Isny im Allgäu

Isny ist eine Kleinstadt wie aus dem Bilderbuch: Zwischen den grünen Hügeln und Wäldern des Westallgäus ragen die Türme der alten Freien Reichsstadt in den Himmel. Seit 1964 ist Isny „Heilklimatischer Kurort“, rund 320 Sonnentage im Jahr machen den Aufenthalt dort zu einer wahren Wohltat.

Den Anfang machten die Römer. Schon vor über 1700 Jahren errichteten sie ein Kastell in aussichtsreicher Lage. Erstmals urkundlich erwähnt wurde das heutige Isny 1043, doch das eigentlich entscheidende Datum ist das Jahr 1365: Da nämlich wurde Isny in den Rang einer „Freien Reichsstadt“ erhoben. Im 14. Jahrhundert begann seine Blüte, die noch heute das Gesicht der Kleinstadt im Allgäu prägt: mit Türmen und Wehrmauern, dem Kloster und den Kirchen, dem Marktplatz und Rathaus und einer Vielzahl von Patrizierhäusern.

Altstadt unter Denkmalschutz

Es ist kein Wunder, dass die gesamte Altstadt Denkmalschutz genießt. Jeder Stadtbrand und jede Zerstörung brachte neue Bauwerke hervor,  vom Mittelalter über den Barock bis in die Neuzeit. Die Ereignisse überschlugen sich, als Isny nach der Reformation evangelisch wurde, das katholische Kloster innerhalb der Stadtmauer jedoch erhalten blieb. Als die Stadt 1803 an Württemberg fiel, musste es weichen und wurde in ein Schloss umgewandelt. Bis heute zeugen die Predigerbibliothek in der Nikolaikirche und der Fayence-Kachelofen im Rathaus vom einstigen Reichtum der Stadt.

320 Sonnentage im Jahr

Deren Kapital war schon immer auch ihre Lage. Auf einer Hochfläche des Voralpenlandes gelegen, umgeben von Hügeln, Mooren und Wäldern herrscht rund um Isny ein gesundes Reizklima. Wenn es regnet, dann kurz, aber heftig, ansonsten scheint 320 Tage im Jahr die Sonne, Nebeltage sind so gut wie unbekannt. Damit gehört Isny zu den sonnenreichsten Orten in Deutschland. Seit 1964 darf es sich auch Heilklimatischer Kurort nennen, mehrere Reha-Einrichtungen haben hier ihren Sitz.

Kässpätzle und ein kühles Bier

Was wäre das Allgäu ohne seine fantastische Küche? Kässpätzle, Knöpfle und dazu ein kühles Bier: In Isny ist die Auswahl groß, es gibt viele traditionelle Wirtshäuser wie etwa den Brauereigasthof Engel oder den Berggasthaus Haldenhof. Natürlich ist das Allgäu auch ein Paradies für alle Käseliebhaber: Immer öfter bekommt man diese Köstlichkeiten auch in Bioqualität.

Es lohnt sich also, ein wenig Zeit hier zu verbringen. Die Kleinstadt lädt mit ihren vielen Fachgeschäften zum Bummeln ein. Mit seinen 14.000 Einwohnern ist Isny groß genug für eine bunte Vielfalt und doch auch so klein und überschaubar, dass man nicht den Überblick verliert. Individualität wird hier großgeschrieben und das gilt auch für die persönliche Beratung in den Ladengeschäften.

Wandern im Westallgäu

Wer ins Allgäu fährt, geht meistens gerne wandern. Auch dafür ist Isny mit seinen Ortsteilen ein guter Standort. Ein Naturgenuss sind etwa die über 30 Westallgäuer Wasserwege, die die Landschaft erschließen. Besonders reizvoll ist dabei ein Ausflug in den Eistobel: Die Schlucht bei Maierhöfen ist in der warmen Jahreszeit eine herrliche Sommerfrische, mit Stromschnellen, Wasserfällen, Moosen und Farnen. Bei Schnee und Eis wird daraus ein wahres Wintermärchen.

Wem das alles immer noch ein wenig zu flach ist, für den sind die Berge nur einen Katzensprung entfernt: Der Schwarze Grat (1118 Meter) ist der Hausberg Isnys und zugleich die höchste Erhebung in Württemberg: Ein gemütlicher Wanderweg führt auf seine Spitze und zum dortigen Aussichtsturm. Wer es anspruchsvoller haben möchte, der steigt auf den unweit gelegenen Hochgrat hinauf (1833 Meter). Dort gibt es zahlreiche Panoramahöhenwege und eine Seilbahn, die bis zur Bergstation führt.

Auf einen Blick

  • 1043 Gründung, 1365 Freie Reichsstadt
  • rund 14.000 Einwohner
  • Heilklimatischer Kurort
  • 320 Sonnentage
  • denkmalgeschützte Altstadt
  • Aussichtsberg Schwarzer Grat
  • Wochenmarkt: Donnerstags von 7.00 - 13.00 Uhr am Wassertor- und Espantorstraße
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