Genießerpfad (Premiumweg) - Wasser-Wald- und Wiesenpfad Calw - Bad Teinach-ZavelsteinRegionaler Wanderweg

Die Wanderung entführt uns durch das idyllische Rötelbachtal und vorbei an imposanten Felsformationen zu herrlichen Aussichtspunkten.

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Beschreibung

Ganz nah an der Hermann-Hesse-Stadt Calw und doch mitten in der ursprünglichen Natur. Wenige Meter vom mit Fachwerkhäusern umsäumten Marktplatz entfernt, beginnt schon unser spannender, abwechslungsreicher Genießerpfad. Eine Wanderung für Naturliebhaber und solche, die es werden wollen. Am ersten Anstieg begleiten uns uralte Fichten und Buchen, dann plötzlich ein erster mächtiger Buntsandsteinfelsen, der Gimpelstein, mit Aussicht zum pulsierenden Leben. Gleich darauf leitet uns ein alpiner Steig zur schauerlichsten Stelle im Calwer Wald, dem Schafott. Das Highlight der Wanderung ist ohne Zweifel der Weg durch das Rötelbachtal, das ganz sicher jeden Wanderer, ob jung oder alt, in seinen Bann ziehen wird. Trotzdem heißt es Augen auf, denn der Weg kann immer rutschig sein. Ein weiteres, besonderes Erlebnis ist der Stubenfelsen. Dort einmal Räuber und Gendarm zu spielen, oder mit einem Lagerfeuer unter dem Felsen in der Natur zu übernachten - dazu braucht es nicht viel Phantasie. Alsbald, auf der Höhe angekommen, löst uns aber der Genuss von der Natur, mit dem des Gaumens ab. Das Wanderheim in Zavelstein wird uns mit guter regionaler Küche und einmaliger Gemütlichkeit begeistern. Von dort ist ein Abstecher in das romantische alte Städtle Zavelstein und zur Burgruine immer lohnenswert. Nach der wohl verdienten Pause begleiten uns auf unserer weiteren Wanderung herrliche Streuobstwiesen, ebene Wirtschafts- und Forstwege zurück nach Calw. Dabei lohnt es sich am Wildschweingehege mal nach Frischlingen Ausschau zu halten, oder am Wölflesbrunnen ein paar Minuten der Besinnung einzulegen. 
Der Genießerpfad kann natürlich auch jederzeit am Wanderheim in Zavelstein begonnen werden. Beste Parkmöglichkeiten sind vorhanden.
Der Marktplatz in Calw, Start- und Zielpunkt unserer Tour, ist ein gemütlicher, heimelig anmutender Ort in der wunderschönen Hermann-Hesse-Stadt. Idyllische Fachwerkhäuser mit einladenden Cafés zieren das von Pflastersteinen gesäumte Geläuf. Hesse selbst schwärmte einst von Calw als die schönste Stadt zwischen Bremen und Neapel, Wien und Singapur. Er könnte nicht Unrecht haben!

Zunächst wandern wir über die Salzgasse (Zubringerweg Genießerpfad) bergauf, hinein in den Calwer Stadtgarten mit seinem in grüner Pflanzenpracht verschlungenen Weg der Gedichte. Die literarischen Schriften des bekannten Schriftstellers Hermann Hesse begleiten uns auf einigen Metern des Weges. Über Treppenstufen verlassen wir schließlich den Park und queren den Schießbach über eine Holzbrücke. Unter dem Schatten des Blätterdachs gelangen wir an die Informationstafel, offizieller Startpunkt des Genießerpfades. Wir werfen noch einen Blick darauf und schauen auf die Fotos. In Kürze werden wir dort selbst hautnah vor Ort sein. Es kann losgehen!

Ein schmaler Pfad eröffnet die Wanderung und führt uns durch die erfrischend, grüne Natur des Mischwalds angenehm bergauf. Wir steigen über einige flache Steinstufen und passieren einen mächtigen Baum am Wegesrand. Wenige Meter weiter, eröffnet sich uns ein erster herrlicher Aussichtspunkt: der Gimpelstein. Von dem zerklüfteten Buntsandsteinfelsen haben wir eine herrliche Sicht auf Calw und in das Nagoldtal. Die tafelförmige Felsformation bietet sich für eine gemütliche Rast an, doch wollen wir bald weiterwandern, um die herrliche Natur auf der Höhe Calws zu erkunden.

Wir halten uns links und wandern auf einem Pfad am Berghang entlang weiter. Einzelne, beinahe alpinartige Abschnitte müssen wir auf dem sogenannten Felsenweg dabei unter unsere Füße nehmen. Dann queren wir einen Forstweg und entdecken schon bald das Calwer Schafott, ein gemauertes, rundes Podest, auf dem die Nachbildung eines Schwertes angebracht ist. Der Steinkreis wurde im Jahre 1800 errichtet und von der Stadt Calw bis 1818 als Hinrichtungsstätte genutzt. Eine Schautafel informiert uns ausführlich über das Blutgerüst, wie es aus dem Französischen übersetzt heißt. Ein gruseliger Ort!

Nach 100 m auf einer Finnenbahn gelangen wir auf einen Schotterweg, dessen Verlauf wir für rund 2 km folgen. An einer Infotafel halten wir uns links und gehen den steilen Pfad bergab. Es ist ein großartiger Wegabschnitt, der uns über Wurzeln, Stock und Stein und über einige Treppenstufen in ein wahrhaftiges Naturidyll geleitet.

Im Rötelbachtal hat sich der gleichnamige Bach seinen Weg gebahnt. Einen Weg durch allerschönste Natur. Wir schreiten direkt am Gewässer entlang und streifen Bäume, die sich am pflanzengesäumten und moosbewachsenen Bachufer regelrecht festzukrallen scheinen. Es geht über kantige Steinformationen und über knorrige Wurzeln. Das Rauschen des Wassers wirkt beruhigend. Über eine Holzbrücke kommen wir auf die andere Bachseite und gehen auf ihr noch einige Meter weiter. Schließlich nehmen wir leise Abschied von dem idyllischen Tal und steigen über einen Pfad bergauf. Wir treffen so auf einen Forstweg, der uns direkt zum Stubenfelsen führt.

Ein Abstecher nach links bringt uns an den Fuß des bizarren Buntsandsteingebildes. Eine kleine Mutprobe gefällig? Ein enger, ca. 2 m langer Felsspalt lädt uns dazu ein hindurchzugehen. Aber Achtung: Der Volksmund sagt, dass derjenige, der geschwindelt hat, darin zerquetscht wird. Wieder zurück auf unserer Strecke, steigen wir an einem imposanten Felsmassiv vorbei in Richtung Lützenhardt. Moosbewachsene Steine säumen unseren Weg oder sind als Stufen angedacht, um uns den Aufstieg zu erleichtern. Der Pfad führt uns ganz nah an mächtigen Felsformationen vorbei weiter bergauf und schließlich aus dem Wald heraus. Auf der Höhe angelangt, wandern wir inmitten saftiger Wiesen- und Feldlandschaft, mit herrlichem Fernblick über Baumwipfel hinweg, nach Lützenhardt.

In der kleinen Ortschaft queren wir die Dorfstraße und finden uns rasch auf einem gemütlichen Wiesenweg wieder, der uns entlang weiter Felder in den Wald führt. Wir folgen dem Weg durch das schattige Gehölz und gelangen so zum Wanderheim Zavelstein. Wunderschön am Wald gelegen und mit traumhaftem Biergarten ist die Gaststätte eine willkommene Gelegenheit, um uns zu stärken und unseren Wanderfüßen etwas Ruhe zu gönnen.

Schließlich wandern wir weiter und treffen, nachdem wir den Wald verlassen haben, auf eine überdachte Holzbank. Auch wenn unsere Pause nur kurze Zeit zurückliegt, sollten wir hier doch innehalten und die Stille genießen. Dabei blicken wir über Wiesen und Feldern auf den Calwer Teilort Speßhardt. Wenige Minuten später führt uns der Wanderweg in die Ortschaft und dann nach rechts wieder hinaus. Vorbei an Streuobstwiesen, betreten wir anschließend wieder den Wald und gelangen über einen Forstweg zum Wildschweingehege. Dort können wir auch einen kurzen Abstecher zum Wölflesbrunnen machen, an dem früher viele Reisende auf ihrem Weg  von Calw nach Hause anhielten und Wasser für Haus und Hof mitnahmen.

Wir lassen das Wildschweingehege hinter uns und treffen ca. 500 m später auf eine Grillstelle. Wie wäre es mit einer Rast? Ein einladendes Plätzchen, an dem wir uns ausruhen können. Dann wandern wir auf einer Finnenbahn weiter und halten uns an deren Ende rechts. Schautafeln, die uns einen informativen Eindruck über die alten Waldberufe in der Region vermitteln, säumen den leicht bergabführenden Wanderweg.

An der Steinernen Bank wenden wir uns nach rechts und gehen entlang des Schießbachs zurück zu unserem Ausgangspunkt. Nun können wir unsere Wanderung bei einer Einkehr im Herzen Calws ausklingen lassen.

Rastplätze: Grillplatz an der Saatschule Calw Wimberg, überdachte Bank zwischen Lützenhardt und Zavelstein und am Waldrand kurz vor Spesshardt.

Einkehrmöglichkeit: Wanderheim Zavelstein, Telefon: 07053 8831; Montag Ruhetag; http://www.berlins-hotel.de/wanderheim/wanderheim.php

Kindertauglich: ja

Kinderwagentauglich: nein

 

Erkunden Sie auch unsere Geocaching-Tour auf dem Genießerpfad!

Beste Wanderzeit ist April bis Oktober, wobei es im Rötelbachtal das ganze Jahr über rutschig sein kann. Nach starkem Regen, kann der Weg auch kurzzeitig unter Wasser sein.
Anreise mit dem Auto:

Autobahn A8 von Karlsruhe:
Ausfahrt Pforzheim-West (ca. 25 km); Weiterfahrt über die Bundesstraße 463 Richtung Calw

  • Autobahn A8 von Ulm/Stuttgart:
    Ausfahrt Leonberg (ca. 30 km), Weiterfahrt über die Bundesstraße 295 in Richtung Weil der Stadt nach Calw
  • Autobahn A81 von Süden/ Bodensee:
    Ausfahrt Gärtringen-Stadtmitte  (ca. 20 km), Weiterfahrt über die K 1075; in der Nähe von Deckenpfronn links auf die K 1022. Am Kreisel die erste Ausfahrt nehmen und auf der B 296 weiter Richtung Calw fahren.
  • Planen Sie Ihre Anreise mit dem Auto bei http://www.map24.de
Parkhäuser und Parkplätze in Calw

Parkhaus Calwer Markt
234 Stellplätze, durchgehend geöffnet

Parkhaus ZOB
287 Stellplätze, durchgehend geöffnet

Parkhaus Kaufland
535 Stellplätze, durchgehend geöffnet

Parkhaus Haggasse
119 Stellplätze, durchgehend geöffnet

Weitere Parkhäuser/Parkplätze
Krankenhaus (85), Tiefgarage Turnhalle Badstraße (48), Bahnhofstraße (27), Alter Bahnhof (155)

 www.calw.de/Parken

 

Nachdem Sie in einem der vier Parkhäuser in der Calwer Innenstadt Ihren PKW abgestellt haben, laufen Sie Richtung Marktplatz. Von dort führt die Salzgasse bergauf direkt zum Stadtgarten. Hinweisschilder leiten Sie durch den Stadtgarten bis zum Ausgangspunkt der Wanderung mit Starttafel.

Anreise mit der Bahn:
  • Strecke Pforzheim - Calw - Horb - Tübingen (Kulturbahn).
  • Fernzugverbindungen (EC, IC, ICE) erreichen Sie am besten in Karlsruhe mit Anschlusszügen über Pforzheim (Kulturbahn, Linie 774).
  • Bei Anreise über Stuttgart empfehlen wir die Weiterfahrt mit der S-Bahn S6 Stuttgart - Weil der Stadt mit Umstieg auf die Buslinie 670 nach Calw.

 

Anreise mit dem Bus:

  • Großraum Stuttgart Buslinie 670 DB Bahn Regiobus / Volz; (Calw-Weil der Stadt) Anschluss an die S6
  • Raum Böblingen / Sindelfingen:
    Buslinie 763 DB Bahn Regiobus; Calw-Böblingen (Anschluss an die S1)
  • www.efa-bw.de

 

Nachdem Sie am zentralen Omnibusbahnhof/Bahhof angekommen sind, nehmen Sie die Unterführung Richtung Marktbrücke und laufen geradeaus Richtung Marktplatz. Von dort führt die Salzgasse bergauf direkt zum Stadtgarten. Hinweisschilder leiten Sie durch den Stadtgarten bis zum Ausgangspunkt der Wanderung mit Starttafel.

 

Kondition 

Erlebnis 

Landschaft 

Schwierigkeit mittel
Länge 13,4 km
Aufstieg 343 m
Abstieg 343 m
Dauer 4,30 h
Niedrigster Punkt 404 m
Höchster Punkt 609 m

Startpunkt der Tour:

Marktplatz Calw

Zielpunkt der Tour:

Marktplatz Calw

Eigenschaften:

  • aussichtsreich
  • geologische Highlights
  • Geheimtipp
  • Premiumweg Deutsches Wandersiegel
  • Rundtour
  • Einkehrmöglichkeit
  • familienfreundlich
  • kulturell / historisch
  • botanische Highlights

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Tourkarte als PDF
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GPS-Track

Weitere Infos

  • Termine: Sonntag, 09. Oktober 2016,  
    10:00 Uhr
    Dauer: insgesamt circa 6 bis 7 Stunden, reine Gehzeit circa 4 Stunden
    Länge: circa  14 km
    Treffpunkt: Rathaus, Marktplatz
    Preis: 38,00 pro Person (inklusive Vesper, schwäbischem Gericht und Schnapsprobe)
    Mindestteilnehmer: 8
    Hinweis: weitere Gruppenführungen auf Anfrage

    Anmeldung erforderlich:
    Stadtinformation Calw,
    Telefon: 07051 167-399,
    stadtinfo@calw.de

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Die Tour wird präsentiert von:

Stadt Calw