St. Michael Schwäbisch Hall

Die St. Michaels Kirche in Schwäbisch Hall mit ihrer großen Treppe wurde 1156 geweiht und seit dieser Zeit immer wieder umgebaut und vergrößert. Von dem ursprünglich romanischen Bau steht heute nur noch der Turm.

Die Kirche ist dem Erzengel Michael geweiht, daher auch ihr Name. Dieser ist an vielen Stellen in und um die Kirche zu finden. Dargestellt wird er entweder, wie er einen Drachen oder den Teufel persönlich besiegt, oder mit der Waage der Gerechtigkeit.

In der Kirche sind auffällig viele Kunstwerke und Altäre aus der vorreformatorischen Zeit erhalten. Viele dieser kleineren Altäre sind Marienaltäre. Das diese Meisterwerke nicht dem Bildersturm im Zuge der Reformation zum Opfer gefallen sind, ist dem Reformator von Schwäbisch Hall, Johannes Brenz, zu verdanken. Er hielt nichts vom Bildersturm und sprach sich gegen die Vernichtung sämtlicher Kunstwerke und Altäre, auf denen Maria im Mittelpunkt steht, aus.

Der "Brotkasten" in der Kirche erinnert an die Hungerjahre 1816/1817. Im unteren Teil sind Korngarben aus dem Dankgottesdienst im August 1817, als die Hungerjahre überstanden waren. Im oberen Teil hängen symbolisch die Brotlaibe, die in der Hungersnot verkauft wurden. Als die Hungersnot überstanden war, feierten die Bürger ein großes Fest – dies soll die Inspiration für das Cannstatter Volksfest gewesen sein.

In einem offenen Grab liegen Gebeine, die 1963 bei Bauarbeiten gefunden wurden. Vermutlich stammen sie aus einer ehemaligen Kapelle oder vom danebengelegenen Stadtfriedhof.
160 Stufen führen den Turm hinauf in die Glockenstuben und die ehemalige Türmerwohnung mit dem herrlichen Blick über die ganze Altstadt.
Die Kirche ist mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet - als eines von nur 33 Bauwerken in Deutschland.

2015 erhielt die Stadt die Auszeichnung "Reformationsstadt Europas". Im Rahmen der Reformationsdekade gibt es 2017 die Veranstaltungsreihe "Impulse der Reformation" in Schwäbisch Hall.

Mehr zur Reformationkirche St. Michael in Schwäbisch Hall

freier Eintritt
Montag 12:00 - 17:00 Uhr
Dienstag 10:00 - 17:00 Uhr
Mittwoch 10:00 - 17:00 Uhr
Donnerstag 10:00 - 17:00 Uhr
Freitag 10:00 - 17:00 Uhr
Samstag 10:00 - 17:00 Uhr
Sonntag 11:30 - 17:00 Uhr Gottesdienst um 10 Uhr, währenddessen keine Besichtigung

Karte

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