Blaubeuren

Blaubeuren steht heute für zweierlei: Das Kloster mit seiner evangelischen Internatsschule und der sagenhafte Blautopf gleich hinter der Abteikirche.

Das Evangelische Seminar in Blaubeuren hat eine Tradition, die bis in die Reformationszeit zurückreicht. Als eines von 13 Männerklöstern in Württemberg wurde das Benediktinerkloster in eine evangelische Klosterschule umgewandelt. Neben Maulbronn ist es die einzige Einrichtung, die noch heute in diesem Geiste weiter fortbesteht. Hier werden Internatsschüler an einem kirchlichen Gymnasium unterrichtet.

Zu den herausragenden Persönlichkeiten der neuen Klosterschule gehörte ihr erster Abt: Matthäus Alber, der von 1563 bis 1570 die Leitung inne hatte, war ein bedeutender Reformator, der schon in Konstanz, Esslingen und Reutlingen gewirkt hatte.

Besuchermagneten des Klosters sind der gotische Hochaltar und das Chorgestühl der Klosterkirche. Die wichtigste Sehenswürdigkeit Blaubeurens ist jedoch der Blautopf. Wenn das Sonnenlicht auf sein Wasser fällt und die Oberfläche des Quellsees bläulich schimmert, ahnt man, wieso ihm magische Fähigkeiten zugeschrieben wurden.

Schon immer rankten sich Geschichten um  das geheimnisvolle Loch in Blaubeuren: Die bekannteste von ihnen ist die Sage von der „Schönen Lau“, die Eduard Mörike in seinem „Stuttgarter Hutzelmännlein“ verarbeitet hat. In den Tiefen des Blautopfs soll sie ihr Lachen wiedergefunden haben. Tatsächlich hat man dort ein 1200 Meter langes Höhlensystem entdeckt.

Die Stadt im Alb-Donau-Kreis besitzt noch weitere Attraktionen. So ist im URMU, dem Urgeschichtlichen Museum, die 40.000 Jahre alte Venus vom Hohle Fels zu sehen – die älteste von Menschenhand geschaffene Figurendarstellung der Welt.

Wer nach dem Museumsbesuch noch bummeln möchte, der sollte sich die Aachgasse nicht entgehen lassen. Sie trägt nicht ohne Grund den Beinamen Klein-Venedig. Dort plätschert ein Bach mit vielen kleinen Brücken idyllisch an den malerischen  Fassaden alter Fachwerkhäuser vorbei.

Blaubeuren

Klosterkirche Blaubeuren