Weinheim

Zwei Burgen, ein Schloss, das historische Gerberviertel und der schmucke Marktplatz gehören zu den Sehenswürdigkeiten in Weinheim an der Bergstraße. Für eine ganz besondere Atmosphäre in der Stadt sorgen auch die vielen Parks, Gärten und der romantische Exotenwald.

„Hier fängt Deutschland an, Italien zu werden“, das rief der Habsburger Kaiser Joseph II. erfreut aus, als er 1764 in seiner Kutsche durch Weinheim fuhr. Diese Begeisterung teilen auch heute viele Menschen. Tatsächlich ist das Klima besonders mild und deshalb beginnt der Frühling mit blühenden Obst- und Mandelbäumen hier meistens früher als anderswo. Prächtige Bauwerke säumen den Marktplatz der kurpfälzischen Stadt. Mit seinen vielen Gasthäusern und Bistros wirkt er mediterran und sorgt dafür, dass sich Besucher gleich wie im Urlaub fühlen.

„Grüne Meilen“ mitten in der Stadt

Weinheim, 45 000 Einwohner groß, ist das Mittelzentrum der Bergstraße. Das Gastronomieangebot ist groß, das Einkaufen ein Erlebnis – und dennoch ist der Ort beschaulich. „Aufregend gemütlich“, lautet deshalb ein Slogan der Stadt.

Etwas ganz Besonderes sind auch die verschiedenen Parks, Gärten und der romantische Exotenwald, in dem Riesenmammutbäume, Andentannen und japanische Magnolienbäume wurzeln. Diese „grünen Meilen“ liegen alle in der Stadt und nicht weit voneinander entfernt. Der Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof genießt einen weltweiten Ruf: Das Know-how aus Weinheim war sogar gefragt, als in Manhatten die stillgelegte Zugtrasse „High Line“ mit Wiesenpflanzen begrünt werden sollte.

Der Schlosspark im englischen Stil

Über der Altstadt thront das Schloss, das einst den kurpfälzischen Fürsten gehörte. Heute dient das Ensemble, das sich aus Bauelementen verschiedener Epochen zusammensetzt, als Rathaus. Der Schlosspark im Stil eines Englischen Gartens ist ganzjährig kostenlos zugänglich. In seinem Weiher spiegeln sich der Wehrturm „Blauer Hut“ und die beiden Wahrzeichen der Stadt: die Burgruine Windeck und die Wachenburg. Ihnen verdankt Weinheim den auch den Namen „Zwei-Burgen-Stadt“.

Zu Fuß können Besucher alle Sehenswürdigkeiten der Stadt erreichen. Nur zehn Minuten dauert der Weg hinauf zur Burgruine Windeck. Von oben lässt sich die Stadt wie eine Puppenstube aus dem Mittelalter bewundern. Kleine Treppen führen hinunter ins ehemaligeGerberviertel. Die vielen Fachwerkhäuschen und ein gurgelnder Bachlauf erinnern an die Zeit des Mittelalters, als hier Leder aus Tierhäuten gefertigt wurde.

Führung zu historischen Gasthäusern

Entlang des Flüsschens Weschnitz spaziert man zu historischen Mühlen am rauschenden Bach. Wer Weinheim und die Region weiter erkunden will, findet eine große Auswahl an Stadt- und Landschaftsführungen zu unterschiedlichen Themen. Interessierte können sich einer Führung durch die Altstadt, zur Burgruine Windeck, durch den Schlosspark mit seinem Heilkräutergarten und zu weiteren Sehenswürdigkeiten der Stadt anschließen. Sogar Touren durch historische Gaststätten oder mit einem Nachtwächter und anschließendem „Nachwächterschmaus“ im historischen Gasthaus „Zum Diebsloch“ gibt es.

Lange Weinbautradition

Der Name „Weinheim“ bezieht sich übrigens nicht auf den Rebensaft, sondern auf den fränkischen Siedlungsbegründer „Wino“. Allerdings hat die Stadt am sonnigen Bergstraßenhang auch eine lange Weinbautradition. Seit 2014 führt die Badische Weinstraße durch Weinheim bis zur hessischen Landesgrenze – und damit durch das  Grenzgebiet, in dem die Weinbaugebiete Badens auf die Hessens stoßen. Ob es Unterschiede gibt, können Interessierte immer Anfang Oktober selbst ausprobieren: Dann treffen die Winzer der Badischen und der Hessischen Bergstraße bei der „Weinheimer Weinmeile“ aufeinander.

Auf einen Blick:

  • Lage nördlich von Heidelberg am Rand des Odenwalds und an der Grenze zu Hessen
  • etwa 45.000 Einwohner
  • mildes Klima
  • gehört zur Weinbauregion Badische Bergstraße
  • Burgruine Windeck und Wachenburg als Wahrzeichen
  • grüne Meilen in der Stadt
  • Gerberviertel und Marktplatz mit besonderem Flair
  • Wochenmarkt: Samstags von 8.00 - 13.00 Uhr auf dem historischen Marktplatz
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