Schwäbisch Hall

Am Ufer des Kocher liegt die alte Reichs- und Salzsiederstadt Schwäbisch Hall. In ihr ist das Mittelalter erhalten geblieben, mit einer Vielzahl von Treppen, Holzbrücken und verwinkelten Gassen. Architektonischer Höhepunkt ist die St. Michaelskirche mit ihrer monumentalen Freitreppe, die jeden Sommer zur Theaterbühne wird.

Schon seit 1925 wird auf den 53 Stufen der Großen Freitreppe Theater unter freiem Himmel gespielt. Ein akrobatisches Kunststück, das von den Darstellern auch körperlich einiges abverlangt. Hier wird auf steilstem Terrain getanzt, gespielt und gesungen. Für die Besucher aus nah und fern ein faszinierendes Spektakel vor einer Traumkulisse.

Altstadt wird zur Theaterbühne

Neben den großen Klassikern wird die Freitreppe auch zur Showbühne für das Musiktheater. Sogar im Winterhalbjahr bieten die Freilichtspiele ein abwechslungsreiches Programm. Der Marktplatz der Stadt ist dafür die ideale Umgebung. Er wird umrahmt von prächtigen Fachwerk-, Renaissance- und Barockgebäuden. Gegenüber dem Rathaus, das im Stil eines barocken Adelspalais erbaut wurde,  erhebt sich die romanisch-gotische Kirche St. Michael.  In ihr wirkte einst Württembergs berühmter Reformator Johannes Brenz, weil er so behutsam vorging, haben sich die meisten Altäre aus dem Mittelalter erhalten. Auf einem Hügel außerhalb der Stadt kann man die katholisch gebliebene Comburg bewundern, eine alte Benediktinerabtei mit einem komplett erhaltenen Wehrgang.

Geschichte und moderne Kunst

Die Stadt- und Regionalgeschichte wird im Hällisch-Fränkischen Museum lebendig. Das imposante, neu gestaltete Bauwerk ist auf sieben historische Gebäude verteilt und erzählt von der besonderen Lage an der Grenze des Schwäbischen und Fränkischen Reichskreises. Nicht minder interessant ist die Johanniterkirche, die ebenso wie die Kunsthalle zur Sammlung Würth gehört. Während in der Johanniterkirche sakrale Kunst gezeigt wird, beherbergt die Kunsthalle auch moderne Exponate. Die meisten dieser Besucherziele sind nur ein paar hundert Meter voneinander entfernt, wer in Schwäbisch Hall unterwegs ist, kann das Auto getrost stehen lassen.

Einkaufen am Kocherufer

Das gilt auch für den Einkaufsbummel. Schwäbisch Hall ist das Einkaufszentrum für die Region mit einem großen Angebot an Läden und Einrichtungen.  Das war schon immer so, die alte Salzsiederstadt ist seit Jahrhunderten ein Treffpunkt für die Menschen. In der liebevoll restaurierten Altstadt herrscht ein lebendiges Treiben, eine quirlige Geschäftigkeit, die sich freilich wohltuend abhebt von der Hektik vieler Großstädte. Überall gibt es ruhige Ecken, Uferwege zum Flanieren, eine malerische Flussinsel bietet Platz, um ein paar kostbare Momente lang auszuruhen. 

Das historische Zentrum ist von den Parkhäusern und Parkplätzen in wenigen Minuten erreichbar, ebenso wie vom Bahnhof und Busbahnhof. So lässt sich das Einkaufserlebnis mit der Besichtigung der weitgehend autofreien Altstadt verbinden. Hier gibt es viele gut sortierte Fachgeschäfte, Boutiquen, internationale Modehäuser und kleine inhabergeführte Läden. Das Kocherquartier mit seinen Geschäften ergänzt das Angebot perfekt, ebenso wie die Handelszentren im Westen und Osten.

Cafés und Wochenmärkte

Immer wieder lädt die Gastronomie zu einer Pause ein. Ob Straßencafé, gutbürgerliches Gasthaus, veganes Bio-Restaurant oder In-Bar – in Schwäbisch Hall kommt jeder auf seine Kosten. Im Sommer hat die Stadt mit ihren vielen Außenterrassen ein fast südländisches Flair. Auch die Märkte sind ein Erlebnis: Jeden Mittwoch- und Samstagvormittag bieten 33 regionale Marktstände mit 20 Eigenerzeugern und sechs Bio- und Demeterbetrieben ein Höchstmaß an Qualität und Frische.

Auf einen Blick

  • Freie Reichsstadt von 1280 bis 1802
  • rund 37.000 Einwohner
  • hieß lange Zeit nur „Hall“
  • Freitreppe mit Freilichtspielen
  • Kunsthalle Würth und Hällisch-Fränkisches Museum
  • Malerische Lage am Kocher
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