Klösterliche Bierbraukunst in Oberschwaben-Allgäu

Die strengen Fastenzeiten in den Klöstern wurden früher mit Starkbier überbrückt – heute geht der Trend zu mehr Vielfalt und Raffinesse. Zugegeben, auch in Oberschwaben-Allgäu konnte nicht jedes Dorf seine eigene Brauerei erhalten. Rund 25 selbstständige Brauereien zwischen Ulm und Tettnang und zwischen Sigmaringen und Isny tragen aber bis heute viel zum Lokalkolorit bei.

Allen oberschwäbischen Biersorten gemein ist die Regionalität, also die bewusst kurzen Wege, welche die Rohstoffe zurücklegen, um zu Gerstensaft zu werden. Dazu trägt der in Tettnang angebaute Aromahopfen bei, der auch bei den Brauern in der Region erste Wahl ist. Auch das Malz kommt von hier; es entsteht aus Gerste, die in der oberschwäbischen Landschaft geerntet und verarbeitet wird. Viele Brauereien freuen sich auf den Kontakt mit ihren Kunden, zeigen ihren Produktionsprozess und haben andere Angebote rund ums Bier parat. Und so wie Champagner zu Frankreich gehört, gehört das Bier zum Barock, was sich besonders entlang der Oberschwäbischen Barockstraße bemerkbar macht.

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