Der Gamber auf der Lehwiese

Der Gamber, Wassersperre der Flößer

Gamber und Wehr

In den früheren Jahrhunderten lebten bis zu einem Drittel der Einwohner Schiltachs
von der Holzwirtschaft.
Zunächst mussten die im Wald geschlagenen Stämme über Riesen und Waldflöße
aus den Seitentälern ins Kinzigtal verbracht werden. Hier wurde das Holz in große,
bis zu einigen Hundert Meter lange Flöße zusammengefasst.
Ein Fluss musste zunächst floßbar gemacht werden. Hierzu wurden unter anderem
Wehre errichtet, das sind Barrieren quer über den Fluss, an welchen Fahrlöcher für
die Durchfahrt der Flöße angebracht waren. Zum Aufstauen des Wassers konnten
sie durch so genannte Gamber verschlossen werden. Ein Beispiel einer solchen
Anlage ist in Schiltach zu finden. Unterhalb der Stadtbrücke wird nach dem
Zusammenfluss von Schiltach und Kinzig der Fluss zum “Hochmuthsteich“
aufgestaut. Hier befindet sich ein Gamber; der Ausdruck leitet sich vom
schwäbischen Verb „gamben“ ab, was soviel wie wippen bedeutet. Auf einem
Standfuß ruht ein langer, drehbarer Stamm, an welchem mit Eisenketten zwei
schwere Holzbohlen aufgehängt sind, die das im Wehr freigelassene Fahrloch
gerade wieder verschließen. Der Gamber wird vor der Passage des Floßes am
hinteren Ende mit Steinen beladen, angehoben und von einem an Land stehenden
Mann in Fahrtrichtung zum Ufer gedreht.
Vom Gamber führt der Rundweg weiter über die „Lehwiese“. An der nördlichen
Bergseite befindet sich ein Aufgang zur Straße. Dieser Aufgang wurde als so
genannte „Riese“ ausgebildet. Eine Riese ist eine Holzrutsche, die ebenfalls aus
geschlagenen und geschälten Stämmen hergestellt wird.

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