Freudenstadt

In Freudenstadt beeindruckt Deutschlands größter Marktplatz die Besucher. Im Schwarzwälder Kurort kann man bummeln, einkehren und auf einer Champagnerallee prickelnde Höhenluft tanken.

Der Marktplatz misst stolze 219 auf 216 Meter und ist umrahmt von Häusern mit hübschen Arkadenbögen. Hier bummeln Einheimische wie Besucher, kehren zum Kaffeetrinken und Essen ein und beobachten das Treiben auf dem Platz. Großzügige Blumenbeete und Mammutbäume schmücken den Mittelpunkt der Stadt, die mit über 200 Einzelhandelsgeschäften zum Shoppen einlädt. An heißen Tagen zieht es Klein und Groß zu den Wasserfontänen auf den Unteren Markplatz: 50 davon sprudeln hier um die Wette und sorgen für Abkühlung und Vergnügen.

Kurort mit prickelnder Höhenluft

Wie eine Krone thront die Stadt auf einem Hochplateau. Umgeben vom Wald befindet sie sich auf rund 730 Metern Höhe, der Ortsteil Kniebis mit seinen Liften und Loipen sogar auf knapp 1000 Metern. Dadurch ist die Luft besonders gut – und Freudenstadt ein heilklimatischer Kurort. Wer durch die Stadt streift, kann den Kurgarten, hübsche Jugendstilvillen und Grandhotels aus der Zeit der Belle Époque entdecken. Die Straße, durch die einst die adeligen Kurgäste durch prickelnde Höhenluft promenierten, nennen die Einheimischen bis heute „Champagnerallee“.

Grundriss vom Hofarchitekten Schickhardt

Ihren riesigen Marktplatz hat Freudenstadt dem württembergischen Herzog Friedrich I. zu verdanken. Er ließ die Stadt 1599 auf dem Hochplateau errichten und plante auch ein Schloss, um hier im Nordschwarzwald eine Verbindung zwischen seinen Gebieten links und rechts des Rheins zu schaffen. Hofarchitekt Heinrich von Schickhardt, der württembergische „Da Vinci“ unter den Baumeistern, entwarf den Grundriss für die Planstadt. Er gleicht dem Brett eines Mühlespiels – mit einem großen Platz in der Mitte und mehreren Häuserreihen, die ihn umgeben. Das Schloss, das im Mittelpunkt des Platzes stehen sollte, wurde allerdings nie gebaut. So blieb er frei und Freudenstadt bekam sein Architektur-Superlativ.

Eine Rarität ist auch die evangelische Stadtkirche, die eine Ecke des Marktplatzes begrenzt: Sie besteht aus zwei Kirchenräumen, die im rechten Winkel aufeinander zulaufen. Darin saßen früher Männer und Frauen getrennt voneinander und nur der Pfarrer hatte vom Altar aus, der im Winkel steht, alle im Blick.

Wandern zur mächtigsten Tanne

Von der Stadt führen kurze Wege hinaus in die Stille der Natur. Freudenstadt liegt im Schwarzwald – und damit mitten in einem Gebiet mit bestens ausgeschilderten Rad- und Wanderwegen. Naturfreunde haben die Wahl aus Touren und Premium-Wanderwegen unterschiedlicher Länge. Außerdem vermitteln Geschichts- und Naturpfade Wissenswertes aus der Region.

Hütten und Unterstände laden zum Rucksackvesper ein. Wanderer finden unterwegs aber auch mit bewirteten Wanderhütten viele gute Einkehrmöglichkeiten.

Draußen in der Natur wartet Freudenstadt mit einem weiteren Superlativ auf: Die Großvatertanne auf dem Waldgeschichtspfad gilt mit über 45 Metern Höhe und einem Durchmesser von über 1,60 Meter als mächtigste Tanne des Schwarzwaldes.

Mitmach-Museum und Erlebnisbad

Für Tage, an denen das Wetter mal nicht zum Wandern und Spazieren, Radfahren und Mountainbiken, Ski- und Langlaufen einlädt, bietet Freudenstadt genug Attraktionen.   Das Mitmach-Museum Experimenta gehört ebenso dazu wie das Panorama-Erlebnisbad mit Wasserrutschen, Meerklima-Sauna und Wellnessbereich. Außerdem sorgen das umfangreiche Theaterprogramm und viele weitere Veranstaltungen für Unterhaltung in der 23.000-Einwohner-Stadt. Von der Berghütte bis zum eleganten Restaurant gibt’s außerdem viele Möglichkeiten zum Schlemmen.

Auf einen Blick

  • Planstadt des Baumeisters Schickhardt, im Jahr 1599 gegründet
  • Lage im Nordschwarzwald, etwa 60 Kilometer südlich von Karlsruhe
  • rund 22.500 Einwohner
  • Möglichkeiten zum Wandern, Radfahren und Skilaufen
  • Heilklimatischer Kurort und Kneipp-Kurort
  • allergikerfreundliche Kommune mit entsprechendem Übernachtungsangebot
  • Erlebnisbad und Mitmach-Museum Experimenta
  • Wochenmarkt: Vom 01. Mai bis 31. Oktober dienstags und freitags von 7.00 - 13.00 Uhr, in der übrigen Zeit nur freitags
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