Cotta-Haus

„Hier kotzte Goethe”. Das kleine Schild am Nebengebäude des Cotta-Hauses ist fast so berühmt wie das Cottahaus selbst. Goethe gehörte neben Schiller zu den Starautoren des Verlegers Johann Friedrich von Cotta, der den Familienbetrieb 1787 in der Tübinger Münzgasse übernahm.

Die im Jahre 1659 gegründete Cotta’sche Verlagsbuchhandlung in der Münzgasse schrieb in Tübingen eine über 150-jährige Geschichte. Zu großem Erfolg führte sie von 1787 bis 1810 aber erst Johann Friedrich von Cotta mit viel verlegerischem Geschick und viel persönlichem Kontakt zu seinen Autoren. Ab dann wurden von Tübingen aus die Bücher von Goethe, Schiller, Wieland, Herder, Hölderlin, Tieck, Kleist, Jean Paul, den Humboldts, den Schlegels und schließlich die der Tübinger Romantiker Uhland, Kerner und Schwab in die Welt gesandt.

Im September 1797 machte Johann Wolfgang von Goethe auf seiner Reise in die Schweiz Station bei Cotta und blieb einige Tage zu Besuch. Goethe bewohnte das Südostzimmer im ersten Stock, wo er zwischen Alter Aula und Stiftskirche „einen freundlichen, obgleich schmalen Ausblick in’s Neckarthal” genoss. Eine Gedenktafel am Haus weist auf Goethes Besuch hin. Tübingen gehörte nicht zu den empfehlenswerten Zeilen des Vielgereisten …

Das Gebäude wurde wohl um 1725 mit einer barocken Fassadenmalerei versehen. Es ist eines der wenigen Beispiele des Barocks in Tübingen. Nach der Renovierung 1987 ist diese heute wieder sichtbar.

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Das Cotta-Haus ist heute ein Wohnhaus.

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