Schiller-Nationalmuseum

Das traditionsreiche Haus, das sich wie ein Schloss über den Neckar erhebt, wurde 1903 eröffnet. Die aktuelle Dauerausstellung von 2009 zeigt auf gut 400 Quadratmetern 668 Exponate der deutschen Literaturgeschichte mit Schwerpunkt auf der schwäbischen Dichtung.

Ausstellung

Schiller, Schubart, Wieland, Hölderlin, Kerner und Uhland, Schwab, Hebel, Heine und Fontane, Nietzsche, Humboldt, Kant und viele andere, auch unbekanntere Autoren - sie alle zeigen, wie die deutsche Sprache Dimensionen erreichte, die ein Grund dafür waren, Autoren wie Heilige zu verehren, ihnen Museen zu bauen und einen unwahrscheinlichen Glauben in die Schrift zu investieren. Die Ausstellung zeigt die Bestände des Deutschen Literaturarchivs Marbach zum 18. und 19. Jahrhundert in einer einmaligen Fülle. Zu sehen sind die Manuskripte von Schillers "Wilhelm Tell", "Demetrius" und "Wallenstein", seine ersten und letzten Verse, die Reinschrift von Goethes "Faust II", Mörikes "Frühling lässt sein blaues Band" oder auch die "Maultrommel" von Justinus Kerner.

Führungen

Gruppenführungen werden nach Vereinbarung angeboten, Termine für öffentlichen Führungen unter www.dla-marbach.de.

Geschichte des Hauses

Der 1895 gegründete Schwäbische Schillerverein erbaute seinem Namenspatron das Museum, ein weithin sichtbares "Schloss" über dem Neckar, das im Jahr 1903 feierlich eröffnet wurde. Gebaut wurde es 1901-1903 nach Plänen der bedeutenden Stuttgarter Architekten Ludwig Eisenlohr und Carl Weigle. Das Gebäude lehnt sich an spätbarocke Vorbilder an, beispielsweise das Schloss Monrepos. Der eingeschossige Putzbau trägt ein Mansard-Walmdach mit zentraler Kuppel.

Zur Eröffnung des Schiller-Nationalmuseums war König Wilhelm II. von Württemberg zu einem feierlichen Besuch nach Marbach gereist. Auch Königin Elisabeth II. von England besichtigte die Dichter-Gedenkstätte während ihres Besuchs in Deutschland 1965.

Von Anfang an war das Haus nicht nur ein Literaturmuseum, sondern auch ein Literaturarchiv, hatte also Bildung und Forschung zum Ziel. Und es war von Anfang an nicht allein Friedrich Schiller gewidmet, sondern der Literatur und Geistesgeschichte Südwestdeutschlands insgesamt. So hat am 10. November 1903 eine Institution ihre Pforten geöffnet, die sich schnell Rang und Ansehen im Kreis der Bibliotheken und Archive, der Museen und Gedenkstätten verschaffen sollte.

Nach zwei Jahren Bauzeit wurde das Haus auf der Schillerhöhe zum 250. Geburtstag Friedrich Schillers am 10. November 2009 durch den damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler wiedereröffnet. Die neue Dauerausstellung zeigt einzigartige literarische Zeugnisse des 18. und 19. Jahrhunderts mit Schwerpunkt auf der Schwäbischen Dichtung. In den Innenräumen des 1903 erbauten Museums wurde der historische Bestand nach Plänen von David Chipperfield Architects neu interpretiert.

9,00 €/erm. 7,00 € (inkl. Literaturmuseum der Moderne)

Schiller-Kombi (Schillers Geburtshaus, Schiller-Nationalmuseum, Literaturmuseum der Moderne): 10,00 € (nur für Vollzahler)

Montag closed
Dienstag 10:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch 10:00 - 18:00 Uhr
Donnerstag 10:00 - 18:00 Uhr
Freitag 10:00 - 18:00 Uhr
Samstag 10:00 - 18:00 Uhr
Sonntag 10:00 - 18:00 Uhr

Karte

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