbeit mit den Landkreisen und dem Heilbäderverband Baden-Württemberg will die STG die Zertifizierung barrierefreier Angebote und Betriebe in der Ferienregion aktiv vorantreiben.

Barrierefreie Urlaubspauschalen

Neben barrierefreien Unterkünften und Freizeiteinrichtungen sollen Reisende künftig außerdem die Möglichkeit erhalten, barrierefreie Urlaubspauschalen zu buchen. Eine entsprechende Initiative hat die Heilbäder und Kurorte Marketing GmbH (HKM) zum Jahresbeginn gestartet. Gemeinsam mit mindestens fünf Pilot-Orten zwischen Bad Mergentheim und Bad Säckingen sollen Reisepakete geschnürt werden, die ausnahmslos Bausteine enthalten, die nach den Kriterien von „Reisen für alle“ zertifiziert wurden. Ergänzend zur Übernachtung können die Pauschalen zum Beispiel den Eintritt in barrierefreie Thermen oder auch zertifizierte Wanderwege umfassen. Ab 2021 sollen die barrierefreien Urlaubspauschalen in baden-württembergischen Heilbädern erstmals buchbar sein.

Info

„Reisen für alle“ ist ein bundesweites Kennzeichnungs- und Zertifizierungssystem, das vom Deutschen Seminar für Tourismus (DSFT) Berlin e.V. und dem Verein Tourismus für alle Deutschland e.V. (NatKo) initiiert wurde. Es dient als Orientierungshilfe für Gäste und beschreibt die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von touristischen Einrichtungen. Mehr Informationen gibt es unter www.reisen-fuer-alle.de